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Aloha - Die Chance auf Glück mit Bradley Cooper und...Stone
Aloha - Die Chance auf Glück mit Bradley Cooper und Emma Stone
© 20th Century Fox

"Aloha"-Hawaii ohne Hawaiianer?

Columbia Pictures wehren sich gegen "Whitewashing"-Vorwüfe

Wer erinnert sich noch? Ob es die Aufregung wert war, sei dahingestellt, versank "Exodus: Götter und Könige" doch schneller im Meer der Roten Zahlen, als alle biblischen Plagen hinterherkommen konnten. Doch bevor der Flop 20th Century Fox sorgte, mussten sie sich mit Vorwürfen auseinandersetzen, in Ridley Scott's Abenteuerfilm, der im Nahen Osten spielt, wären alle Rollen mit anglo-amerikanischen Schauspielern besetzt - Weiße, die so gar nichts Arabisches an sich hatten.

Ein halbes Jahr später sehen sich Columbia Pictures mit whitewashing-Anschuldigungen des gleichen Kalibers konfrontiert, welche diesmal von der asiatischen Ethnie erhoben werden: In seiner Komödie "Aloha - Die Chance auf Glück", die übermorgen in Nordamerika starten wird, sei es Regisseur Cameron Crowe ("Vanilla Sky") "gelungen", einen Film auf Hawaii spielen zu lassen, der ohne Hawaiianer auskomme. Stattdessen beherrschten strahlend Weiße wie Bradley Cooper, Emma Stone und Rachel McAdams die Szenerie.

Columbia haben nun eine offizielle Stellungnahme abgegeben, in der sie sich entschieden gegen den Vorwurf der Beleidigung durch das Media Action Network for Asian Americans verwehren: "Während einige schnell dabei sind, einen Film zu beurteilen, den sie nicht gesehen haben, und ein Drehbuch, das sie nicht gelesen haben, präsentiert der Film respektvoll den Geist und die Kultur der hawaiianischen Menschen. Filmemacher Cameron Crowe hat das Projekt jahrelang recherchiert und viele Monate vor Ort auf Hawaii verbracht, dabei Beziehungen mit führenden lokalen Stimmen kultiviert. Er hat das Vertrauen vieler hawaiianischer Gemeindevertreter erworben, darunter Dennis 'Bumpy' Kanahele, der eine Schlüsselrolle im Film spielt."

Für das Sony-Tochterunternehmen (pikanterweise ist Sony ja eine asiatische Firma) dürfte das aber nur ein Nebengeräusch sein. Sorgen macht vielmehr der Film selbst: Angebliche Nachdrehs, ständig veränderte Schnittfassungen, ein verschobener Premierentermin und zwei Tage vor dem Start noch keine Pressevorführungen - die Parallelen zu "Exodus: Gods and Kings" sind möglicherweise noch größer, als es dem Filmstudio lieb sein kann.


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