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TV-Tipp für Mittwoch (18.7.): Vietnam wendet sich gegen Catherine Deneuve

Arte zeigt "Indochine"

"Indochine", Arte, 20:15 Uhr
Rückblickend erzählt die Besitzerin (Catherine Deneuve) einer Kautschuk-Plantage im Indochina der dreißiger Jahre von ihrer problematischen Beziehung zur Adoptivtochter (Linh Dan Pham) und ihrem gemeinsamen Liebhaber (Vincent Perez) vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen.

Es war Anfang der Neunziger wohl an der Zeit, dass sich das französische Kino nach rund 40 Jahren mit dem historischen Kapitel der französischen Kolonialherrschaft in Vietnam - damals Indochina - befasste. 1992 kam neben "Der Liebhaber" und "Die Schlacht von Dien Bien Phu" dieses Drama heraus, das manche Beobachter als französisches 'Gone with the Wind' wahrnahmen - eine Plantage, eine Frau im Mittelpunkt und im Hintergrund gesellschaftliche Umwälzungen, die in kriegerischen Auseinandersetzungen münden.

Regisseur und Drehbuchautor Régis Wargnier drehte für umgerechnet 20 Millionen Euro vor Ort in Vietnam, wobei Saigon durch Butterworth in Malaysia ersetzt wurde. Seine Inszenierung ist konventionell, aber die guten Darsteller sowie die hervorragende Photographie von François Catonné überzeugen.

"Indochine" erhielt gute Kritiken und wurde mit 3,2 Millionen verkauften Karten in Frankreich ein großer Erfolg. Weltweit spielte der Streifen rund 30 Millionen Dollar ein. Er gewann den Oscar und den Golden Globe als "Bester fremdsprachiger Film" und war für den Britischen Filmpreis nominiert. Catherine Deneuve war als Hauptdarstellerin für den Academy Award nominiert.

Gleich zwölf Nominierungen gab es bei den Französischen Filmpreisen, wobei Hauptdarstellerin Catherine Deneuve, Nebendarstellerin Dominique Blanc, Kameramann François Catonné, Ausstatter Jacques Bufnoir und der Ton Césars erhielten; leer gingen der Film selbst, Regisseur Régis Wargnier, Nebendarsteller Jean Yanne, Neuentdeckung Linh Dan Pham, Komponist Patrick Doyle, Cutterin Geneviève Winding und die Kostümbildner aus.

Eine Zuschauerin schwärmt: "Das ist ein prachtvoller Film in jeder Hinsicht. Er hält seinen Fokus auf dem jeweiligen Moment, verliert das Gesamtbild dabei nicht aus den Augen und überlässt die Interpretation dem Zuschauer. Es ist eine schmerzliche Geschichte der Emanzipation einer französischen Mutter und ihrer vietnamesischen Adoptivtochter, welche die historischen und politischen Vorgänge jener Zeit widerspiegelt und sie realistisch verwebt. Er erinnerte er mich an 'Onkel Tom's Hütte': Eine wohl meinende Oberschicht ist blind gegenüber dem Leiden um sie herum und trägt unwissentlich mit ihren Taten dazu bei."



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