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Pride and Prejudice and Zombies
Pride and Prejudice and Zombies
© Screen Gems

US-Filmstarts: Zombies à la Jane Austen

Komödien "Pride and Prejudice and Zombies" und "Hail, Caesar!"

Super Bowl-Wochenende in den USA. Das trifft erfahrungsgemäß die Filme härter, die sich an das Publikum für Action-Filme wenden. Da sich der vergangenes Wochenende erfolgreich angelaufene Animationsstreifen "Kung Fu Panda 3" mehr an ein Familienpublikum richtet, dürfte es die 20th Century Fox-Produktion nicht besonders hart treffen. Dass sie es mit Abstand wieder auf den Kinokassenthron schafft, gilt als ausgemacht. Den drei Premieren trauen die Analysten nicht viel zu.

Die Sony-Tochter Screem Gems startet "Pride and Prejudice and Zombies" mit 2931 Kopien. Die Komödie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Seth Grahame-Smith aus dem Jahr 2009, der - wie der Titel schon sagt - ein Jane Austen-Kostümdrama mit Zombie-Horror kreuzt. Hier kredenzt Elizabeth keinen Tee, sondern trennt Köpfe ab, während sie ihre wahre Liebe zu Mr. Darcy entdeckt. Natalie Portman gehört zu den Produzenten des 28 Millionen Dollar teuren Streifens; ursprünglich sollte sie auch die Hauptrolle spielen, die dann aber an Lily James ging. Sam Riley ist Mr. Darcy. Regisseur Burr Steers ("Wie durch ein Wunder") hat den Kritikern zufolge das komische Potential dieser Genre-Kreuzung nur sehr unzureichend ausgeschöpft. Nach den jüngsten Flops mit "Crimson Peak" und "Victor Frankenstein" schätzen die Branchenkenner die Nachfrage nach britisch angehauchtem Horror eh als gering ein und prophezeien lediglich Einnahmen von 6 bis 10 Millionen Dollar.

Auch für "The Choice", die nächste Verfilmung eines Nicholas Sparks-Romans, haben die Analysten wenig Hoffnung. Vergangenes Jahr startete "The Longest Ride" ("Kein Ort ohne Dich") mit 13 Millionen Dollar - aber der hatte bessere (keine besonders guten) Kritiken und erregte mit der Hauptrolle von Clint Eastwood's Sohn Scott im Vorfeld etwas Aufmerksamkeit. Das kann man von diesem Drama aktuell nicht behaupten. Die Rezensionen sind bisher katastrophal, und Teresa Palmer und Benjamin Walker keine besonders zugkräftigen Namen. Die Verfilmung des Romans aus dem Jahr 2007 hat Lionsgate Films 10 Millionen Dollar gekostet. Sie haben 2631 Kinos für das Werk von Ross Katz ("Adult Beginners") gebucht. Prognostiziert werden dort geringe Umsätze zwischen 6 und 8 Millionen Dollar.

Dritter im Bunde ist der prominenteste und bestbesprochenste Vertreter, der allerdings von allen drei Produktionen mit der geringsten Saalzahl aufwartet: Universal Pictures starten "Hail, Caesar!" auf 2232 Leinwänden. Die Coen Brothers-Komödie mit einem von Josh Brolin angeführten Star-Ensemble sieht nach einer Mischung aus "Barton Fink" und "The Hudsucker Proxy" aus. Die Kritiker mögen den leichtgewichtigen Liebesbrief an das Hollywood der Fünfziger, und auch die ersten Zuschauerreaktionen sind positiv. Daher erwarten Branchenkenner auch, dass das 22 Millionen Dollar teure Werk den zweiten Platz erringen kann - allerdings mit bloß 11 bis 13 Millionen Dollar.


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