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James Woods
James Woods
© Sony Pictures

James Woods verklagt Twitter-User auf 10 Millionen Dollar

Üble Nachrede wegen "Kokain-Sucht"

James Woods fühlt sich in Hollywood auf's Abstellgleis geschoben - aus politischen Gründen. Seinen letzten Spielfilm, das Gefängnis-Drama "Jamesy Boy", hat er vor zwei Jahren gedreht. Seitdem bleiben Angebote aus. Der Darsteller hat dafür seine politischen Ansichten verantwortlich gemacht: In Hollywood sei jemand wie er, der ein ausgesprochener Republikaner ist und seiner Ablehnung gegen US-Präsident Barack Obama öffentlich Ausdruck verliehen hat, eine unerwünschte Person.

Schlagzeilen kann der 68-Jährige daher nicht mehr mit Produktionsnotizen machen, sondern mit Nebenschauplätzen im Privatleben. Laut "The Hollywood Reporter" hat Woods einen Twitter-Nutzer auf 10 Millionen Dollar Schadensersatz wegen übler Nachrede verklagt. Der Twitter User Abe List (AL) hat schon seit langem mit ätzenden Kommentaren auf politische Äußerungen des Mimen reagiert. So bezeichnete er James als einen "lächerlichen Abschaum-Clown", als "Depp" und "Witz". Einige dieser Tweets sind inzwischen gelöscht, andere immer noch sichtbar. Fallen diese noch unter die in den USA weit ausgelegte freie Meinungsäußerung, sieht Woods nun die Grenze zur Verleumdung überschritten mit dem Tweet "der Kokain-Süchtige James Woods schnief und speit noch immer".

In der Klage vor dem Los Angeles Superior Court heißt es nun, dass der Schauspieler "weder jetzt noch irgendwann zuvor ein Kokain-Süchtiger gewesen ist und AL keinen Grund hat, das anders zu sehen. AL's rücksichtsloses und bösartiges Verhalten hat durch die weltweite Reichweite des Internets Woods' guten Namen und seinen Ruf im internationalen Maßstab beschädigt. AL und jeder, der soziale Medien nutzt, um Lügen zu verbreiten und dadurch zu schaden, sollte zur Kenntnis nehmen, dass sie nicht über dem Gesetz stehen."


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