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The Untouchables mit Andy Garcia, Sean Connery, Kevin...Smith
The Untouchables mit Andy Garcia, Sean Connery, Kevin Costner und Charles Martin Smith
© Paramount Pictures

TV-Tips für Sonntag (11.9.): Kevin Costner und Sean Connery sind unbestechlich

Arte zeigt "The Untouchables"

Die Sommerpause ist vorbei, neuere Spielfilme, darunter auch FreeTV-Premieren wie "The Expendables 3" im Hauptprogramm von RTL, finden ihren Weg ins Fernsehen. Aber die beste Wahl ist dann für Sonntagabend doch eine ältere: "The Untouchables", den Arte im Hauptprogramm ausstrahlt und für den Sean Connery den "Oscar" gewann.

"The Expendables 3", RTL, 20:15 Uhr

Barney (Sylvester Stallone) verstärkt sein Team mit neuem Blut für eine persönliche Auseinandersetzung. Er will Conrad Stonebanks (Mel Gibson), den Mitgründer der Expendables und berüchtigten Waffenhändler ausschalten, der entschlossen ist, Barney und jeden Einzelnen seiner Mitstreiter zu töten.

Nach dem Erfolg von "The Expendables 2", der 2012 mit weltweit 305 Millionen Dollar den ersten Teil übertroffen hatte, gaben Lionsgate Films Sylvester Stallone grünes Licht für einen weiteren Part. Anfang 2013 machte sich Stallone an das Drehbuch und gab freimütig zu, dass sich die Idee zu einer Fortsetzung nicht von selbst ergab. Um einen Aufhänger zu haben, plante der Autor und Hauptdarsteller sozusagen "The Expendables - The Next Generation" und schrieb Parts für Akteure in deren Zwanzigern.

Mit den jüngeren Darstellern und der Entscheidung, den Film durch weniger drastische Gewaltdarstellungen eine niedrigere Altersfreigabe zu verschaffen, wollte Stallone dem Werk einen größeren Zuschauerkreis auch unter Jugendlichen zu eröffnen. Im Nachhinein sollte der Drehbuchautor einräumen, dass "es eine fürchterliche Fehleinschätzung von uns allen gewesen ist, die Gewalt zu dämpfen, die das Publikum erwartet". Die Fans der Reihe protestierten jedenfalls gegen die Entscheidung, einen weichgespülten "Expendables" auf die Leinwände zu bringen.

Stallone schrieb mit zwei weiteren Autoren am Drehbuch. Für die Besetzungsliste geisterten Namen wie Steven Seagal, Mickey Rourke, Clint Eastwood, Nicolas Cage, Chuck Norris, Jean-Claude Van Damme, Jackie Chan und Milla Jovovich durch die Presse. Schließlich sollten stattdessen als Neulinge Wesley Snipes, Antonio Banderas, Mel Gibson und Harrison Ford zur Star-Besetzung stoßen. Bruce Willis dagegen war raus, nachdem er sich mit den Produzenten nicht auf eine Gage einigen konnte.

Für 90 Millionen Dollar drehte der australische Regisseur Patrick Hughes in den Nu Boyana Filmstudios in Sofia und in Bulgarien einen Abenteuerfilm, der ein Mindestmaß an Spannung für Freunde von Action der alten Schule bietet. Gemessen am versammelten Talent, sollte der Film aber wesentlich mehr Spaß machen.

Die Kritiken waren schwach und die Zuschauerreaktionen lau. In den US-Kinos floppte der Streifen 2014, während es im Ausland etwas besser lief, so dass am Ende ein mäßiger Erfolg von weltweit 206 Millionen Dollar stand. Ein vierter Teil ist angekündigt.

Kritiker Mathew DeKinder schrieb für "Suburban Journals St. Louis": "Sylvester Stallone gibt den Leuten, was sie wollen und strebt nicht mehr an. Das ist in Sachen hirnloser Action-Filme bewunderswert genug, und das reicht mir."



"Die Schadenfreundinnen", Pro7, 20:15 Uhr
Nachdem Carly (Cameron Diaz) entdeckt hat, dass ihr Freund (Nikolaj Coster-Waldau) verheiratet ist, trifft sie sich mit der Ehefrau (Leslie Mann). Und als noch eine weitere Liebschaft (Kate Upton) aufgetan wird, tun sich alle drei Frauen zusammen, um Rache an dem Spitzbuben zu nehmen.

2012 entschieden 20th Century Fox, dass die Zeit für eine Neuverfilmung von "The First Wives Club" ("Der Club der Teufelinnen") aus dem Jahr 1996 gekommen sei. Das Quasi-Remake sollte jüngere Frauen in den Hauptrollen zeigen und dementsprechend auch ein jüngeres Publikum erschließen, was gar nicht so einfach werden sollte. Durch die zahlreichen sexuellen Anspielungen wollte die Zensurbehörde die Komödie zunächst nur für Erwachsene freigeben. Fox legten Einspruch gegen die Entscheidung ein und konnten ein "PG-13" (Für Zuschauer ab 13 Jahren freigegeben) erreichen.

