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Gottes Werk und Teufels Beitrag - Tobey Maguire
Gottes Werk und Teufels Beitrag - Tobey Maguire
© Studiocanal

TV-Tipps für Samstag (28.7.): Tobey Maguire will die Welt sehen

ARD zeigt "Gottes Werk und Teufels Beitrag"

Am Samstagabend wird es im Hauptprogramm von Pro7 in etwa so heiß wie momentan draußen vor der Haustür, wenn Liam Neeson und sein A-Team einen Plan haben, der hoffentlich funktioniert. Im ARD-Nachtprogramm geht es dann bei der John Irving-Verfilmung "Gottes Werk und Teufels Beitrag", für den Michael Caine den Oscar gewann, getragener zu.

"Das A-Team", Pro7, 20:15 Uhr
Einer Gruppe von Irak-Kriegsveteranen (Sharlto Copley, Bradley Cooper, Quinton Jackson und Liam Neeson) wird ein Verbrechen in die Schuhe geschoben. Um ihre Namen reinzuwaschen und der Verhaftung durch die US-Militärpolizei zu entgehen, machen sie sich auf die Suche nach den wahren Tätern.

"Vor einigen Jahren wurden vier Männer einer militärischen Spezialeinheit wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen hatten. Sie brachen aus dem Gefängnis aus und tauchten in Los Angeles unter. Seitdem werden sie von der Militärpolizei gejagt, aber sie helfen anderen, die in Not sind. Sie wollen nicht so ganz ernst genommen werden, aber ihre Gegner müssen sie ernst nehmen. Also wenn Sie mal ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen, suchen Sie doch das A-Team!"

So lautet die deutsche Version zu Beginn jeder Folge der TV-Serie "The A-Team", die es 1983 bis 1987 auf fünf Staffeln brachte. Diese Kinoversion aus dem Jahr 2010 setzt geschickt am Ausgangspunkt der Geschichte an, versammelt eine erstklassige Besetzung, ersetzt den sympathisch albernen Ansatz der Fernsehvorlage dabei durch eine unterhaltsame, aber oft auch zu bombastische und vor allem zunehmend konfuse Handlungsführung. Liam Neeson gab zwei Jahre nach dem gefühlten Misserfolg der 20th Century Fox-Produktion zu: "Ich habe ihn mir vor zwei Monaten nochmal angeschaut und fand ihn etwas verwirrend - und ich habe da selbst mitgespielt. Ich konnte nicht so ganz mithalten, wer wer war und was mit wem warum gemacht wurde."

Seit Mitte der Neunziger hatte es verschiedene Versuche gegeben, die Fernsehserie auf die große Leinwand zu bringen. Viele Drehbuchentwürfe gingen über viele Schreibtische, ohne dass etwas dabei herumkam. Erst Ende der nuller Jahre nahm das Projekt konkrete Gestalt an, bekam von Fox ein großzügiges Budget von 110 Millionen Dollar eingeräumt und mit John Singleton ("2 Fast 2 Furious") wurde ein namhafter Regisseur gefunden - der allerdings vor Produktionsbeginn ausstieg. Stattdessen übernahm Joe Carnahan das Megaphon und arbeitete auch am Drehbuch mit.

Gedreht wurde in den kanadischen Provinzen Alberta und British Columbia, nicht aber in Frankfurt am Main, obwohl der Thriller dort spielt. Vancouver stand dafür ein, und ein Luftbild zeigt den Kölner Hauptbahnhof samt Dom.

"The A-Team" erhielt gemischte Kritiken und Zuschauerreaktionen und wurde mit einem weltweiten Umsatz von 177 Millionen Dollar ein mäßiger Erfolg. Eine Fortsetzung war damit vom Tisch. Carnahan schrieb 2013 ganz offen: "Für das Protokoll: So sehr ich die ganze A-Team-Liebe schätze - es wird KEINE Fortsetzung geben. Er hat nicht genug eingebracht, und das war's."

Kritiker R.L. Shaffer schrieb in "IGN DVD": "Der Film ist wie eine Dose Limonade. Leere Kalorien, viel Sprudel. Aber so wie eine kalte Dose Limonade an einem heißen Sommertag ist er erfrischend, süffig und lecker."



"Gottes Werk und Teufels Beitrag", ARD, 00:40 Uhr
Ein mitfühlender junger Mann (Tobey Maguire), der in einem Waisenhaus aufwächst und von dessen Leiter (Michael Caine) als Arzt ausgebildet wird, entscheidet sich, dass er etwas von der Welt sehen will.

Der schwedische Regisseur Lasse Hallström ("Safe Haven") führte Regie bei dieser Verfilmung des Romans "The Cider House Rules" ("Die Regeln des Apfelweinhauses", so auch der Originaltitel des Films), für die Autor John Irving sein eigenes Buch adaptierte. Gedreht wurde die 24 Millionen Dollar teure Miramax-Produktion vor Ort in den US-Bundesstaaten Maine, Massachusetts und Vermont.

Das atmosphärische, altmodisch anmutende und prächtige US-Drama wartet mit wunderbaren Schauspielern und lieblichen Bildern auf.

1999 erhielt "The Cider House Rules" gute Kritiken und wurde mit weltweit 88 Millionen Dollar ein mäßiger Erfolg an den Kinokassen. Bei den Academy Awards erhielten Drehbuchautor John Irving und Nebendarsteller Michael Caine einen Oscar; der Film selbst, Regisseur Lasse Hallström, Komponistin Rachel Portman, Cutterin Lisa Zeno Churgin und die Ausstattung waren Oscar-nominiert. Bei den Golden Globes waren Drehbuchautor Irving und Nebendarsteller Caine nominiert; Letzterer auch für einen Britischen Filmpreis.

Eine Zuschauerin lobt: "Dieser Film ist ergreifend, beglückend und scharfsinnig menschlich und zeigt eine Vielzahl menschlicher Gefühle und Erfahrungen. Er ist eine Komödie, eine Tragödie, eine Romanze, eine Biographie, eine Charakterstudie, ein Historiendrama, und jedes dieser Element ist exzellent durchgeführt. All das, ohne die philosophische und emotionale Tiefe, mit denen John Irving seine Bücher tränkt, zu opfern. Der Streifen ist wunderschön photographiert, mit atemberaubenden Orten und akkuraten Requisiten und Kostümen. Die größte Leistung von Lasse Hallström ist es aber, eine große Besetzung so zu orchestrieren, dass kein Charakter unbedeutend erscheint. Die Darsteller sind dabei durchgehend herausragend. Auf eine stille Art hat dieses Werk mein Herz erobert."



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