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US-Filmstarts: "Wonder Woman" vollbringt das DC-Wunder

Endlich gute Kritiken für den Marvel-Konkurrenten

Es ist schlussendlich passiert. Und für all diejenigen, die für mehr Künstlerinnen in der Filmindustrie plädieren und kämpfen, dürfte es eine große Genugtuung sein. Ausgerechnet "Wonder Woman", inszeniert von Patty Jenkins ("Monster") und mit Gal Gadot in der Titelrolle, bricht den Bann der DC Entertainment-Verfilmungen durch Warner Brothers. Die fast durchgehend hymnischen Kritiken und begeisterten Zuschauer sind Ausweis, dass dem Damenduo endlich eine qualitativ hochwertige Comic-Verfilmung gelungen ist, die mit den Marvel-Adaptionen durch Walt Disney Studios mithalten kann. Nach den durchwachsenen bis schlechten Besprechungen, die "Man of Steel", "Batman v Superman: Dawn of Justice" und "Suicide Squad" über sich ergehen lassen mussten, hatten DC-Fans schon von einer Verschwörung der Journalisten gemutmaßt, die automatisch alles Marvel-hafte hochleben ließen und alles DC-mäßige verdammten.

Damit ist nun Schluss, und für "Wonder Woman" und Warner Brothers Pictures sind die Aussichten mit einem Mal rosig. Von 90 bis 115 Millionen Dollar reicht die Voraussage der Analysten für das Startwochenende der 149 Millionen Dollar teuren Produktion, die damit natürlich locker den ersten Platz in den Top Ten von "Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales" übernehmen würde. 4165 Kinos haben den Streifen ins Programm genommen, der gestern Abend bei den Vorpremieren bereits exzellente 11 Millionen Dollar in die Scheuer bringen konnte, was auf dem Niveau von "Guardians of the Galaxy" liegt, der 2014 dann sein Premierenwochenende mit 94 Millionen Dollar abschloss.

Noch ein Superheld, allerdings ganz anderer Provenienz, debutiert an diesem Wochenende: "Captain Underpants: The First Epic Movie" ist die letzte DreamWorks Animation-Produktion, die von 20th Century Fox in die Lichtspielhäuser gebracht wird, und richtet sich an ein etwas anderes Publikum als "Wonder Woman". Der Animationsstreifen mit den Stimmen von Kevin Hart und Ed Helms fußt auf den populären Kinderromanen von Dav Pilkey, die seit 1997 veröffentlicht worden sind und von denen es bis jetzt zwölf Stück gibt, zudem noch einige Ableger mit Figuren aus den Büchern. In den Romanen hypnotisieren zwei Viertklässler ihren übellaunigen Schulleiter, der daraufhin zum Superhelden wird.

Was sich eher abschreckend anhört und von den Bildern her als allenfalls für Viertklässler geeignet scheint, überrascht ebenso wie "Wonder Woman" positiv. Regisseur David Soren ("Turbo") hat die ihm zur Verfügung stehenden 38 Millionen Dollar scheinbar weise genutzt, den sowohl die Kritiker als auch die ersten Zuschauer sind von dem Zeichentrickspaß sehr angetan, der jetzt als Alternativprogramm zu "Wonder Woman", "Pirates of the Caribbean" und "Guardians of the Galaxy Vol. 2" für Familien an Attraktivität gewonnen haben dürfte. Branchenkenner rechnen mit 20 bis 28 Millionen Dollar Umsatz in den 3434 Spielorten.


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