Nick Cassavettes drehte "The Other Woman" (so der Originaltitel, eine Umschreibung für "Geliebte") für 40 Millionen Dollar in New York City und auf den Bahamas. Das Talent vor und hinter der Kamera zeigt sich, reicht aber oft nicht aus, die Tendenz des Drehbuchs von Debutantin Melissa Stack, lieber auf billige Lacher zu setzen, als auf das frauenstärkende Potential des Stoffes auszuschöpfen, aufzuwiegen.

Die Kritiker verrissen das Werk, aber die Zuschauer machten es 2014 mit weltweit 196 Millionen Dollar zu einem solien Erfolg.

Kritiker Matt Brunson befand in "Creative Loafing": "Den Fäkalhumor mal beiseite gelassen, gibt es genügend glänzende Elemente, die es dem Film erlauben, sich über den Morast zu erheben, und ein Hauptfaktor ist dabei Leslie Mann."



"The Untouchables", Arte, 20:15 Uhr
Der Bundespolizist Eliot Ness (Kevin Costner) wird auf den Gangsterboss Al Capone (Robert De Niro) angesetzt. Wegen der grassierenden Bestechlichkeit unter den Polizeibeamten versammelt er ein kleines, handverlesenes Team (Sean Connery, Andy Garcia und Charles Martin Smith) um sich.

1957 veröffentlichte der FBI-Agent Eliot Ness, der in den Zwanzigern und Dreißigern im Büro für Prohibition gearbeitet hatte, welches das Alkohohlverbot durchsetzen sollte, gearbeitet hatte, seine Erinnerungen in dem Buch "The Untouchables". Dort schildert er, wie er in Chicago mit einer kleinen, eingeschworenen Truppe, die sich "The Untouchables" nannte, den Kampf gegen die organisierte Kriminalität aufnahm.

Paramount Pictures entschieden Mitte der achtziger Jahre, aus diesen Geschehnissen für 25 Millionen Dollar einen Kriminalfilm zu produzieren und beauftragten David Mamet mit der Drehbuchadaption und Brian De Palma ("Scarface") mit der Regie. Nicht nur hinter der Kamera war damit das künstlerische Niveau hoch, auch die Rollen wurden hochkarätig besetzt, wobei der damals noch weniger bekannte Kevin Costner bei weitem nicht die erste Wahl war. De Palma hatte Tom Berenger, Nick Nolte, Don Johnson, Michael Douglas, Mel Gibson, Harrison Ford, William Hurt und Jeff Bridges auf dem Schirm, bevor der damals 31-jährige Costner den Zuschlag bekam.

Für die ikonische Rolle des Al Capone wünschte sich der Regisseur Robert De Niro. Als dieser absagte, traf sich Brian mit dem Engländer Bob Hoskins und sagte ihm zu. Als dann aber De Niro seine Meinung änderte und doch dabei sein wollte, nahm De Palma dies an und sagte Hoskins mit einem Scheck über 20 000 Pfund in der Post und einem "Danke!" ab. Daraufhin rief Hoskins ihn an, um zu fragen, ob es weitere Filme gebe, in denen er nicht mitspielen solle.

"The Untouchables" wurde hauptsächlich vor Ort in Chicago gedreht, teilweise an den Originalschauplätzen, an denen sich die Geschehnisse ein halbes Jahrhundert zuvor zugetragen hatten. Der auf Hochglanz polierte, aber mit künstlerischen Noten wie der Nachstellung der Treppenszene aus "Panzerkreuzer Potemkin" versehene Streifen warf einen scharfsinnigen und virtuos inszenierten Blick auf das Verbrechen in Chicago und bot exzellente Leistungen der phantastischen Besetzung.

Als das Werk 1987 in die Kinos kam, erhielt es sehr gute Besprechungen und wurde mit weltweit 106 Millionen Dollar ein großer Erfolg. Bei vier "Oscar"-Nominierungen für Kostüme, Ausstattung, Musik und Nebendarsteller Sean Connery erhielt Letzterer den Academy Award sowie den Golden Globe.

Ein britischer Zuschauer ist voll des Lobs: "Indem Brian De Palma David Mamet's spannungsgeladenem Drehbuch gerecht wird, bringt er einen der besten Gangster-Filme aller Zeiten auf die Leinwand. Die schauspielerischen Leistungen sind vom höchsten Kaliber. Beeindruckend wie Robert De Niro Capone bedrohlich wirken lässt; Sean Connery ist eh gut, aber es ist Kevin Costner deutet mit seiner wunderbaren Darstellung an, dass er bald ein Star werden würde. Ich liebe es, wie der Film zeigt, wie Gewalt und Angst Familien beeinflusst, und wie einzelne Szenen den Zuschauer ins Geschehen hineinziehen, wie der Schusswechsel an der kanadischen Grenze oder die Homage an 'Panzerkreuze Potemkin' im Bahnhof. Spannend, berührend, sogar witzig. Für mich eine Klasseleistung in jeder Beziehung."



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