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Rain Man - Tom Cruise und Dustin Hoffman
Rain Man - Tom Cruise und Dustin Hoffman
© Universal Pictures International

TV-Tipp für Donnerstag (21.12.): Dustin Hoffman leidet unter Autismus

3sat zeigt "Rain Man"

"Rain Man", 3sat, 22:25 Uhr
Ein selbstsüchtiger Yuppie (Tom Cruise) wird im Testament seines Vaters zu Gunsten seines ihm bislang unbekannten Bruders (Dustin Hoffman) übergangen, der als Autist in einer Klinik lebt. Kurzerhand nimmt er den kranken Bruder auf eine Reise quer durch Amerika mit.

Dieses Drama ist einer der Triumphe in der an großartigen Darstellungen nicht gerade armen Karriere von Dustin Hoffman. Und während seine Teilnahme an der MGM-Produktion von Beginn an vorgesehen war, so doch nicht in der Rolle des Autisten Raymond Babbitt, sondern zunächst im Part, den später dann Tom Cruise übernehmen sollte. Für Raymond kontaktierte die Schauspieleragentur CAA zunächst Bill Murray. Als dieser absagte, erhielt Hoffman die Rolle.

Drehbuchautor Barry Morrow hatte die Idee zu dem Streifen entwickelt, nachdem er von Laurence Kim Peek erfahren hatte, einem Amerikaner mit einer Inselbegabung. Peek verfügte über ein unglaubliches Gedächtnis und konnte unter anderem den Inhalt von 12 000 Büchern Wort für Wort wiedergeben, nachdem er ein Buch nur einmal gelesen hatte. Aber er war nicht in der Lage, motorisch einfache Vorgänge wie das Aufknöpfen eines Hemdes durchzuführen oder sich in gesellschaftlichen Zusammenhängen zu bewegen. Medizinisch wurde er mit der Diagnose Autismus bedacht, was sich im Nachhinein zwar als falsch herausstellte, aber Morrow den Ausgangspunkt für sein Skript zu "Rain Man" lieferte.

Der immens populäre Streifen, der mit einem weltweiten Einspiel von 355 Millionen Dollar - das entspräche heute etwa 730 Millionen Dollar und damit der weltweiten Zuschauerzahl von "Suicide Squad" - der erfolgreichste Film des Jahres 1988 war, machte die breite Öffentlichkeit erstmals mit dem Krankheitsbild des Autismus bekannt, erweckte dabei aber den Eindruck, das dies mit zahlreichen Inselbegabungen einher geht, was nicht stimmt.

Regisseur Barry Levinson drehte vor Ort in Los Angeles, Cincinnatti und Las Vegas und in der Wüste nahe des kalifornischen Palm Springs für 25 Millionen Dollar. Da der Streik der Drehbuchautoren begonnen hatte, wurde das Skript nicht ganz fertig. Vielleicht hätte unter anderen Umständen die Handlung etwas fokussierter gewirkt und der Film mehr wie aus einem Guss, aber dank der beeindruckenden Inszenierung von Levinson und der starken Darstellungen von Cruise und insbesondere Hoffman fesselt das Werk in seinen tragischen Situationen und amüsiert mit seinen komischen Komponenten.

"Rain Man" wurde für acht Oscars nominiert und konnte davon vier Hauptpreise gewinnen: Als "Bester Film", für Regie, Drehbuch und Hauptdarsteller Dustin Hoffman. Leer gingen Kameramann John Seale, der deutsche Komponist Hans Zimmer - für den dies seinen Durchbruch in Hollywood bedeutete -, Cutter Stu Linder und die Ausstatter aus. Bei den Golden Globes gewannen der Film und Hoffman; nominiert waren Regie und Drehbuch. Bei den Britischen Filmpreisen lagen das Drehbuch, Hauptdarsteller Hoffman und Cutter Lindner im Rennen.

Ein Zuschauer meint: "Wo soll man beginnen, diesen Film zu preisen? Sicherlich mit Dustin Hoffman. Ich bin verblüfft, was er in dieser Rolle erreicht hat. Den leeren Gesichtsausdruck, die monotone Stimme, das Schreien - es war unglaublich. Niemals gab es einen gerechtfertigteren Oscar-Sieg. Tom Cruise ist auch sehr gut als Schurke des Stückes, der eine solche subtile Wandlung durchmacht, das man es bis zum Schluss fast gar nicht bemerkt. Ich habe wohl keine berührendere Szene gesehen, als die im Motelzimmer, in der Charlie alias Cruise erkennt, wer der Rain Man wirklich ist. Absolut wundervoll."



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