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US-Filmstarts: Acht Frauen drehen ein großes Ding

"Ocean's 8" mit soliden Vorpremieren

Es ist der perfekte Film für die Time's Up- und #MeToo-Ära - die Frauen nehmen in "Ocean's 8" das Ruder in die Hand. Nachdem in den nuller Jahren in drei Kriminalfilmen George Clooney und Brad Pitt eine Riege von elf, zwölf und 13 Ganoven versammelten, sind es nun also acht Damen, angeführt von Sandra Bullock und Cate Blanchett, die im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Für Drehbuch und Regie ist dann allerdings doch ein Mann verantwortlich gewesen: Gary Ross ("The Free State of Jones").

70 Millionen Dollar haben Warner Brothers Pictures in die feminine Forterzählung der launigen Gaunereien investiert und können zum Start laut Analysten jetzt auf bis zu 45 Millionen Dollar hoffen, was ein gutes Ergebnis im Vergleich zum "Ocean's Eleven"-Trio wäre. Damals kam in der Spitze "Ocean's Twelve" 2004 auf 39 Millionen Dollar am Premierenwochenende.

"Ocean's 8" würde mit einem solchen Ergebnis "Solo: A Star Wars Story" an der Spitze der Charts ablösen, der aber mit 4335 Kinos noch vor "Ocean's 8" mit dessen 4145 Lichtspielhäusern zumindest der meistgezeigte Streifen bleiben wird. Die soliden 4 Millionen Dollar aus den Vorpremieren am Donnerstagabend und die guten Kritiken lassen auf einen erfolgreichen Start hoffen.

Seit seiner Premiere beim Sundance Festival im Januar wird "Hereditary" - zu deutsch: "Erblich" - von Kritik und Publikum hoch gehandelt. Gar vom "'Exorcist' unserer Generation" ist die Rede. Die Kritiker sind durch die Bank begeistert von dem Horrorfilm, der mit 2964 Spielorten der größte Start in der Geschichte des kleinen Verleihers A24 ist.

Damit setzt sich der Trend qualitativ hochwertiger Horrorfilme wie "Get Out" und "A Quiet Place" fort. Regiedebutant und Drehbuchautor Ari Aster standen ein 10 Millionen Dollar schweres Budget und mit Toni Collette und Gabriel Byrne namhafte Mimen zur Verfügung, aus denen er das Beste gemacht zu haben scheint. Mit bis zu 13 Millionen Dollar zur Premiere könnte ein Platz auf dem Top Ten-Treppchen drin sein.

Weniger Aufsehen erregt "Hotel Artemis". Regiedebutant und Drehbuchautor Drew Pearce hat die Idee, dem Hotel Continental aus den "John Wick"-Werken einen eigenen Film zu widmen, aufgenommen. Mit "John Wick" hat der Thriller nichts zu tun, aber die Idee eines Hotels, in das nur eingeweihte Kriminelle aufgenommen werden können, die sich innerhalb des Hauses an einen Ehrenkodex - keine Verbrechen - halten müssen, gibt es auch hier.

Jodie Foster - in ihrem ersten Leinwandauftritt seit "Elysium" vor fünf Jahren - spielt die Managerin des Hotel Artemis, während Jeff Goldblum den Gangster gibt, den der Kodex nicht schert und der beim Versuch, ein gestohlenes Objekt zurück zu erobern, das Hotel angreift.

Die Global Road-Produktion steht auf 2407 Spielplänen. Die Kritiken sind gemischt, und laut Branchenkennern sind zum Debut nicht mehr als 7 Millionen Dollar drin.


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