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Snitch - Ein riskanter Deal mit Dwayne Johnson
Snitch - Ein riskanter Deal mit Dwayne Johnson
© Tobis Film

TV-Tips für den Nikolaustag (6.12.): Dwayne Johnson's riskanter Deal

Pro7 zeigt als Free TV-Premiere "Snitch"

Heute Abend bieten zwei solide Spielfilme eine Alternative zum TATORT. Auf Pro7 lässt es Dwayne Johnson in "Snitch" krachen, während auf Arte Jennifer Beals in "Flashdance" das Tanzbein schwingt.

"Snitch - Ein riskanter Deal", Pro7, 20:15 Uhr
Ein Vater (Dwayne Johnson) lässt sich von der DEA (Drogenermittlungsbehörde) als Undercover-Agent verpflichten, um seinen im Gefängnis sitzenden Sohn zu befreien, der in ein abgekartetes Drogengeschäft geraten war.

Ab der Jahrtausendwende versuchte die nationale US-Drogenbehörde im Kampf gegen illegale Drogen ihre Erfolgsquote zu erhöhen, indem sie einsitzende Verurteilte ermunterte, ehemalige Komplizen zu verpfeifen, um Hafterleichterungen zu erhalten. Nachdem eine Folge der US-Dokumentarfernsehserie "Frontline" das Thema aufgegriffen hatte, wurde Hollywood auf den Sachverhalt als Ausgangspunkt für einen Spielfilm aufmerksam.

Bereits 2004 wurde das Projekt angestoßen und von Justin Haythe ("Lone Ranger") ein Drehbuch geschrieben. Doch es sollten noch weitere sieben Jahre vergehen, bis die Produktion realisiert werden konnte. Haythe's Skript wurde von Regisseur Ric Roman Waugh ("Felon") - einem ehemaligen Stuntman - überarbeitet, und Hauptdarsteller Dwayne Johnson kam als Produzent an Bord, um den 15 Millionen Dollar teuren Streifen zu realisieren. Gedreht wurde in Louisiana.

Johnson präsentiert sich in diesem Thriller in guter Form, aber die Aufbereitung der interessanten unterschwelligen Botschaft von "Snitch" (zu deutsch: Informant) geht ein wenig in der glanzlosen Inszenierung und einigen tonalen Unstimmigkeiten verloren.

Das von Lionsgate Films 2013 veröffentlichte Werk erhielt gemischte Kritiken und floppte an den Kinokassen. Kritiker Rich Cline gehörte zu den Befürwortern des Films: "Dwayne Johnson versucht in diesem intelligenter als gewöhnlichen Action-Film seine Schauspielmuskeln spielen zu lassen. Dabei basiert der Streifen auf einer wahren Geschichte, die unter die Haut geht."



"Flashdance", Arte, 20:15 Uhr
Eine Frau (Jennifer Beals) aus Pittsburgh, die zwei Jobs als Schweißerin und Tänzerin in einer Bar vereinbart, will auf eine Balletschule gehen.

Bei "Flashdance" traten 1983 eine ganze Reihe von Filmemachern erstmals in Erscheinung, die in den Achtzigern und Neunzigern mit ihren Erfolgsfilmen und ihrem glattgeleckten visuellen Stil die Leinwände dominieren würden. Die Produzenten Don Simpson und Jerry Bruckheimer landeten mit diesem Drama ihren ersten Riesenhit, dem mit "Beverly Hills Cop" und "Top Gun" schnell weitere folgen sollten; Drehbuchautor Joe Esterhas ("Basic Instinct") und Regisseur Adrian Lyne ("Nine and a Half Weeks" und "Fatal Attraction").

Lyne hatte als Regisseur in der Fernsehwerbung gearbeitet und inszenierte den Film nun wie ein Musikvideo, das damals ein neues, durch die Gründung von MTV populär werdendes Phänomen und eine Gattung ganz eigener Art war. Für die Hauptdarsteller waren unter anderem die damals noch unbekannten Demi Moore und Kevin Costner im Gespräch. Stattdessen entschied man sich für Jennifer Beals und Michael Nouri.

Das warf ein Problem aus: Beals konnte nicht tanzen. So ersetzten Doubles wie Marine Jahan und Sharon Shapiro in den entscheidenden Szenen die Schauspielern, und Lyne kaschierte die Wechsel durch schwache Beleuchtung und viele Schnitte. So wurde das MTV-Style-ähnliche Aussehen auch ein wenig durch die Not geboren.

Nichtsdestotrotz verhalf war die sympathische Hauptdarstellerin einer der großen Vorzüge des Streifens mit dessen Nichts an Handlung und dem soziologisch lachhaften Hintergrund. Die "Cinderella"-ähnliche Geschichte bot perfekte Choreographie und Schnitt sowie sehenswerte Tanzsszenen. Das reichte für das Publikum. Während die Kritiker das Werk als "alles Stil, keine Substanz" verrissen, strömten die Zuschauer die Kinos und machten die Paramount Pictures-Produktion, die 7 Millionen Dollar gekostet hatte, mit 201 Millionen Dollar weltweit zu einem gigantischen Hit. In den USA wurde "Flashdance" hinter "The Return of the Jedi" und "Terms of Endearment" ("Zeit der Zärtlichkeit") zum dritterfolgreichsten Film des Jahres.

Sogar zu "Oscar"-Weihen kam das Werk: Der Song "Flashdance...What a Feeling" erhielt den Academy Award, dazu waren Kameramann Donald Petermann und Cutter Bud Smith und Walt Mulconery sowie der Song "Maniac" nominiert.

Eine US-Zuschauerin findet: "Langweilige Menschen mag dieser Film einer liebenswerten jungen Frau, die trotz Rückschlägen und Herzeleid etwas erreichen will, kalt lassen. Aber die gute Musik, die gute Chemie zwischen den Stars, das tolle Tanzen und der optimistische Tonfall machen dies zu einem Juwel."

2008 feierte "Flashdance" als Musical auf der Theaterbühne Premiere.



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