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Martin Landau stirbt mit 89 Jahren

Oscar-Preisträger arbeitete bis zuletzt

Im Alter von 89 Jahren ist vorgestern Martin Landau in Los Angeles gestorben. Der Schauspieler, der auf eine 60 Jahre lange Karriere zurückblicken konnte, hat bis zuletzt gearbeitet. Die Aufführung seines nun letzten Werks, des Independent-Dramas "Without Ward", steht in den USA für den 22. August an. Sein Tod erfolgte aufgrund "unerwarteter Komplikationen" nach einem kurzen Aufenthalt im Universitätskrankenhaus von Los Angeles, wie sein Sprecher "The Hollywood Reporter" erklärt hat.

Landau wird besonders mit zwei Rollen in Erinnerung bleiben: Als Rollin Hand in der Fernsehserie "Mission: Impossible", für die er von 1967 bis 1969 dreimal hintereinander für einen Emmy nominiert wurde, und als ungarischer Dracula-Darsteller Bela Lugosi in "Ed Wood". Seine grandiose tragikomische Darstellung und der Höhepunkt seiner Karriere brachten ihm 1995 wohlverdient den Oscar, den Golden Globe und den Screen Actors Guild Award ein. 2001 ehrte ihn Hollywood mit einem Stern auf dem Walk of Fame.

Martin wurde am 20. Juni 1928 in New York City als Sohn eines aus Österreich stammenden Metallarbeiters geboren. Mit 17 Jahren begann er, als Zeichner für die "Daily News" zu arbeiten, wechselte aber mit 22 Jahren ins Schauspielfach. Landau war zusammen mit James Dean und Steve McQueen 1955 Schüler im Actors Studio in New York City. Ab 1953 trat er ab und an im Fernsehen auf, bevor er 1957 mit "Middle of the Night" sein Broadway-Debut gab und dann 1959 mit einem sehenswerten Doppelschlag erstmals auf der Leinwand erschien: In dem Abenteuerfilm "Pork Chop Hill" ("Mit Blut geschrieben") mit Gregory Peck und dem Thriller "North by Northwest" ("Der unsichtbare Dritte") von Alfred Hitchcock.

In den Sechzigern arbeitete er in Nebenrollen mit großen Regisseuren zusammen, so mit Joseph Mankiewicz bei "Cleopatra", mit George Stevens bei "The Greatest Story Ever Told", mit John Sturges bei "The Hallelujah Trail" ("Vierzig Wagen westwärts") und mit Henry Hathaway bei "Nevada Smith".

Dem breiten Fernsehpublikum wurde Landau dann ab Mitte der Sechziger durch seine Rolle in "Mission: Impossible" bekannt, die in Deutschland als "Kobra, übernehmen Sie" ausgestrahlt wurde. Hier war sein ganzes Können gefragt, denn er musste sich verkleiden, verschiedene Akzente sprechen und manchmal Doppelrollen spielen - von der Person, als die er sich verkleidete, und der Person selbst - so wie später Tom Cruise oder Philip Seymour Hoffman in den "Mission: Impossible"-Kinoversionen. Die Serie lief von 1966 bis 1973; Martin stieg allerdings nach drei Staffeln 1969 aus. In den Siebzigern wirkte er in einer weiteren TV-Serie mit: "Space: 1999" lief in Deutschland als "Mondbasis Alpha".

Das kommende Jahrzehnt brachte wenig erinnerungswürdige Produktionen mit sich, bis Landau 1988 in "Tucker: The Man and His Dreams" von Francis Ford Coppola auftrat, für den der damals 60-Jährige seine erste Oscar-Nominierung als "Bester Nebendarsteller" erhielt, was er ein Jahr später wiederholte, als man ihn für seine Leistung als "Bester Nebendarsteller" in "Crimes and Misdemeanors" ("Verbrechen und andere Kleinigkeiten") von Woody Allen nannte. Aller guten Dinge sollten dann 1995 drei sein, als Martin den Goldjungen für Tim Burton's "Ed Wood" als "Bester Nebendarsteller" erhielt.

In den nuller Jahren war der Mime wieder verstärkt auf dem Bildschirm zu sehen, nachdem er in den Neunzigern in Nebenrollen unter anderem in "Mistress", "Sliver", "Intersection" ("Begegnungen"), "EdTV", "Rounders" und 2001 in "The Majestic" von Frank Darabont zu sehen gewesen war. Im TV trat er in den Serien "The Evidence", "Entourage" und "Without a Trace" auf. Für letztere Serie erhielt er zwei Emmy-Nominierungen; für "Entourage" eine weitere.

Martin Landau war von 1957 bis 1993 mit der Kollegin Barbara Bain verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter Susan und Juliet.



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