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London Has Fallen
London Has Fallen
© Universum Film © Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Filmstarts USA: Der Disney-Zoo beendet den "Deadpool"-Zirkus

Gerard Butler verdrängt sich selbst mit "London Has Fallen"

In Deutschland ist er bereits von Florian David Fitz vom Kinokassenthron gestoßen worden, nun wird an seinem vierten Wochenende auch die bislang souveräne Herrschaft in den US-Kinos beendet werden. Was ägyptische Götter nicht vermochten, werden nun animierte Tiere schaffen: "Deadpool" muss die Goldmedaille abtreten.

In 3827 Kinos starten Walt Disney Pictures ihren neuen Zeichentrickfilm "Zootopia", der von exzellenten Kritiken und ebensolcher Mundpropaganda flankiert wird. Bisher ist nicht bekannt, wie viel der Streifen mit den Stimmen von Ginnifer Goodwin, Jason Bateman und Idris Elba gekostet hat, aber im Ausland hat er bereits 93 Millionen Dollar umgesetzt. Jetzt erwarten Analysten rund 70 Millionen Dollar in den nordamerikanischen Lichtspielhäusern, was mit großem Abstand die Spitze und insgesamt ein sehr erfolgreiches Kinowochenende garantieren würde.

Skurrile Situation auf dem zweiten Platz: Dort wird wie vor Wochenfrist Gerard Butler landen - allerdings mit einem anderen Film. Nachdem vergangene Woche der Fantasy-Film "Gods of Egypt" mit nur 14 Millionen gefloppt ist, könnten nun 20 Millionen Dollar für den Schotten und seinen Thriller "London Has Fallen" reichen. Focus Features starten die Fortsetzung zu dem 2012 mäßig erfolgreich gelaufenen "Olympus Has Fallen", der wirklich nicht nach einer Fortsetzung schrie, auf 3490 Leinwänden. Das Original debutierte damals mit 30 Millionen Dollar. Wegen der schlechten Kritiken und der allgemeinen Apathie des Publikums gegenüber dem ganzen Unterfangen (Stichwort "Zoolander 2") kalkulieren die Experten mit einem geringeren Premierenegebnis der 70 Millionen Dollar teuren Produktion, die der iranischstämmige Schwede Babak Najafi in seinem englischsprachigen Spielfilmdebut inszeniert hat.

Keine große Rolle dürfte die Paramount-Komödie "Whiskey Tango Foxtrot" spielen, die auf 2374 Spielpläne gesetzt wird. Zwar sind die Kritiken zu dem Tina Fey-Film freundlich, aber die Sicht einer weiblichen Journalistin auf die Mittlerer Osten-Malaise - das Projekt basiert auf den Memoiren "The Taliban Shuffle: Strange Days in Afghanistan and Pakistan" der Reporterin Kim Barker - sorgt sicherlich nicht für Schlangen um den Block. Analysten prognostizieren für die 35 Millionen Dollar teure Produktion des "Focus"-Regieduos John Requa und Glenn Ficarra gerade mal 8 Millionen Dollar zum Start.

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