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Die Außenseiterbande - Claude Brasseur, Anna Karina...i Frey
Die Außenseiterbande - Claude Brasseur, Anna Karina und Sami Frey

TV-Tipp für Montag (2.7.): Jean-Luc Godard, der King of Cool

Arte zeigt "Die Außenseiterbande"

"Die Außenseiterbande", Arte, 21:55 Uhr
Zwei Kriminelle (Claude Brasseur und Sami Frey) überreden ein Hausmädchen (Anna Karina), ihnen bei einem Einbruch in der Villa ihrer Arbeitgeber zu helfen.

"Bande à part" - so der Originaltitel dieses französischen Kriminalfilms aus dem Jahr 1964 - ist der "Godard-Film für Leute, die nichts für Godard übrig haben", schrieb Amy Taubin in "Village Voice". In der Tat gilt dieser schrullige Streifen als das am leichtesten zugängliche und auch heiterste Werk des französischen Regisseurs und Drehbuchautors Jean-Luc Godard ("Außer Atem"), dessen Filmen man gerade in letzter Zeit diese Attribute wohl kaum wird attestieren können.

Godard nahm sich den US-Roman "Fools' Gold" von Dorothy Hitchens aus dem Jahr 1958 zur Vorlage und verdichtet die Kultur der amerikanischen Groschenromane mit einer Fülle visueller, akustischer und erzählerischer Gags auf eine Parodie dieser Bücher und ihrer Verfilmungen in Hollywood. Er nimmt dabei jede Regel des Filmemachens auseinander und beschleunigt vor allem das Tempo. Der damals 33-Jährige beschrieb "Bande à part" als "eine Mischung aus 'Alice im Wunderland' und Franz Kafka".

Der Film erhielt sehr gute Kritiken und war und ist beim Publikum äußerst beliebt. Einige Szenen wie die Tanzszene sind von Filmemachern wie Quentin Tarantino, der seine Produktionsgesellschaft "A Band Apart" genannt hat, in "Pulp Fiction" aufgenommen worden.

Ein Zuschauer schwärmt: "Der mühelos coolste Film aller Zeiten. Jean-Luc Godard kann entsetzlich hochtrabend sein. Wer ständig Experimentalfilme dreht, die er für herausfordernd hält, wenn man ständig seine Meinung ändert, was gute Filme ausmacht, wer besessen mit Zitaten und Anspielungen und Philosophie arbeitet, muss zwangsläufig hochtrabend sein. Aber dieser Film ist einfach nur gut, für das, was er ist: Ein Groschenromankrimi mit großartigem Witz, guten Schauspielern und einer gut erzählten Geschichte. Das ist alles."

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