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Im Schatten des Zweifels mit Teresa Wright und Joseph...otten
Im Schatten des Zweifels mit Teresa Wright und Joseph Cotten
© Universal Pictures

TV-Tipp für Donnerstag (5.1.): Alfred Hitchcock's eigener Favorit

3sat zeigt "Im Schatten des Zweifels"

"Im Schatten des Zweifels", 3sat, 20:15 Uhr
Eine junge Frau (Teresa Wright) entdeckt, dass ihr die Familie besuchender Onkel (Joseph Cotten) nicht der Mann ist, der er zu sein vorgibt.

Im berühmten Interview mit Francois Truffaut im Jahr 1962 - gerade war "The Birds" veröffentlicht worden - antwortete Alfred Hitchcock auf die Frage, welches sein eigener Lieblingsfilm sei: "Shadow of a Doubt", eine der ersten US-Produktionen des britischen Regisseurs, gedreht genau 20 Jahre zuvor. Diese Ansicht untermauerte der Regisseur in weiteren Interviews. Und gemessen an den zeitgenössischen Kritiken, der heutigen Einschätzung des Werks und den Zuschauerreaktionen, wird keiner dem Meister seine Meinung in Abrede stellen.

Der Thriller verbindet zwei Dinge in Perfektion: Unter die Haut gehende, langsam steigende Spannung und subtil gezeichnete Charakterisierungen, die von ausgezeichneten Schauspielern getragen werden. Genau dies schätze Hitchcock an dieser Universal Pictures-Produktion: "Weil es eine dieser raren Gelegenheiten war, wo man die Charakterstudie mit Spannung verbinden konnte. Normalerweise ist in einer spannungsreichen Geschichte keine Zeit für Charakterentwicklung."

Untypisch für Alfred drehte der Filmemacher, der ungern das Studio verließ, vor Ort in der kalifornischen Kleinstadt Santa Rosa. Er war sich wohl bewusst, dass die Stadt mit damals 15 000 Einwohnern, von denen einige als Statisten mitwirkten, mehr als nur ein Hintergrund, sondern so etwas wie ein eigener Charakter war. Der Streifen von 1943 schildert im Grunde die Konfrontation einer Idylle mit Menschen, die anderen nichts Böses wollen und sich auch nicht vorstellen (oder vorstellen möchten), dass es Andere gibt, die böse Taten vollbringen, mit etwas Bösem, das mitten unter sie kommt. Der pechschwarze Rauch, der bei der Ankunft des Onkels aus dem Schornstein kommt, verheißt da schon nichts Gutes.

Dass Hitchcock mit Thornton Wilder den Autoren für das Drehbuch engagierte, der wie kein Zweiter das amerikanische Kleinstadtleben in dem Theaterstück "Our Town" von 1938 auf die Bühne gebracht hatte, war nur folgerichtig und ein Geniestreich. Die Idee zu "Shadow of a Doubt" stammt indes von Drehbuchautor Gordon McDonell, der dafür auch eine Oscar-Nominierung erhielt. Er hängte seine Geschichte an dem wahren Fall von Earle Leonard Nelson auf, der in den Zwanzigern als "Lustige Witwen-Mörder" bekannt geworden wahr.

1991 wurde "Shadow of a Doubt" als "kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsames Werk" in das National Film Registry der Library of Congress aufgenommen, um es der Nachwelt zu erhalten.

Ein britischer Zuschauer schreibt: "Der gesamte Film ist angespannt und spannend, gut gefilmt und realistisch. Er schafft es, sich auf die Familienbande und die Auseinandersetzungen innerhalb der Familie zu konzentrieren und zugleich das Thema eines Außenseiter-Familienmitglieds zu behandeln. Schlussendlich ist er aber vor allem ein nervenzerreißender Thriller, der immer noch zu einem der absolut besten seines Genres zählt."



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