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Jonathan Rhys Meyers in Die Kinder der Seidenstraße
Jonathan Rhys Meyers in Die Kinder der Seidenstraße
© 3 Rosen

TV-Tips für Samstag (15.10.): Jonathan Rhys Meyers auf dem langen Marsch

ARD zeigt "Die Kinder der Seidenstraße"

Passend zum Kinostart der neuen Dan Brown-Verfilmung "Inferno" mit Tom Hanks bringen Sat1 den Vorgänger "Illuminati" ins Hauptprogramm. Den besten Spielfilm hält die ARD im Nachtprogramm für Nachteulen mit "Die Kinder der Seidenstraße" bereit.

"Illuminati", Sat1, 20:15 Uhr

Der Harvard-Symbolexperte Robert Langdon (Tom Hanks) versucht, Morde im Vatikan aufzuklären und einen terroristischen Anschlag auf den Kirchenstaat zu verhindern.

2003 hatten Columbia Pictures die Rechte an den Dan Brown-Romanen "Angels and Demons" ("Illuminati") von 2000 und "The Da Vinci Code" ("Sakrileg") von 2003 erworben, als "The Da Vinci Code" ein Welterfolg wurde. Statt der eigentlich ersten Geschichte um den Symbole-Forscher Robert Langdon gingen Columbia zuerst den zweiten Roman "The Da Vinci Code" an, da Regisseur Ron Howard ("Rush") vielleicht nicht zu Unrecht meinte, dies sei der wesentlich bekanntere der beiden Romane und damit der bessere Türöffner zu einer erfolgreichen Kriminalfilmreihe.

2006 kam "The Da Vinci Code" auf die Leinwände, wurde ein gigantischer Erfolg mit weltweit 758 Millionen Dollar Umsatz und der zweiterfolgreichste Streifen des Jahres hinter "Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest". Damit war die Fortsetzung mit "Angels and Demons" gesetzt, für den die Dreharbeiten im Februar 2008 beginnen sollten. Doch der Streik der Drehbuchautoren machte den Filmemachern einen Strich durch die Rechnung - erst im Juni konnte Howard in Rom mit der Arbeit beginnen.

Neben dem Regisseur kamen mit Drehbuchautor Akiva Goldsman, Kameramann Salvatore Totino und Komponist Hans Zimmer die Hauptprotagonisten von "The Da Vinci Code" zurück, ebenso wie Hauptdarsteller Tom Hanks. Die Katholische Kirche erteilte keine Drehgenehmigung für den Vatikan oder die römischen Stadtkirchen, so dass man in den Palast von Caserta und die Biblioteca Angelica auswich, die für das Innere des Vatikans und dessen Bibliothek einstanden. Der Rest entstand in den Sony Studios in Los Angeles in einer Kombination aus Nachbauten und computergenerierten Bildern.

Der ersten Dan Brown-Adaption war vorgeworfen worden, dass sie viel zu langsam und dialoglastig war - bei dieser Fortsetzung bemühte sich Ron, auf das Gaspedal zu drücken und lieferte einen flotten Nervenkitzel mit schönen Schauwerten ab, dessen Handlung allerdings abwechselnd zwischen unglaubwürdig und schlichtweg lächerlich flippert.

Allgemein wurde "Angels and Demons" als etwas stärker als der Vorgänger wahr genommen, aber auf bescheidenem Niveau, wie die überwiegend negativen Kritiken zeigten. Mit 486 Millionen Dollar weltweit wurde die Columbia Pictures-Produktion wieder ein Riesenerfolg, blieb aber deutlich unter dem Ergebnis von "The Da Vinci Code". Das reichte, um den vierten Roman "Inferno" anzugehen, der in dieser Woche in den Kinos anläuft.

Kritiker Matthew Razak schrieb im "Examiner": "Ein wunderbares Stück cineastischer Schaumschlägerei, die die Augen auf die Leinwand bannt und das Gehirn wenigstens teilweise beschäftigt hält."



