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Edge of Seventeen mit Hailee Steinfeld und Woody Harrelson
Edge of Seventeen mit Hailee Steinfeld und Woody Harrelson
© Sony Pictures

DVD & Blu-Ray-Tipp der Woche: "The Edge of Seventeen"

Hailee Steinfeld im Teenager-Tumult

Am Dienstagabend zeigt keiner der großen TV-Sender einen Kinofilm. Gelegenheit, das Heimkino anzuschmeißen und mit einem Spielfilm zu bestücken, der in die Kategorie "Unentdeckte Diamanten" fällt: Die wunderbare Komödie "The Edge of Seventeen", die hier nicht mal ins Kino gekommen ist und ihre Premiere auf DVD & Blu-Ray feiern muss.

"The Edge of Seventeen"

Komödie
USA
105 Minuten
FSK 12

Das Leben einer High-School-Schülerin (Hailee Steinfeld) wird noch unerträglicher, als ihre beste Freundin (Haley Lu Richardson) mit ihrem älteren Bruder (Blake Jenner) zum Paar wird.

Ihr zweites Drehbuch schickte Kelly Fremon Craig an den "Simpsons"-Erfinder und dreifachen Oscar-Gewinner James L. Brooks ("Zeit der Zärtlichkeit") in der Hoffnung, der Regisseur und Drehbuchautor würde Gefallen an dem Skript finden und es produzieren. Ein Schuss ins Blaue, aber er saß - und wie! Brooks war von dem scharfsinnigen Drehbuch begeistert, erklärte sich bereit, zusammen mit Craig die Komödie mit einem Budget von 9 Millionen Dollar zu produzieren und der damals 34-Jährigen zu ihrem Regiedebut zu verhelfen. Obendrauf gab es in einer Nebenrolle noch den Hochkaräter Woody Harrelson.

Craig drehte in Kalifornien und im kanadischen Vancouver und British Columbia und besonders dank der herausragenden Leistung von Hailee Steinfeld, die für den Golden Globe nominiert wurde, gelang ihr mehr als nur eine weitere Geschichte des Aufwachsens, sondern die weiseste und klügste Teenager-Komödie seit Jahren.

Leider erlitt die STX Entertainment-Produktion das Schicksal vieler guter Produktionen: Auf Festivals wie in Toronto gefeiert, mit zahlreichen Preisen und Nominierungen bedacht, mit einhellig lobenden Kritiken gesegnet, um dann von zu wenig Zuschauern beehrt zu werden. "The Edge of Seventeen" floppte im Herbst letzten Jahres. Dass die Filmemacher nicht bereit waren, Kompromisse für eine niedrige Altersfreigabe zu machen und ihr Werk so im Grunde nur für Erwachsene zu sehen war, ehrt sie, sperrte aber einen wichtigen Part des Publikums aus, um die sich der Streifen ja sogar dreht: Die Teenager. Nur 14 Millionen Dollar konnte der Film an den US-Kinokassen einnehmen. Dass er hierzulande nicht mal auf eine Leinwand kam, spricht Bände. Jetzt besteht zum Glück die Möglichkeit, das Sehvergnügen auf den Flachbildschirm zu holen.

Kritiker Jim Schembri schwärmte in "3AW": "Der Film trifft den pubertierenden Nagel mit sicherem Griff so gründlich auf den Kopf, dass er mit Abstand einer der besten und ehrlichsten Streifen über die Turbulenzen, Freuden und völlige Verwirrung der Teenager-Jahre wird."

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