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William Goldman gestorben

Oscar-gekrönter Drehbuchautor für "Butch Cassidy" und "Die Unbestechlichen"

William Goldman war einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Drehbuchautoren der neuen Hollywood-Generation, die ab Ende der Sechziger die Filmindustrie veränderte. Zweifacher Oscar-Gewinner für "Butch Cassidy and the Sundance Kid" und "All the President's Men", ist der Autor am Freitag im Alter von 87 Jahren an Darmkrebs in New York City verstorben.

William wurde am 12. August 1931 in Chicago geboren und begann sich nach seinem Wehrdienst und dem Abschluss Master of Arts an der Columbia University 1956 für die Schriftstellerei zu interessieren. 1957 veröffentlichte er mit "The Temple of Gold" seinen ersten Roman und arbeitete dann auch für das Theater. 1965 erschien mit der Cliff Robertson-Komödie "Masquerade" ("Agenten lassen bitten") erstmals ein Kinofilm mit seinem Namen im Vorspann. Der Erfolg seines zweiten Werks "Harper", einem Kriminalfilm mit Paul Newman aus dem Jahr 1966, ließ ihn zu einem nachgefragten Künstler werden. Und gleich für seinen dritten Streifen "Butch Cassidy and the Sundance Kid" gewann er 1970 den Academy Award.

Es folgten 1972 der Robert Redford-Kriminalfilm "The Hot Rock" ("Vier schräge Vögel"), 1975 "The Stepford Wives" und 1976 der phantastische Doppelschlag aus "All the President's Men" und "Marathon Man", bei dem er seinen eigenen Roman adaptierte. Für Ersteren erhielt er 1977 seinen zweiten Oscar.

Bis ins Jahr 2002 arbeitete Goldman kontinuierlich für das Kino und bearbeitete dabei auch immer wieder eigene Romane wie zum Beispiel 1978 beim Anthony Hopkins-Horrorfilm "Magic", 1986 beim Burt Reynolds-Kriminalfilm "Heat" und 1987 beim Cary Elwes-Fantasy-Film "The Princess Bride". Weitere bekannte Filme sind "Misery" mit Kathy Bates von 1990, "Chaplin" mit Robert Downey Jr. von 1992, "Maverick" mit Mel Gibson von 1994, "The Ghost and the Darkness" mit Michael Douglas von 1997, "Fierce Creatures" mit John Cleese von 1997, "Absolute Power" von und mit Clint Eastwood von 1997, "The General's Daughter" mit John Travolta von 1999, "Hearts in Atlantis" mit Anthony Hopkins von 2001 und "Dreamcatcher" mit Morgan Freeman von 2003. Zwölf Jahre später sah man letztmals seinen Namen auf der Leinwand, als Regisseur Simon West sein 30 Jahre altes Drehbuch für "Heat" für den Jason Statham-Kriminalfilm "Wild Card" nutzte.

1983 veröffentlichte Goldman seine erste Autobiographie "Adventures in the Screen Trade". Die Unterhaltungsindustrie fasste er mit dem Eingangssatz "Nobody knows anything" zusammen, der zu einem geflügelten Wort geworden ist.

Von 1961 bis zur Scheidung 1991 war William mit Ilene Jones verheiratet. Er hinterlässt zwei Töchter.


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