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Blutrot mit Brian Cox
Blutrot mit Brian Cox
© Koch Media

TV-Tips für Freitag (27.5.): Brian Cox sieht rot

ARD zeigt "Blutrot"

Am Freitagabend bieten die Fernsehsender solide Kinofilm-Unterhaltung. Das lange Aufbleiben lohnt sich für den großartigen Brian Cox in dem spannenden Thriller "Blutrot", den die ARD im Nachtprogramm versteckt hat.

"Epic", Sat1, 20:15 Uhr

Eine Teenagerin (mit der Stimme von Josefine Preuß; im Original von Amanda Seyfried) wird in einen tiefen Wald hineingezogen, wo eine Schlacht zwischen Gut und Böse tobt. Sie verbündet sich mit einer buntgemischten Truppe, um deren Welt zu retten - und die eigene.

Bereits 2006 wollte Regisseur Chris Wedge das Kinderbuch "The Leaf Men and the Brave Good Bugs" von William Joyce aus dem Jahr 1996 auf die Leinwand bringen, mit dem er ein Jahr zuvor erfolgreich bei dem Animationsfilm "Robots" zusammen gearbeitet hatte. Der Filmemacher beabsichtigte, das altmodische Märchen mit Action-Sequenzen mehr in Richtung Spektakel zu orientieren. Nach einem Hin und Her hinter den Produktionskulissen, bei dem 20th Century Fox das Projekt an Pixar Animation Studios abtraten, dann aber die Meinung änderten und die Produktion wieder zurückholten, erfolgte 2009 endlich das Grüne Licht für das mit 100 Millionen Dollar budgetierte Werk.

Die Handlung des computeranimierten Streifens, der 2013 auch in 3D auf die Leinwände kam, gibt nicht viel her, aber der Film ist wunderschön animiert und mit genügend Gespür gemacht, so dass er solide Familienunterhaltung bietet. Nach gemischten Kritiken wurde "Epic" zwar kein epischer, aber ein - eben - solider Erfolg mit 268 Millionen Dollar weltweit an den Kinokassen.

Die deutschen Sprecher sind neben Josefine Preuß unter anderem Christoph Waltz, Oliver Kalkofe und Oliver Welke.

Kritiker James Croot schrieb für "Flicks New Zealand": "Der Film punktet mit viel Spannung, gutem Humor und einer fähigen, großen und eckigen weiblichen Protagonistin - wenn auch manche Szenen ein wenig überhastet wirken und nicht immer in der Balance sind."



"Mission: Impossible 3", Pro7, 22:30 Uhr
Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) legt sich mit einem gefährlichen und sadistischen Waffenhändler (Philip Seymour Hoffman) an, der daraufhin sein Leben und das seiner Verlobten (Michelle Monaghan) bedroht.

Der "Mission: Impossible"-Teil, der ein bisschen als der "verlorene" gilt und sicherlich nicht die einfachste Entstehungsgeschichte hatte. Würde er heute veröffentlicht, wären die Chancen gut, dass er der erfolgreichste der Reihe würde, denn der Name J.J. Abrams - auch wenn er damals schon einen guten Klang hatte - dürfte nach dessen "Star Wars: The Force Awakens" für eine ganz andere Aufmerksamkeit sorgen.

Abrams war indes sogar erst die dritte Wahl für das Regiestühlchen. 2002 hatten Paramount Pictures David Fincher ("Gone Girl") engagiert, um den Faden nach dem erfolgreichen, zwei Jahre zuvor veröffentlichten Teil weiterzuspinnen. Angestrebt wurde eine Premiere für 2004. Doch Fincher stieg bald wieder aus dem Projekt aus, genervt von den vielen Einmischungen der Paramount-Manager, die genaue Vorstellungen hatten, wie der Thriller auszusehen hatte, die sich aber nicht mit Fincher's deckten.

Das Gleiche passierte auch mit der zweiten Wahl: Nach 15 Monaten Vorproduktion verabschiedete sich Joe Carnahan ("The Grey"), der ebenfalls "künstlerische Meinungsverschiedenheiten" anführte. Das war im Juli 2004, und der Premierenstart damit hinfällig. Nun wandte sich Tom Cruise an J.J. Abrams, dessen Fernsehserie "Alias", deren zwei Staffeln er in einem Rutsch angesehen hatte, begeisterte. Da Abrams aber noch vertraglich gebunden war, konnten die Arbeiten erst 2005 beginnen. Cruise nutzte die frei gewordene Zeit, um mit Steven Spielberg "War of the Worlds" zu drehen. Andere Schauspieler konnten nicht so lange warten: Kenneth Branagh, Carrie-Anne Moss und Scarlett Johansson stiegen aus.

Gedreht wurde im Sommer 2005 für 150 Millionen Dollar in Rom und Caserta, Shanghai und Xitang, Berlin sowie in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Virginia. Abrams bewies, dass er einem großen Sommer-Popcorn-Streifen gewachsen war: Schnell, mit staunenswerten Stunts und Spezialeffekten war dieser "M:I" alles, was sich Action-Fans wünschen durften.

Als der Streifen dann ein Jahr später in die Kinos kam, traf er trotz guter Kritiken allerdings auf ein schwieriges Umfeld, was mit dem Hauptdarsteller zu tun hatte. Tom stand wegen seiner Scientology-Zugehörigkeit schwer im Kreuzfeuer, inklusive Boykott-Aufrufen gegen sein Werk. Wohl auch deshalb blieb der Action-Kracher mit 398 Millionen Dollar deutlich hinter dem Umsatz der ersten beiden Teile zurück, was nichtsdestotrotz ein Riesenerfolg war.

Kritiker Jeffrey Lyles lobte: "Abrams' 'Alles steht auf dem Spiel, jede Sekunde zählt'-Tempo treibt Tom Cruise zur Höchstleistung und führt mühelos zum besten puren Action-Teil der Reihe."



"Blutrot", ARD, 01:40 Uhr
Ein zurückgezogen lebender Mann (Brian Cox) will drei Teenager, die ohne Grund seinen Hund Red getötet haben, juristisch belangen. Als dies zu nichts führt, nimmt er das Gesetz in seine eigenen Hände.

Dieser kleine Independent-Thriller von 2008 ist der typische Fall für ein Werk, das auf Filmfestivals gefeiert wird, aber kaum in die Kinos kommt. In Deutschland erlebte "Red" (so der Originaltitel) zum Beispiel seine Premiere nur auf Disc - und das trotz guter Kritiken, die insbesondere die schauspielerischen Leistungen von Brian Cox und Tom Sizemore lobten.

Stephen Susco ("The Grudge") adaptierte den gleichnamigen Roman von Jack Ketchum aus dem Jahr 1995, der dann gemeinsam vom Norweger Trygve Allister Diesen und vom Amerikaner Lucky McKee spannend und intelligent in Szene gesetzt wurde.

Kritiker Scott Foundas befand in "L.A. Weekly": "Die eskalierende Serie von Retourkutschen-Rachefeldzügen wird selbst bei nur 90 Minuten ein bisschen langweilig, aber Brian Cox und klasse Nebendarsteller wie Tom Sizemore, Amanda Plummer und Robert Englund sorgen dafür, dass der Film die Zeit trotzdem wert ist."



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