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Die Mission mit Robert De Niro
Die Mission mit Robert De Niro
© Arthaus

TV-Tipp für Freitag (20.1.): Jeremy Irons und Robert De Niro im Dschungelkampf

ARD zeigt "Die Mission"

"Die Mission", ARD, 01:05 Uhr
Spanische Jesuiten-Mönche versuchen im 18. Jahrhundert in Südamerika, einen abgeschieden lebenden indianischen Stamm davor zu bewahren, unter die Herrschafft der sklaventreibenden Portugiesen zu bewahren.

Dieses britische Drama basiert zum Teil auf wahren Begebenheiten, die sich im Nachgang des Vertrags von Madrid von 1750 abspielten. Damals trat Spanien einen Teil Paraguays an Portugal ab. Der Erzähler im Film - der päpstliche Gesandte Cardinal Altamirano (Ray McAnally) - entspricht der historischen Figur, die 1752 von den Jesuiten nach Paraguay entsandt wurde, um die Übergabe des Landes mit sieben von den Mönchen für die Indios errichteten Dörfer zu überwachen. 1754 entflammte durch diese Vorgänge der zwei Jahre dauernde, so genannte Guarani-Krieg, in welchem die Indios ihre Heimat gegen die Spanier und Portugiesen zu verteidigen versuchten. Anders als auf der Leinwand dargestellt, standen die Jesuiten den Indios bei ihrem Kampf wohl nicht bei.

"The Mission" wurde von Roland Joffé für 17 Millionen Pfund in Argentinien an den Iguazú-Wasserfällen sowie in Cartagena und am Rio Magdalena in Kolumbien gefilmt. Eine der sieben Missionen - São Miguel das Missões - wurde für die Produktion nachgebaut. Die Guarani wurden von Mitgliedern des Wounaan-Volksstamms dargestellt.

Joffé und Drehbuchautor Robert Bolt ("Lawrence of Arabia") entwerfen die inneren Konflikte der Jesuiten differenziert und in langsamer ethischer Breite, wobei die Filmemacher in ihrer leidenschaftlichen und aufrichtigen Darstellung keinen Zweifel lassen, auf wessen Seite sie stehen. Das Werk sieht phantastisch aus, erzeugt eine eindringliche Atmosphäre, die Schauspieler mit Jeremy Irons und Robert De Niro an der Spitze sind durch die Bank großartig und die Musik von Ennio Morricone meisterhaft.

"The Mission" erhielt 1986 die Goldene Palme auf dem Filmfestival von Cannes und war im Jahr darauf für sieben Oscars nominiert: Als "Bester Film", für Regie, Kamera, Musik, Schnitt, Ausstattung und Kostüme, wobei nur Kameramann Chris Menges prämiert wurde. Morricone gewann für seinen Score den Britischen Filmpreis und den Golden Globe. Robert Bolt erhielt für sein Skript ebenfalls einen Golden Globe, während bei den Britischen Filmpreisen noch Cutter Jim Clark und Nebendarsteller Ray McAnally siegten. Trotz der positiven Kritiken und der Auszeichnungen floppte die Goldcrest-Produktion in den Kinos mit einem weltweiten Einspiel von lediglich 17 Millionen Dollar.

Eine australische Zuschauerin findet: "Dieser Film hat mich beim ersten Mal umgehauen. Er hat es in sich mit seiner Gegenüberstellung der Schönheit der Natur und der menschlichen Selbstaufopferung auf der einen sowie den Untiefen des menschlichen Egoismus und der Rücksichtslosigkeit auf der anderen Seite. Der Streifen zeigt verschiedene Charaktere, mit dessen Handlungen sich der Betrachter identifizieren kann, gibt aber keine einfachen Anworten über die Richtigkeit ihrer Aktionen. Die majestätischen Bilder der Iguazú-Fälle und die bewegende Musik von Ennio Morricone tragen zu einem unvergesslichen Filmerlebnis bei."



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