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Spider-Man - Tobey Maguire
Spider-Man - Tobey Maguire
© Sony Pictures

TV-Tipps für Samstag (26.5.): Tobey Maguire schwingt sich zu neuen Höhen

ARD zeigt "Spider-Man"

Am Samstagabend ist erst Champions League angesagt, und dann kommen die besonders sehenswerten Spielfilme. 3sat zeigt das deutsche Drama "Die Unsichtbare" im Spätprogramm, die ARD folgt im Nachtprogramm mit dem Ur-"Spider-Man" alias Tobey Maguire.

"Die Unsichtbare", 3sat, 23:30 Uhr
Eine unsichere Schauspielschülerin (Stine Fischer Christensen) bekommt von ihrem Regisseur (Ulrich Noethen) die Hauptrolle in einem Theaterstück übertragen, wobei der Vamp, den sie spielen soll, ihrer wahren Person denkbar unähnlich ist. Der Regisseur fordert ihr eine rückhaltlose Verschmelzung mit ihrer Bühnen-Persona ab, was für die junge Frau zur psychischen Tour de Force wird, die auch ihr Privatleben verändert.

Liest man die Handlung zu diesem deutschen Drama aus dem Jahr 2011, dann muss man unwillkürlich an "Black Swan" von Darren Aronofsky denken, der im Jahr zuvor in die Kinos gekommen war und in der Ballettszene spielte. Doch Regisseur und Drehbuchautor Christian Schwochow ("Paula") muss sich nicht des Plagiats zeihen lassen, denn sein Werk war bereits parallel seit Jahren in der Mache. Der Filmemacher nahm sogar selbst als Recherche zwei Monate Schauspielunterricht in New York City.

"Die Unsichtbare" ist von einer starken und klaren Handschrift geprägt, atmosphärisch, schlüssig und spannend erzählt. Die Hauptdarstellerin ragt aus einem eindrucksvollen und eindrucksvoll namhaften Ensemble heraus. Der Film erhielt gute Kritiken, und Dagmar Manzel gewann den Deutschen Filmpreis als "Beste Nebendarstellerin"; Christina Drechsler war in der selben Sparte nominiert.

Kritikerin Ingrid Beerbaum schrieb in "Fluter": "Ein wenig mehr dramaturgische Strenge hätte der Story zwar gut getan. Trotzdem bleibt dieser Film um die schmerzhafte Selbstfindung einer jungen Frau bis zum Ende spannend und sehenswert."



"Spider-Man", ARD, 00:40 Uhr
Nachdem er von einer genetisch veränderten Spinne gebissen worden ist, entwickelt ein schüchterner und ungelenker Schüler (Tobey Maguire) spinnengleiche Superkräfte, die er nutzt, um einen Bösewicht (Willem Dafoe) zu bekämpfen.

Wenn es nicht "X-Men" im Jahr 2000 war, der den bis heute ungebrochenen Erfolgsreigen von Comic-Verfilmungen einleitete, dann mit Sicherheit "Spider-Man", der zur Überraschung aller im Jahr 2002 zum ersten Streifen wurde, der ein dreistelliges Millionenergebnis am Eröffnungswochenende erreichte. Mit 114 Millionen Dollar übertraf der Fantasy-Film den ein Jahr zuvor aufgestellten Rekord von "Harry Potter and the Philosopher's Stone" in Höhe von 90 Millionen Dollar deutlich. Am Ende war "Spider-Man" mit weltweit 822 Millionen Dollar der dritterfolgreichste Film des Jahres hinter "The Lord of the Rings: The Two Towers" und "Harry Potter and the Chamber of Secrets".

Fast ein viertel Jahrhundert war es Hollywood nicht gelungen, aus der 1962 von Steve Ditko und Stan Lee ersonnenen Comic-Figur "Spider-Man" einen Spielfilm zu produzieren, bis Columbia Pictures 1999 die Rechte an sämtlichen bis dahin geschriebenen, aber unverfilmten Drehbüchern erwarben. Besonderes Augenmerk legte das Filmstudio dabei auf eine Drehbuchfassung von James Cameron, die David Koepp, Scott Rosenstein und Alvin Sargent bearbeiteten. Schlussendlich verzichteten drei der Autoren darauf, im Vorspann genannt zu werden zu Gunsten von Koepp.

Als Regisseur wurden so ziemlich alle namhaften Filmemacher gehandelt, bis der Job an Sam Raimi ("Oz the Great and Powerful") ging, der seit Kindheitstagen ein Fan der Comic-Reihe war und mit seinem Enthusiasmus die Produzenten überzeugen konnte. Er drehte in New York City und in Los Angeles, wobei er sich von seinem Spezialeffekte-Künstler John Dykstra überzeugen ließ, die meisten Stunts vom Computer generieren zu lassen, weil sie physisch unmöglich herbeizuführen seien. Dies und der Umstand, dass man nach den Anschlägen auf das World Trade Center 2001 die Twin Towers digital aus dem fertigen Film entfernen und einige Szenen ganz neu drehen musste, verteuerten die Comic-Verfilmung nochmal deutlich; am Ende lagen die reinen Produktionskosten bei 139 Millionen Dollar.

Aber Raimi machte alles richtig. Vor allem vergaß er bei all dem Spinnen schwingenden Spaß auch das Herz nicht und zeigte inmitten der Action-Szenen die Entwicklung eines jungen Mannes, der lernen muss, Verantwortung zu übernehmen. Sam konnte dabei mit Tobey Maguire auf einen sympathischen Hauptdarsteller zählen.

Die Visuellen Effekte und der Ton wurden für einen Oscar nominiert. Bei den Britischen Filmpreisen ging das Team um John Dykstra ebenfalls für seine Visuellen Effekte ins Rennen.

Ein Zuschauer urteilt: "Die Trailer für diesen Film sahen beeindruckend aus. Ich habe versucht, meine Erwartungen gering zu halten, und mir zynisch zu sagen, dass sie die einzigen guten zwei Minuten immer für die Trailer auswählen. Ich hätte nicht falscher liegen können. Das IST Spider-Man! Endlich haben sich nach all den Jahren ein Regisseur, ein Drehbuchautor und eine Gruppe fähiger Schauspieler zusammen gefunden und die für die Effekte jetzt verfügbare Technik genutzt, ohne ein bisschen von dem zu opfern, was den Comic zu einem Klassiker hat werden lassen."



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