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Der Schakal mit Edward Fox
Der Schakal mit Edward Fox
© Universal Pictures

TV-Tipp für Donnerstag (4.5.): Frankreich im Fadenkreuz

3sat zeigt "Der Schakal"

"Der Schakal", 3sat, 22:25 Uhr
Ein professioneller Auftragsmörder (Edward Fox) mit dem Decknamen "Schakal" plant ein Attentat auf den französischen Präsidenten Charles de Gaulle.

Am 22. August 1962 eröffneten Attentäter der Organisation de l’armée secrète (OAS) das Feuer auf den Wagen des französischen Präsidenten Charles de Gaulle südlich von Paris. Das Attentat wurde von rund einem Dutzend Männern mit meist militärischem Hintergrund verübt, welche die Ablösung der Kolonie Algerien von Frankreich, über die de Gaulle verhandelte, torpedieren wollten. Bereits im September 1961 war der Präsident einem Bombenanschlag nur knapp entgangen. Auch den zweiten Anschlag überlebte er; der Anführer des Kommandos Oberstleutnant Jean Bastien-Thiry wurde gefasst, zum Tode verurteilt und hingerichtet.

1971 nutzte der britische Autor Frederick Forsyth die wahren Begebenheiten als Grundlage für seinen Roman "The Day of the Jackal", der geschickt Fakten und Fiktion mischte und ein großer Erfolg bei Kritik und Lesern wurde. Universal Pictures sicherten sich die Filmrechte und engagierten Fred Zinnemann ("Zwölf Uhr mittags") für die Regie des britischen Thrillers.

Dieser strebte größtmögliche Authentizität an, drehte vor Ort in Frankreich, Großbritannien, Italien und Österreich und konnte auch an Plätzen drehen, die bis dahin nicht für Filmproduktionen geöffnet worden waren wie im Pariser Innenministerium. Auch erhielt die Crew eine Drehgenehmigung auf dem Champs-Élysées während der Parade am Nationalfeiertag 14. Juli.

Zinnemann lässt seinen Film präzise ablaufen wie ein Uhrwerk, nüchtern und zurückhaltend erzählt, mit wenig Filmmusik oder inszenatorischen Mätzchen. Die Spannung ergibt sich allein aus der Konstellation, ob es der französischen Polizei und ihrem Kommissar Claude Lebel (Michael Lonsdale) gelingen wird, den geschickten Attentäter an seiner Tat zu hindern. Teilweise entfaltet sich das Geschehen minutenlang ohne Dialoge.

Der von der Kritik gelobte Streifen war 1973 ein solider Erfolg beim Publikum. Ralph Kemplen wurde für seinen Schnitt für den Oscar nominiert und erhielt den Britischen Filmpreis. Die Produktion verzeichnete sechs weitere BAFTA-Nominierungen (darunter als "Bester Film") und drei Golden Globes-Nominierungen (darunter ebenfalls als "Bester Film").

Ein britischer Zuschauer lobt: "Manche Filme verströmen Klasse, und dieser ist ein Beispiel dafür. Man kann ihn sich immer wieder ansehen, ohne dass er langweilig wird. Selbst wenn man weiß, was passiert und die Spannung raus ist, ist es immer noch ein faszinierendes Seherlebnis. Der Streifen legt ein ordentliches Tempo vor, und die vielen verschiedenen Drehorte in den unterschiedlichen Ländern sind großartig gefilmt."



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