"Daybreakers", Pro7, 00:45 Uhr
Im Jahr 2019 hat eine Seuche fast alle Menschen zu Vampiren gemacht. Konfrontiert mit schwindenden Blutvorräten, plant die angeschlagene dominante Rasse ihr Überleben, während ein Forscher (Ethan Hawke) mit einer geheimen Gruppe von Vampiren daran arbeitet, die Menschheit zu retten.

2004 erwarben Lionsgate Films das Drehbuch zu "Daybreakers", das die australischen Brüder Peter und Michael Spierig geschrieben hatten. Den Brüdern, die ein Jahr zuvor mit dem Horrorfilm "Undead" ihr Debut gegeben hatten, gelang es, eine Finanzierung von der Film Finance Corporation Australia zu erhalten und internationale Stars wie Ethan Hawke, Sam Neill und Willem Dafoe zu gewinnen. Die Dreharbeiten fanden schließlich 2007 für umgerechnet 20 Millionen Dollar in Queensland, an der Goldküste und in Brisbane statt. Die Spezialeffekte stellte Peter Jackson's Weta Workshop her. Für die Masken der Schauspieler entschied man sich für einen eher minimalistischen Ansatz.

The Spierig Brothers hatten 2009 Pech, dass sie mit ihrem australischen Horrorfilm in ein bereits sehr voll besetztes Konkurrenzfeld mit zahlreichen Vampirfilmen hineingerieten. Doch ihr Werk war spannend genug und bot einen so originellen Kniff des Genres, um zumindest gemischte Reaktionen bei Kritikern und Publikum hervorzurufen. Zu einem Erfolg an den Kinokassen reichte es indes aber nicht.

Der Film gewann bei den Australischen Filmpreisen für seine Spezialeffekte und war für das "Beste Originaldrehbuch" nominiert. Kritiker Simon Foster lobte für "SBS Australia": "Keine Frage, dass die Produktion superb ist. Das Regieduo hat jeden Zoll seiner Bilder mit erstaunlichen Effekten und ausgeklügeltem Produktionsdesign gefüllt."



"Die Kinder der Seidenstraße", ARD, 01:25 Uhr
Ein junger britischer Journalist (Jonathan Rhys-Meyers) rettet im Jahre 1937 mit Hilfe einer mutigen australischen Krankenschwester (Radha Mitchell) eine Gruppe von Waisenkindern während der japanischen Besetzung Chinas.

Mit einigem Aufwand drehte Regisseur Roger Spottiswoode ("Der Morgen stirbt nie") dieses australische Drama von 2008 unter anderem vor Ort in China. Er orientierte sich an der wahren Geschichte des britischen Journalisten und Pazifisten George Hogg, der im Juli 1945 kurz nach dem 700 Meilen langen Marsch die Seidenstraße entlang an einer Tetanus-Infektion starb. Am Ende des Films sind einige der echten chinesischen Kinder, inzwischen alle über 80 Jahre alt, zu sehen und zu hören, die sich an ihn und die Vorkommnisse erinnern. Dass Spottiswoode und seine Drehbuchautoren Jane Hawksley und James MacManus indes zwei neuseeländische Helfer in ihrem Film nicht auftauchen ließen, machten einige Kritiker den Filmemachern als Geschichtsfälschung zum Vorwurf.

Der von Zhao Xiaoding wunderschön photographierte Film kam bei den Rezensenten insgesamt nicht besonders gut an und konnte sein Budget in den Kinos nicht wieder einspielen. Bei den Australischen Filmpreisen wurde "The Children of Huang Shi" (so der Originaltitel) indes immerhin für die "Besten Kostüme" und die "Besten Kulissen" nominiert.

Kritikerin Tasha Robertson schrieb für "AV Club": "Das ist eine glänzende, wunderschön photographierte Geschichte, die auch die Wirrnisse des wahren Lebens nicht verschweigt. Aber wie das wahre Leben, ist der Film oft verwirrend und frustrierend."



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