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TV-Tipp für Montag (1.10.): Robert Altman macht sich über den Krieg lustig

Arte zeigt "M.A.S.H."

"M.A.S.H.", Arte, 20:15 Uhr
Die Chirurgen (Elliott Gould, Tom Skerritt und Donald Sutherland) eines Feldlazaretts im Korea-Krieg bewahren mit Humor und Streichen ihren Verstand angesichts der Kriegsschrecken.

Die pflichtschuldig in den Film eingebauten Hinweise, dass die Handlung 1951 während des Korea-Krieges spielt, interessierten eigentlich weder die Macher, noch die Kritiker und das Publikum richtig. Jeder nahm diese US-Komödie aus dem Jahr 1970 als das wahr, was sie sein sollte: Eine satirische Antwort der Gegenkultur auf den tobenden Vietnam-Krieg.

Frech, zeitgemäß, subversiv und vor allem witzig, brachte die 3 Millionen Dollar teure 20th Century Fox-Produktion Regisseur Robert Altman ("Gosford Park"), der Anfang der Fünfziger seine Laufbahn mit Kurzfilmen und Dokumentarfilmen begonnen hatte, den Durchbruch. Mit weltweit 81 Millionen Dollar Umsatz wurde "M.A.S.H." ein Riesenerfolg und zog die gleichnamige Fernsehserie nach sich, die von 1972 bis 1983 laufen sollte.

Der umstrittene Film, der mit seinem Zynismus und Schockbildern die Zuschauer zugleich unterhielt und vor den Kopf stieß, basierte auf dem Roman "MASH - A Novel About Three Army Doctors" von Hiester Richard Hornberger, der unter dem Pseudonym Richard Hooker geschrieben hatte, aus dem Jahr 1968.

"M.A.S.H." gewann die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes. Ring Lardner Jr. erhielt den Oscar für sein Drehbuch; nominiert waren der Film, Regisseur Robert Altman, Nebendarstellerin Sally Kellerman und Cutter Danford B. Greene waren nominiert. Bei den Golden Globes gewann der Film; nominiert waren Regisseur Altman, Drehbuchautor Lardner Jr., die Hauptdarsteller Elliot Gould und Donald Sutherland sowie Nebendarstellerin Kellerman. Bei den Britischen Filmpreisen waren der Film, Regisseur Altman, Hauptdarsteller Gould, Cutter Greene und die Tontechniker nominiert. 1996 wurde der Streifen von der US-Library of Congress als "kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsames Werk" in das National Film Registry aufgenommen, um es der Nachwelt zu erhalten.

Ein Zuschauer lobt: "Der Film hatte mich von dem Moment an, als der Vorspann begann, im Griff, obwohl es keine erkennbare Handlung gibt. Aber dieser Vignetten-Stil mindert die Qualität des Streifens überhaupt nicht. Er macht sich über das Militär lustig, indem er das Alltagsleben von Militärs zeigt, die nichts mit einem Krieg zu tun haben wollen. Das Werk entstand in keinem Vakuum, und der Kontext der Anti-Vietnam-Kriegs-Stimmung ist entscheidend, um die Handlung mit ihren Anti-Kriegs-Dialogen und -Bildern zu verstehen. Die Leistungen des gesamten Schauspieler-Ensembles sind großartig. Der Film selbst ist einfallsreich, wunderbar gefilmt, ausdrucksstark, und sein Zorn ist nicht unangebracht und wirkt wie ein Barometer der Stimmung in Amerika zu jener Zeit."



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