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Kevin - Allein zu Haus - Macaulay Culkin
Kevin - Allein zu Haus - Macaulay Culkin
© 20th Century Fox

TV-Tipps für den 2. Weihnachtstag: Macaulay Culkin ist Weihnachten allein

Sat1 zeigt "Kevin allein zu Haus"

Am 2. Weihnachtstag sind US-Komödien die erste Wahl: Kabel1 macht mit "Die Glücksritter" mit Dan Aykroyd und Eddie Murphy den Auftakt im Hauptprogramm, während Sat1 im Nachtprogramm mit "Kevin allein zu Haus" mit Macaulay Culkin einen der populärsten Weihnachtsfilme zeigt.

"Die Glücksritter", Kabel1, 20:15 Uhr
Ein hochnäsiger Investor (Dan Aykroyd) und ein gerissener Straßenbetrüger (Eddie Murphy) tauschen als Teil einer Wette zwischen zwei herzlosen Millionären (Don Ameche und Ralph Bellamy) ihre Plätze.

"Trading Places" lautet der Originaltitel dieser US-Komödie aus dem Jahr 1983. Dahinter verbirgt sich ein Wortspiel: "Trading places" heißt übersetzt "Plätze tauschen", aber auch "Handelsplatz" und damit die Börse, wo Waren und Geld gehandelt werden. Vor diesem Hintergrund stellt die Paramount Pictures-Produktion die alte Frage, was die Möglichkeiten eines Menschen mehr begünstigt: Seine genetischen Anlagen oder das soziale Umfeld, in das er hineinwächst.

Schon der US-Autor Mark Twain hatte diese Frage zur Grundlage seines Romans "The Prince and the Pauper" ("Der Prinz und der Bettelknabe") im Jahr 1881 und seiner Kurzgeschichte "The Million Pound Bank Note" im Jahr 1893 gemacht. Das Autorenduo Timothy Harris und Herschel Weingrod ("Space Jam") knüpft nun mit seiner sehr sympathischen Sozialsatire daran an. Zwar ist der eigentlich ernste sozialkritische Ausgangspunkt schnell abgehakt, macht dann aber Platz für die von Regisseur John Landis ("Blues Brothers") temporeich und turbulent inszenierte Geschichte mit anarchischem Witz, die von dem geschickten Zusammenspiel von Dan Aykroyd und Eddie Murphy getragen wird.

"Trading Places" erhielt gute Kritiken und wurde bei Produktionskosten von 15 Millionen Dollar mit einem Umsatz von 90 Millionen Dollar in den USA ein großer Erfolg. Sogar eine Oscar-Nominierung gab es für die Musik von Elmar Bernstein. Bei den Golden Globes waren der Film und Hauptdarsteller Eddie Murphy nominiert. Bei den Britischen Filmpreisen gewannen Nebendarstellerin Jamie Lee Curtis und Nebendarsteller Denholm Elliott, während das Drehbuch nominiert war.

Ein Zuschauer schreibt: "Der Film beweist sofort vom Vorspann an Qualität. Hier gibt es kein Füllmaterial - jeder Dialog ist erinnerungswürdig. Intelligente und alberne Witze sind gemischt, ohne dass auf Toilettenhumor zurück gegriffen wird. Das Drehbuch erreicht mit seiner Gesellschaftskritik Tiefe, ohne die Sprüche zu opfern oder das Tempo zu verlangsamen. Die Besetzung ist großartig, und die beiden Hauptdarsteller machen das Meiste aus ihren Figuren, aber übertreiben nie, dank auch des flotten Schnittes. Die Handlung wird ein bisschen bizarr, aber zu dem Zeitpunkt ist man schon für den Film gewonnen, und das Ende ist pure Freude."



"Kevin allein zu Haus", Sat1, 01:35 Uhr
Ein Achtjähriger (Macaulay Culkin) wird versehentlich während der Weihnachtsferien alleine zu Hause zurückgelassen und muss sein Heim gegen zwei Einbrecher (Joe Pesci und Daniel Stern) verteidigen.

Ursprünglich war diese Komödie bei Warner Brothers angesiedelt, die dann aber von dem Projekt Abstand nahmen. 20th Century Fox übernahmen und produzierten den Streifen für 18 Millionen Dollar. Da dürften sich einige Manager bei Warner im Nachhinein mächtig geärgert haben, denn "Home Alone" (so der Originaltitel) entpuppte sich 1990 als sensationeller Erfolg und ist bis heute einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Weltweit spielte das Werk 467 Millionen Dollar ein und war hinter "Ghost" der zweiterfolgreichste Film des Jahres; in den USA sogar das erfolgreichste. Zwölf Wochen lang stand er an der Spitze der US-Kinocharts, was heute unvorstellbar ist. Erst als Weihnachten ein halbes Jahr vorbei war, fiel er aus den Top Ten.

Die Komödienspezialisten Regisseur Chris Columbus ("Harry Potter und der Stein der Weisen") und Drehbuchautor John Hughes schufen einen witzigen Film und hatten Glück mit ihrem großartigen Hauptdarsteller, dem damals neunjährigen Macauley Culkin, der zu diesem Zeitpunkt bereits seit zwei Jahren in Filmen mitgewirkt hatte. Allerdings überdehnt der Streifen mit seiner zu langen Spieldauer die eigentlich recht dünne Ausgangslage zu sehr und wechselt seine Tonlagen teilweise recht abrupt. Gedreht wurde rund um Chicago, so auch in der Stadt Winnetka im US-Bundesstaat Illiois.

"Home Alone" wurde für zwei Oscars nominiert: Für John Williams' Filmmusik und seinen Song "Somewhere in My Memory". Bei den Golden Globes waren das Werk als "Bester Film" und Culkin als "Bester Hauptdarsteller" genannt.

Ein britischer Zuschauer findet: "Der Film packt Gefühl, Humor, Schenkelklopfer, ein warmherziges Ende und einige tolle Stolperfallen in ein schönes Weihnachtspaket. Dies ist einer der besten Weihnachtsfilme, der in all den Jahren nichts von seiner Qualität eingebüßt hat."



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