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Einsam sind die Tapferen mit Kirk Douglas
Einsam sind die Tapferen mit Kirk Douglas
© Universal Pictures International Germany

TV-Tipp für Donnerstag (29.12.): Kirk Douglas' Lieblingsfilm

Arte zeigt "Einsam sind die Tapferen"

"Einsam sind die Tapferen", Arte, 01:10 Uhr
Ein entschieden einzelgängerischer Cowboy (Kirk Douglas) lässt sich ins Gefängnis sperren, um einem alten Freund (Michael Kane) zur Flucht zu verhelfen.

Diesen Western aus dem Jahr 1962 hat Kirk Douglas als den liebsten seiner eigenen Filme bezeichnet. Der Schauspieler engagierte über seine Produktionsgesellschaft Joel Productions erneut Dalton Trumbo als Drehbuchautoren, den er zwei Jahre zuvor für "Spartacus" angestellt und den Autoren damit aus dem Berufsverbot wegen angeblicher kommunistischer Umtriebe geholt hatte. Trumbo adaptierte den Roman "The Brave Cowboy" von Edward Abbey aus dem Jahr 1956 und arbeitete ein Thema heraus, das Douglas zu dem Projekt gezogen hatte: "Die Schwierigkeit, sich heutzutage noch als Individuum zu behaupten."

Für 2 Millionen Dollar drehte David Miller, der seit Anfang der Vierziger Spielfilme drehte und den meisten deutschen Zuschauern mit dem Doris Day-Kriminalfilm "Midnight Lace" ("Mitternachtsspitzen") von 1960 bekannt sein dürfte, die Universal Pictures-Produktion in und um Alberquerque im US-Bundesstaat New Mexico. Es sollte das mit Abstand beste Werk seiner Karriere werden.

Der glänzend besetzte, elegische Streifen, konsequent in Schwarzweiß gedreht, der das Verschwinden des Alten Westens, seiner Helden und ihrer Gebräuche und das Aufkommen der modernen, durch Technik beherrschten Welt, beschreibt, fand trotz guter Kritiken kein großes Publikum. Douglas hatte sich für einen Start in Programmkinos stark gemacht, während Universal ihre Produktion als einen großen Western herausbrachten - doch für ein traditionelles Western-Publikum war "Lonely Are the Brave" (so der Originaltitel) sicherlich weniger geeignet. Kirk wurde als "Bester ausländischer Schauspieler" für einen Britischen Filmpreis nominiert.

Ein US-Zuschauer schreibt: "Ich habe den Film damals bei der Uraufführung gesehen und war wirklich erstaunt, wie gut die Filmemacher den Charakter und die Essenz von Männern getroffen haben, die ich gekannt und mit denen ich in meiner Jugend in Texas zusammen gearbeitet hatte. Männer, die Pferde den Autos vorzogen. Die einen .45 Colt trugen, wenn sie an Sonnabenden in die Stadt kamen. Männer, die für wenig Geld wie die Tiere schufteten, um ihr freies Cowboy-Leben weiter leben zu können. Männer, die sich von Frauen fernhielten, um kein Leben mit Haus, Kindern und Rechnungen leben zu müssen. Männer, die im Saloon lieber kämpften, als ihr Steak zu essen, und danach über ihre gebrochenen Knochen und fehlenden Zähne scherzten. Leute, die behaupten, dass Kirk Douglas' Figur nicht echt sei, können mir glauben, dass sein Charakter nur zu echt ist."



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