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Bohemian Rhapsody - Poster
Bohemian Rhapsody - Poster
© 20th Century Fox

US-Filmstarts: "Bohemian Rhapsody" mit exzellenten Vorpremieren

Disney starten nächsten Märchenfilm

Nach dem gigantischen Rekord-Oktober, der erstmals in einem Monat Oktober über 800 Millionen Dollar in die Kinokassen fließen ließ, hoffen die amerikanischen Produktionsgesellschaften, Verleiher und Kinobetreiber auch für den November, in dem nach und nach auch die Oscar-Hoffnungen an den Start gehen werden, auf gute Geschäfte.

Und es lässt sich viel versprechend an: "Bohemian Rhapsody" hat gestern Abend hervorragende 3,9 Millionen Dollar aus den Vorpremieren geholt, mehr als "A Star Is Born", der es auf 3,2 Millionen Dollar am Donnerstagabend brachte. Es sieht nach einem Happy Ending für die so problemgeplagte Produktion aus, die 52 Millionen Dollar gekostet hat. Regisseur Bryan Singer ("X-Men: Apocalypse"), der zum Ende der Dreharbeiten von 20th Century Fox vor die Tür gesetzt wurde, wird zwar weiter im Abspann genannt, aber in den Werbematerialien tot geschwiegen. Die Kritiken sind nur gemischt, aber der Appetit auf Queen-Musik ist groß - das Internet meldet hohe Kartenvorverkäufe.

Das Drama mit Rami Malek als Freddy Mercury startet in exakt 4000 Kinos und nimmt Spitzenreiter "Halloween" schon mal den Titel als meistgezeigter Streifen Nordamerikas ab; die Charts-Spitze wird folgen. Bis zu 38 Millionen Dollar erwarten Analysten zum Auftakt.

Die so erfolgsverwöhnten Walt Disney Studios könnten sich mit "The Nutcracker and the Four Realms" ("Der Nussknacker und die vier Reiche") eine harte Nuss ins Nest gelegt haben. Dass das Haus mit der Maus bis kurz vor Premiere ihres Fantasy-Films ein Kritikerembargo verhängt haben, zeigt, dass man sich der mangelhaften Qualität seines Werks und dessen Erfolgsaussichten recht sicher zu sein scheint. Und die Kritiken sind auch entsprechend schlecht ausgefallen.

Alarmierender ist die generelle Apathie gegenüber der Adaption des Märchens von E.T.A. Hoffmann und des Balletts von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Der Vorverkauf läuft schleppend, die Vorpremieren waren schwach besucht. Der 133 Millionen Dollar teure Streifen mit Mackenzie Foy, den mit Lasse Hallström ("Safe Haven") und Joe Johnston ("Captain America: The First Avenger") gleich zwei Regisseure vergeblich in eine verständliche Form zu bringen versuchten, steht auf 3766 Spielplänen. Branchenkenner rechnen mit 20 Millionen Dollar.

Tyler Perry ("Auch Liebe macht mal Ferien") bringt eine weitere Komödie heraus, die Paramount Pictures in 2468 Filmtheater verleihen. "Nobody's Fool" mit Tiffany Haddish wurde, wie bei Perry-Produktionen üblich, der Presse vorab nicht gezeigt. Die ersten Rezensionen und die Mundpropaganda lassen nichts Gutes ahnen für den 19 Millionen Dollar teuren Streifen, und die schwachen Vorpremieren am Donnerstag ebenso wenig. Mehr als 14 Millionen Dollar sollten nicht drin sein.


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