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Flucht in Ketten mit Sidney Poitier und Tony Curtis
Flucht in Ketten mit Sidney Poitier und Tony Curtis

TV-Tipp für Donnerstag (15.2.): Tony Curtis und Sidney Poitier müssen zusammen halten

3sat zeigt "Flucht in Ketten"

"Flucht in Ketten", 3sat, 21:00 Uhr
Zwei Sträflinge (Tony Curtis und Sidney Poitier) unterschiedlicher Hautfarbe, die aneinander gekettet sind, müssen lernen, ihre rassistischen Vorurteile zu überwinden, und zusammen zu arbeiten, um der erneuten Gefangenschaft zu entgehen.

Wenn es einen Regisseur gab, der Ende der Fünfziger in den USA ein Drama über Rassismus realisieren konnte, dann Stanley Kramer ("Das Urteil von Nürnberg"). Der damals 44-Jährige, der das Thema rund zehn Jahre später mit "Rat mal wer zum Essen kommt?", ebenfalls mit Sidney Poitier, nochmals aufgreifen sollte, machte sich hier erstmals seinen Namen als der liberale Filmemacher, der mit Werken wie "Wer den Wind sät" und "Das Narrenschiff" gegen Vorurteile und reaktionäre Engstirnigkeit Position beziehen sollte.

Bei "The Defiant Ones" - Die Aufsässigen, so der Originaltitel - werden Kramer's wohl meinende Absichten manchmal etwas zu überdeutlich, aber die realistische und spannende United Artists-Produktion ist vor allem hervorragend gespielt, was sich unter anderem auch in einem Britischen Filmpreis und einem Silbernen Bären auf der Berlinale 1958 für Sidney Poitier als "Bester Darsteller" widerspiegelte.

Das Drehbuch und Kameramann Sam Leavitt erhielten den Oscar; nominiert waren darüber hinaus der Film, Regisseur Stanley Kramer, die beiden Hauptdarsteller Tony Curtis und Sidney Poitier, Nebendarstellerin Cara Williams, Nebendarsteller Theodore Bikel und Cutter Frederic Knudtson. Bei den Golden Globes konnte der Film einen Preis erringen; nominiert waren hier der Regisseur, die beiden Hauptdarsteller und Nebendarstellerin Williams. Bei den Britischen Filmpreisen waren der Film und Tony Curtis nominiert.

Ein Zuschauer schreibt: "Dieser Film ist zuallererst eine Studie des Rassismus, geht aber weit über dieses zentrale Thema hinaus. Es ist ein aufregendes Abenteuer und die Geschichte ungeschminkter Emotionen, Loyalität und der Fähigkeit, sich zu verändern. Sidney Poitier stiehlt diesen Film mit seiner würdevollen Darstellung. Er vemittelt brillant die gequälte, aber dennoch optimistische Seele eines afro-amerikanischen jungen Mannes, der nicht sprechen muss, um uns seinen Schmerz zu vermitteln. Manchmal ist der Streifen etwas langsam, aber insgesamt ist er genauso sehenswert wie bedeutend."



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