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Planet der Affen mit Charlton Heston
Planet der Affen mit Charlton Heston

TV-Tipp für Donnerstag (3.8.): Charlton Heston wünscht alle zur Hölle

Kabel1 zeigt "Planet der Affen"

"Planet der Affen", Kabel1, 20:15 Uhr
Ein Astronaut (Charlton Heston) landet in ferner Zukunft auf einem Planeten, auf dem intelligente, sprechende Affen die dominante Spezies sind, während Menschen versklavt werden.

Dass "Planet of the Apes" 1968 Filmgeschichte geschrieben hat, merkt man allein schon daran, dass heute - ein gutes halbes Jahrhundert später - mit "War for the Planet of the Apes" ein weiterer Teil der Saga in unseren Kinos startet. Das Original war 1968 ein bahnbrechender Erfolg bei Kritik und Publikum und zog sofort vier Fortsetzungen bis 1973 nach sich, die allerdings - genauso wie die Neuverfilmung von Tim Burton 2001 - nicht an die Qualität dieses Streifens heranreichten. Dies ist erst wieder der 2011 neu gestarteten Trilogie gelungen.

Dass 20th Century Fox dem Film grünes Licht gaben, hing an einem Make-up-Test. Dreh- und Angelpunkt der Produktion war die Darstellung der Affen. Sollten die Schauspieler mit den Masken von John Chambers unglaubwürdig oder gar albern aussehen, dann hatte man keinen Film. Doch die großartigen Masken von Chambers, die Edward G. Robinson, Linda Harris und James Brolin in einem Leinwandtest mit Charlton Heston 1966 - zwei Jahre vor Drehstart - trugen, überzeugten das Fox-Management.

Die Handlung basiert lose auf dem französischen Roman "La Planète des singes" von Pierre Boulle aus dem Jahr 1963, an dem sich Produzent Arthur P. Jacobs schon vor Veröffentlichung die Verfilmungsrechte gesichert hatte. In ersten Drehbuchfassungen war die Affengesellschaft so modern wie das Amerika der Sechziger; um Kosten für Kulissen, Requisiten und Effekte einzusparen, überarbeitete Michael Wilson das Skript von "Twilight Zone"-Autor Rod Serling dahingehend, die Affengemeinschaft wesentlich primitiver in Hütten, Höhlen und zu Pferde darzustellen.

Regisseur Franklin J. Shaffner drehte den Science Fiction-Film für knapp 6 Millionen Dollar in den US-Bundesstaaten Arizona, Kalifornien und Utah. Das Auftragen des Affen-Make-ups dauerte jeden Tag drei bis fünf Stunden und beschäftigte rund 80 Maskenbildner. Die langwierige Prozedur und die Tatsache, dass man die Maske den ganzen Tag tragen musste, hatten Edward G. Robinson von dem Projekt Abstand nehmen lassen. Der damals 74-Jährige entschied, dass er dem körperlich nicht mehr gewachsen war. Maurice Evans übernahm seinen Part als Dr. Zaius. Komponist Jerry Goldsmith versah "Planet of the Apes" mit einer ungewöhnlichen, weil atonalen und experimentellen Musik, die unter anderem von Instrumenten wie Metallschüsseln und Blechbläsern ohne Mundstücke gespielt wurde.

Bei der Oscar-Verleihung wurde Goldsmith ebenso nominiert wie Morton Haack für seine Kostüme, während John Chambers einen Ehren-Oscar für seine Affenmasken erhielt. Es gab 1969 noch keine Make-up-Kategorie bei den Academy Awards; diese wurde erst 1981 eingeführt.

"Planet der Affen" ist eines der Werke, das in perfekter Mischung beides bietet: Drama und Action, verbunden mit zum Nachdenken anregenden Fragen über unsere Kultur und einem subtilen sozialen Kommentar zu Fragen von Rassismus, Rassentrennung und staatlich organisierter Gesinnungsschnüffelei - Themen, welche die USA in den Fünfzigern und Sechzigern bewegten. Heute wiederum kann man in Zeiten radikalen Islamismus den Streifen besonders hinsichtlich seiner Spiegelung einer Theokratie - eines Gottesstaates, der sich auf überlieferte und angeblich unumstößliche Gesetze gründet - lesen.

Mit allein 32 Millionen Dollar in den USA - das entspräche heute 215 Millionen Dollar und wäre auf dem Niveau von "Fast & Furious 8" - wurde der Film ein Riesenerfolg an den Kinokassen. 2001 nahm die US-Library of Congress "Planet of the Apes" als "kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsames Werk" in das National Film Registry auf, um es der Nachwelt zu erhalten.

Eine englische Zuschauerin schreibt: "In den letzten Jahren werden Science Fiction-Filme mit Computereffekten und lächerlichen Stunts überfrachtet, und irgendwann sehen sie alle gleich aus. 'Planet der Affen' musste ohne CGI auskommen und verließ sich auf seine wegweisenden Masken und seine packende Handlung - und erschüttert den Zuschauer in seinen Grundfesten."



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