Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück...Ford
Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück mit Carrie Fisher und Harrison Ford
© Lucasfilm Ltd.

TV-Tipps für Samstag (7.10): Rebellen unter Druck

Pro7 zeigt Meisterwerk "Das Imperium schlägt zurück"

Die Fernbedienung hat am Samstagabend Pause - beide Empfehlungen laufen auf Pro7. Zunächst im Hauptprogramm der zweite "Star Wars"-Streifen, das Meisterwerk "Das Imperium schlägt zurück", und im Spätprogramm der Keanu Reeves-Fantasy-Film "Constantine".

"Star Wars: Episode V: Das Imperium schlägt zurück", Pro7, 20:15 Uhr
Nachdem die Rebellen vom Imperium brutal von ihrer neu aufgebauten Basis vertrieben worden sind, lässt sich Luke Skywalker (Mark Hamill) von Meister Yoda als Jedi unterweisen, während seine Freunde von Darth Vader (David Prowse) in dessen Plan, Luke gefangen zu nehmen, verfolgt werden.

Nach dem gigantischen Erfolg von "Star Wars", der 1977 nicht nur der erfolgreichste Film des Jahres wurde, sondern abgesehen von "Gone with the Wind" so viele Karten verkauft hatte wie kein Streifen zuvor und zum kulturellen Phänomen geworden war, machte sich Regisseur und Drehbuchautor George Lucas daran, flugs eine Fortsetzung zu schreiben.

Doch es war nicht so einfach, die "Star Wars"-Saga weiter zu erzählen. Der Filmemacher engagierte die Science Fiction-Autorin Leigh Brackett, deren erster Drehbuchentwurf zu "Star Wars II" ihm Anfang 1978 aber nicht zusagte. Brackett verstarb dann tragischerweise an Krebs, so dass Lucas zunächst allein an dem Skript arbeitete und dann Lawrence Kasdan, dessen Drehbuch zu "Raiders of the Lost Ark" ihn beeindruckt hatte, beauftragte, es zu vollenden. Dabei kam auch eine entscheidende Handlungswendung ins Skript, die George so lang wie möglich vor der Besetzung und dem Stab geheim hielt, um die Überraschung beim Publikum - die keine mehr für diejenigen ist, die zunächst die später gedrehte "Episode III - The Revenge of the Sith" gesehen haben - zu garantieren. Danach entschied sich der "Star Wars"-Erfinder, eine Trilogie anzulegen und aus "Episode II" wurde "Episode V".

Nach seiner frustrierenden Regieerfahrung beim ersten Teil entschloss sich Lucas, nur als Produzent in Erscheinung zu treten. Als Nachfolger auf dem Regiestühlchen engagierte er seinen ehemaligen Professor an der School of Cinematic Arts an der University of Southern California. Irvin Kershner war eine überraschende Wahl, denn der Filmemacher hatte noch keine solche Großproduktion verantwortet, sollte das Werk aber trotz aller äußeren Widrigkeiten wie Schneestürmen in Norwegen oder einem Brand in den Londoner Elstree Studios, der Kulissen vernichtete, hervorragend meistern.

George Lucas hatte den Ehrgeiz, sein Projekt selbst zu finanzieren und sich von keinem Studio abhängig zu machen. Er brachte das Budget selbst - zum Teil auch durch Kredite - auf. Dieses war mit 18 Millionen Dollar doppelt so hoch wie das des ersten Teils, auch weil mit 60 doppelt so viele Kulissen aufgebaut werden mussten. Doch als durch die diversen Probleme das Budget auf 33 Millionen Dollar explodierte, womit "The Empire Strikes Back" zu einem der teuersten Filme seiner Zeit wurde, musste Lucas doch wieder zu 20th Century Fox zurückkehren, um um finanzielle Unterstützung zu bitten.

Wie schon beim ersten Teil merkt man dem Science Fiction-Film seine schwierige Entstehungsgeschichte nicht an: Der düstere und unheilvolle, aber letztlich mitreißende Streifen widersetzte sich den Zuschauererwartungen und hob die Reihe auf ein höheres emotionales Niveau. Viele Fans meinen, dies sei der beste Teil der gesamten, inzwischen sieben Parts umfassenden Saga.

