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Ralph Fiennes in Harry Potter und die Heiligtümer des...s - 2
Ralph Fiennes in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - 2
© 2011 Warner Brothers

TV-Tips für Sonntag (6.9.): Hier endet alles für Harry Potter

RTL zeigt "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2"

Sieben Bücher, acht Filme: Im RTL-Hauptprogramm endet heute Abend die "Harry Potter"-Saga mit dem letzten und besten Teil, dem Meisterwerk "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2". Wer es weniger laut und fantasy-mäßig mag, sollte auf Arte die französische Tragikomödie "Das schwarze Schaf" einschalten.

"Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - 2", RTL, 20:15 Uhr:
Harry (Daniel Radcliffe), Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) suchen nach Voldemort's verbliebenen Horcruxen, um den Dunklen Lord (Ralph Fiennes) zu zerstören, während die letzte Schlacht um Hogwarts tobt.

Es sollte klar sein, aber nur noch mal zur Sicherheit: Dieser Abenteuerfilm von 2011 bildet den Abschluss der "Harry Potter"-Saga, die acht Filme umfasst und von 2001 an die Kinowelt eroberte. Dies hier ist der achte und letzte Teil der Serie - wer hier einsteigt, muss die vorherigen Filme gesehen haben, sonst wird man keinen Schimmer haben, von was für "Horcruxen" ständig die Rede ist.

Die Entscheidung, den siebten und letzten Roman von J.K. Rowling auf zwei Filme aufzuteilen, roch nach Geschäftemacherei (das Buch ist nicht mal das längste), aber nachdem das Ergebnis so überzeugend ausfiel wie hier, mochte sich niemand mehr beschweren: Nicht die Kritiker, welche diese Produktion fast einhellig priesen, nicht die Zuschauer, die begeistert waren - und schon gar nicht der Kassenwart von Warner Brothers, der das weltweit beste Ergebnis der ganzen "Harry Potter"-Reihe bejubeln konnte (von den Zuschauerzahlen her gesehen blieb er allerdings noch hinter dem ersten Film der Serie zurück).

Spannend, visuell umwerfend, großartig gespielt, bringt Regisseur David Yates - dessen vierter "Harry Potter" dies ist - die Geschichte zu einem befriedigenden und angemessenen magischen Ende. Für drei "Oscars" wurde der Fantasy-Film nominiert: Für die "Beste Maske", für die "Besten visuellen Effekte" und für die "Beste Ausstattung".

Kritiker Brad Keefe schrieb für "Columbus Alive": "Es ist ein bittersüßes Ende. Es fließen Tränen, sowohl aus Nostalgie als auch aufgrund der wirklich tollen Inszenierung."



"Das wilde Schaf", Arte, 20:15 Uhr
Ein kleiner Bankangestellter (Jean-Louis Trintignant) macht Karriere, indem er - nach einem raffinierten Plan, den ein befreundeter Schriftsteller (Jean-Pierre Cassel) ausgeheckt hat - einflußreiche Frauen verführt.

Der französische Regisseur Michel Deville ("Die Vorleserin" mit Miou-Miou) setzte 1974 den Roman von Roger Blondel aus dem Jahr 1956 elegant in Szene - und erfolgreich: Knapp 1,7 Millionen Franzosen wollten damals diese frivole Gesellschaftssatire sehen, bei der auch Romy Schneider mitwirkt. Während Deville die komödiantischen Aspekte gut auf die Leinwand bringt, müht er sich mit den ernsteren Teilen der Geschichte mehr ab, diese unter den Hut seines "Le mouton enrage" ("Die tollwütigen Schafe", so der Originaltitel) zu bekommen.

Ein Zuschauer aus dem US-Bundesstaat New York lobt: "Dieser Film war seiner Zeit weit voraus; selbst nach heutigen hohen Maßstäben erreicht er Dinge, die reichhaltig und neu scheinen. Der äußerst unterschätzte Regisseur Michel Deville kombiniert Sozialkritik, Komödie, Geheimnis, Liebe, Sex und Satire in einen völlig originellen Mix - bis zu dem Schluss mit seiner großen, aber subtilen Überaschung, die all das, was bis dahin passiert ist, plötzlich traurig und verständlicher macht. Die Besetzung ist großartig, genauso das Drehbuch und das Thema."



"Die Schweizermacher", 3sat, 21:35 Uhr:
Zwei Schweizer Polizisten (Emil Steinberger und Walo Lüönd) müssen sich mit Ermittlungen über ausländische Bewerber um Aufnahme ins Bürgerrecht auseinandersetzen.

Bis die "Titanic" 1997 auch in der Schweiz sank, war diese Komödie aus dem Jahr 1978 der erfolgreichste Film des Landes: Bei einer damaligen Einwohnerzahl von 6,5 Millionen Menschen waren 940 000 Karten verkauft worden. Die Satire von Rolf Lyssy, der auch das Drehbuch geschrieben hatte, schafft es hervorragend, durch die Darstellung der Beamten deren Selbstgerechtigkeit und Überheblichkeit herauszuarbeiten und als generelle nationale Schwäche zu karikieren. Der Streifen entstand damals als Reaktion auf das Bestreben rechter Politikkreise, die Einwanderung in die Schweiz extrem zu erschweren, um vor "Überfremdung" zu schützen.

Eine schweizerische Zuschauerin findet: "Dieser Film ist nur manchmal übertrieben, sehr witzig, anrührend und sehr gut gemacht. Er zeigt uns all die Marotten der Schweizer, die Stärken und Schwächen. Emil ist perfekt in seiner Rolle - ich wünschte, er hätte mehr Filme gedreht."



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