Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Ein Mann und eine Frau mit Jean-Louis Trintignant und...Aimee
Ein Mann und eine Frau mit Jean-Louis Trintignant und Anouk Aimee
© Les Films 13

TV-Tipp für Montag (2.1.): Claude Lelouch's Poem von Liebe und Leid

Arte zeigt "Ein Mann und eine Frau"

"Ein Mann und eine Frau", Arte, 22:10 Uhr
Die Geschichte einer Liebe zwischen zwei Menschen, die über die Schranken ihrer Vergangenheit hinweg zueinander finden wollen: Ein Witwer (Jean-Louis Trintignant) mit Sohn (Antoine Sire) und eine Witwe (Anouk Aimee) mit Tochter (Souad Amidou). Sie treffen sich zu langen Autofahrten, Spaziergängen und Gesprächen, erkennen ihre innere Verwandtschaft, aber auch ihre unterschiedlichen Auffassungen vom Glück.

Lange Zeit untersuchten Kritiker, Filmwissenschaftler und Fans des Regisseurs Claude Lelouch die Bedeutung des Einsatzes von Farbe und Schwarzweiß und unterschiedlichen Filmmaterials in "Un homme et une femme" (so der Originaltitel) - bis der französische Regisseur, der seinen Streifen auch selbst gefilmt hatte, einräumte, dass seine Wahl weniger mit künstlerischen Erwägungen zu tun hatte, sondern mehr mit wirtschaftlichen Gegebenheiten: Eigentlich wollte er das gesamte Werk im günstigen Schwarzweiß drehen, aber ein US-Verleiher, der vorab die Rechte für den amerikanischen Markt gekauft hatte, tat dies nur unter der Voraussetzung, dass der Film in Farbe gedreht werden würde. Da aber das Geld nicht reichte, entschied sich der damals 28-Jährige, die Außenaufnahmen in Farbe und die Innenaufnahmen in Schwarzweiß zu filmen. Er drehte mit einer einfach zu bedienenden und günstigen Handkamera. Diese ermöglichte es ihm wiederum, schnell, flexibel und mit Improvisationen zu drehen.

Lelouch drehte ein in Form und Inhalt schönes französisches Drama, das sich mit betörenden Bildern liebevoll seien Charakteren und ihren Bemühungen um Überwindung leidvoller Erfahrungen widmet. Die Mischung aus teilweise banalem Inhalt und technischer Virtuosität, die Gefühle so unvermittelt einfing, machte den Filmemacher, der zum damaligen Zeitpunkt schon seit fünf Jahren Filme drehte, 1966 berühmt.

In Frankreich wurde das Werk mit 4,2 Millionen Zuschauern ein riesiger Erfolg, gewann die Goldene Palme, den Oscar und den Golden Globe für den "Besten fremdsprachigen Film" und - sehr außergewöhnlich, weil für einen nichtenglischsprachigen Streifen - auch den Academy Award für das "Beste Originaldrehbuch". Dazu waren noch Anouk Aimee als "Beste Hauptdarstellerin" und Lelouch für seine Regie für Oscars genannt. Aimee gewann den Golden Globe und den Britischen Filmpreis.

Ein Zuschauer aus Los Angeles schwärmt: "Dieser Film hat mich als 21-jähriger Student mit kaum Erfahrungen in Romanzen und Beziehungen tief bewegt. Er ist seit nunmehr 34 Jahren einer meiner Lieblingsfilme geblieben. Mit vielen Erfahrungen im Leben und in der Liebe schätze ich ihn immer noch so hoch ein. Er ist einfach exzellent."



Hier geht es zum kompletten TV-Programm



Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.