Dass die Kritiken damals nur gemischt ausfielen, brauchte die Filmemacher nicht zu jucken: Mit weltweit 450 Millionen Dollar wurde "The Empire Strikes Back" der erfolgreichste Film des Jahres 1980. Innerhalb von drei Monaten war das Budget wieder drin, und Lucas konnte an seine Angestellten Boni in Höhe von 5 Millionen Dollar ausschütten.

Auch die Industrie zollte ihren Respekt vor diesem Meisterwerk: Ton und Spezialeffekte gewannen den Oscar, Musik und Ausstattung erhielten Nominierungen. Komponist John Williams erhielt den Britischen Filmpreis für seinen Soundtrack.

Ein britischer Zuschauer aus Manchester schwärmt: "Eine wundervolle Geschichte, ein ebenso gutes Drehbuch mit einigen brillanten Dialogen und Spezialeffekten, ist dieser Film ein leuchtendes Beispiel dafür, warum die Zuschauer die Trilogie so sehr lieben. Düsterer und erwachsener, ist diese Fortsetzung besser als das Original, weil sie nicht so schwarz und weiß ist. Ein Meisterwerk aus eigenem Recht."



"Constantine", Pro7, 22:50 Uhr
Ohne dass wir es ahnen oder sehen können, ist unsere Welt von guten und bösen Geistern bevölkert. Einer, der die Gabe hat, diese Wesen zu sehen, ist der Detektiv John Constantine (Keanu Reeves), der diesen Anblick nicht mehr ertragen kann und versucht, sich das Leben zu nehmen. Vor dem Tod gerettet, der Hölle entronnen, ist Constantine nun verdammt, zwischen Himmel und Hölle zu stehen. Als eine Polizistin (Rachel Weisz) ihn um Hilfe bittet, den Mord an ihrer Zwillingsschwester aufzuklären, wird er immer tiefer in einen existenziellen Kampf zwischen Gut und Böse verwickelt.

John Constantine ist eine Figur aus dem DC Comic-Universum, die erstmals 1985 in einem "Hellblazer"-Comic auftauchte und 1988 ihr eigenes Magazin erhielt. Dieser Fantasy-Film von 2005 greift hauptsächlich eine Geschichte von 1991 auf, verändert dabei aber einiges im Vergleich zur Vorlage - nicht zuletzt den Wechsel des Handlungsorts von London nach Los Angeles.

Produzentin Lauren Shuler Donner hatte bereits 1997 begonnen, eine Filmversion der Comic-Figur auf die Leinwand zu bringen. Tarsem Singh ("Self/Less") sollte 2002 mit Nicholas Cage in der Hauptrolle starten, aber Singh stieg aus der Produktion aus, was eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Regisseur und Warner Brothers nach sich zog. An seiner Stelle vertraute man das 100 Millionen Dollar teure Projekt einem Frischling an: Francis Lawrence hatte bis daher nur Musikvideos gedreht. Inzwischen ist er dank dreier "Hunger Games"-Filme ein etablierter Filmemacher.

Sein Streifen überzeugt durch die gute handwerkliche Produktion und die vielversprechende Idee, lässt aber einen erzählerischen Schwerpunkt vermissen. Die Kritiken waren nur gemischt, die Zuschauerreaktionen etwas freundlicher, und mit weltweit 230 Millionen Dollar war das Werk ein Erfolg. Dennoch lässt die immer mal wieder ins Gespräch gebrachte Fortsetzung auf sich warten.

Ein amerikanischer Zuschauer meint: "Die Spezialeffekte sind toll, und es gibt viele Szenen, deren Bilder im Gedächtnis bleiben werden. Man kriegt genügend Action, coole Waffen und Atem beraubende Szenen geboten. Aber am wichtigsten war, dass ich mich wirklich in diese Welt hineinversetzt fühlte."



Hier geht es zum kompletten TV-Programm



Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.