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Die Glorreichen Sieben - Vincent D'Onofrio, Martin...n Lee
Die Glorreichen Sieben - Vincent D'Onofrio, Martin Sensmeier, Manuel Garcia-Rulfo, Ethan Hawke, Denzel Washington, Chris Pratt und Byung-hun Lee
© Sony Pictures

DVD & Blu-Ray-Tipp der Woche: "Die glorreichen Sieben"

Neuverfilmung des Western mit Denzel Washington

Heute Abend überzeugt kein Spielfilm im Fernsehen - also sollten sich Kinofans ihr Programm selbst machen. Gerade ist auf Disc "Die glorreichen Sieben" erschienen, der Western des "Training Day"-Gespanns aus Regisseur Antoine Fuqua und den Darstellern Denzel Washington und Ethan Hawke.

"Die glorreichen Sieben"
Western
USA
133 Minuten
FSK 16

Sieben Revolverhelden versammeln sich, um einem armen Dorf im Kampf gegen brutale Diebe beizustehen.

Es ist eine heikle Sache, Klassiker, Meisterwerke oder populäre Streifen neu zu verfilmen, und im Fall von "The Magnificent Seven" war die Frage sicherlich berechtigt, warum das hervorragende Original von 1960, das seinerseits ein Remake des japanischen Meisterwerks "Die sieben Samurai" von 1954 gewesen war, wieder verfilmt werden sollte. Außer der banalen Antwort, dass seitdem über ein halbes Jahrhundert vergangen war, fand Regisseur Antoine Fuqua einen Grund in dem neuen, modernen ethnischen Betrachtungswinkel der Geschichte.

Der Yul Brynner-Streifen ist sehr im klassischen Hollywood verwurzelt, insofern hier sieben Weiße gegen hispanische Banditen kämpften. Bevor Fuqua das ihm während der Dreharbeiten zu "Southpaw" 2014 von MGM und Columbia Pictures angetragene Projekt übernahm, hatte sich - halbes Jahrhundert hin oder her - daran offenbar nicht viel geändert. Der afro-amerikanische Filmemacher musste feststellen, dass für die Rollen der "glorreichen Sieben" in der einst 2012 als Tom Cruise-Werk eingestielten Produktion wieder nur weiße Schauspieler vorgesehen waren. Antoine setzte gegenüber den Produzenten durch, dass statt dessen diesmal eine ethnisch bunte Truppe vor die Kamera kommen sollte: Neben seinem "Training Day"-Darsteller Ethan Hawke, Vincent D'Onofrio und Chris Pratt hob der Regisseur daher den Afro-Amerikaner Denzel Washington, den Koreaner Byung-hun Lee, den Mexikaner Manuel Garcia und den an einen Inuit erinnernden Martin Sensmeier aus dem US-Bundesstaat Alaska in die Pferdesattel. Überdies wertete er noch eine Frauenrolle auf, die mit Haley Bennett besetzt wurde. Und der Bösewicht ist diesmal mit Peter Sarsgaard wohl nicht ganz zufällig ein Weißer.

Die 90 Millionen Dollar teure Produktion wurde in den US-Bundesstaaten Louisiana, Colorado und New Mexico gedreht. Während der Dreharbeiten starb der designierte Komponist James Horner im Juni 2015 bei einem Flugzeugabsturz. Doch nach seinem Tod wurde bekannt, dass der Künstler bereits etwas komponiert hatte. Fuqua entschied sich, diese Musik zu nutzen und beauftragte den Komponisten Simon Franglen, der mit Horner befreundet gewesen war, den Score zu Ende zu komponieren. "The Magnificent Seven" ist damit die letzte Kompostion des im Alter von 61 Jahren verunglückten James Horner.

Als "The Magnificent Seven" in die Kinos kam, war das wohl meistgebrauchte Adjektiv in den überwiegend gewogenen Kritiken "solide". An das Original kam die neue Version - wie zu vermuten gewesen war - nicht heran, aber für sich genommen war Fuqua und seinem Team ein einigermaßen kurzweiliger Streifen gelungen, der mit weltweit 160 Millionen Dollar ein mäßiger Erfolg wurde.

Kritikerin Jacqueline Coley schrieb in "Black Girl Nerds": "Wer hier ein Meisterwerk erwartet, wird schwer enttäuscht werden. Aber wer zwei Stunden Gelächter, Kugeln, Raufereien und vielleicht ein paar Tränen möchte, für den ist der Film eine annehmbare Zerstreuung.
"



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