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Mondsüchtig - Cher und Nicolas Cage
Mondsüchtig - Cher und Nicolas Cage

TV-Tipps für Sonntag (20.1.): Cher geht mit Nicolas Cage in die Oper

Arte zeigt "Mondsüchtig"

Die Woche endet leichtfüßig. Zwei sehenswerte Komödie laden zum Lachen und Schmachten ein. Zunächst zeigt Arte am Sonntagabend im Hauptprogramm den Oscar-prämierten "Mondsüchtig", anschließend ist in der ARD im Spätprogramm "Taking Woodstock" von Ang Lee zu sehen.

"Mondsüchtig", Arte, 20:15 Uhr
Eine Buchhalterin (Cher) aus Brooklyn verliebt sich in den Bruder (Nicolas Cage) ihres Verlobten (Danny Aiello).

Eine wunderbare US-Komödie, die alles richtig macht: Sie ist ein ausgelassen witziger Tribut an die Liebe, mit köstlich gezeichneten und insbesondere von Cher und Nicolas Cage großartig gespielten Charakteren, die mit Genre-Klischees liebenswert spielt und dann auch noch die grandiose Musik von "La Boheme" von Giacomo Puccini in die Handlung verwebt. Ein weiteres Plus: Einer der wenigen Filme, in denen die Hauptdarstellerin älter - in diesem Fall 17 Jahre - als der Hauptdarsteller ist.

Der kanadische Regisseur Norman Jewison ("The Hurricane") drehte die 15 Millionen Dollar teure MGM-Produktion vor Ort in New York City; die Innenaufnahmen entstanden in den Filmstudios im kanadischen Toronto.

"Moonstruck" erhielt 1987 durch die Bank hervorragende Kritiken, landete auf vielen Kritikerbestenlisten und wurde ein riesiger Publikumserfolg. Allein in den USA spielte der Streifen 80 Millionen Dollar ein, was heute 176 Millionen Dollar entspricht.

In der Preisverleihungssaison räumte das Werk ebenfalls ordentlich ab: John Patrick Shanley ("Glaubensfrage") gewann den Oscar für sein Drehbuch, Cher als "Beste Hauptdarstellerin" und Olympia Dukakis als Nebendarstellerin; nominiert waren überdies der Film selbst, Regisseur Norman Jewison und Nebendarsteller Vincent Gardenia. Der Golden Globe ging ebenfalls an Hauptdarstellerin Cher und Nebendarstellerin Dukakis; nominiert waren der Film, Drehbuchautor Shanley und Hauptdarsteller Nicolas Cage. Bei den Britischen Filmpreisen waren das Drehbuch, Hauptdarstellerin Cher, Nebendarstellerin Dukakis und Komponist Dick Hyman nominiert. Für seine Regie wurde Norman Jewison mit dem Silbernen Bären auf den Filmfestspielen von Berlin ausgezeichnet.

Ein Zuschauer schwärmt: "Es gibt viele romantische Komödien, aber diese überragt alle. Sie ist quasi makellos! Drehbuch, Schauspieler, Ausstattung, Humor und Pathos sind alles wundervoll. Auch die Musik - von Dean Martin bis 'La Boheme' ist hinreißend und köstlich. Ich habe diesen Film schon mehrmals gesehen, was manchmal den Effekt ziemlich reduzieren kann. Aber egal wann ich auf das Werk im Fernsehen stoße, ist jede Szene, zu der ich gerade zuschalte, unwiderstehlich, wunderschön inszeniert und für sich erinnerungswert."



"Taking Woodstock", ARD, 23:35 Uhr
Ein junger Mann (Emile Hirsch), der im Sommer 1969 im Motel seiner Eltern (Imelda Staunton und Henry Goodman) arbeitet, sorgt unbeabsichtigt für das Generationenkonzert in Woodstock.

40 Jahre nach dem legendären viertägigen Open Air-Konzert im August 1969 nahe Woodstock im US-Bundesstaat New York, zu dem 400 000 Besucher geströmt waren, wollten der chinesische Regisseur Ang Lee ("Life of Pi") und sein langjähriger US-Drehbuchautor James Schamus ("Empörung") dem kulturellen Meilenstein ein filmisches Denkmal setzen. Dabei schwebte ihnen weniger ein Konzertfilm vor, den es ja mit dem Dokumentarfilm von 1970 bereits gab, sondern der Blickwinkel aus einer persönlichen Ebene, in dem sich der Zeitgeist der späten sechziger Jahre widerspiegeln sollte.

Als Grundlage für diese Betrachtung diente die Autobiographie "Taking Woodstock" von Elliot Tiber, der auf der Leinwand von Emile Hirsch verkörpert wurde, aus dem Jahr 2007. Tiber hatte Lee selbst auf sein Buch aufmerksam gemacht, der Filmemacher zeigte Interesse und konnte Focus Features als Produktionsgesellschaft gewinnen, die ihm ein Budget von 30 Millionen Dollar zur Verfügung stellten. Gedreht wurde nicht vor Ort in Sullivan County, sondern in der Nähe in Rensselaer County und in Dutchess County im US-Bundesstaat New York.

"Taking Woodstock" ist eine flotte US-Komödie, die das Festival geschickt als zeithistorisches Echo nutzt, allerdings auch viele Sechziger-Klischees wiederkäut. Die Kritiken waren 2009 gemischt und mit weltweit bloß 10 Millionen Dollar Umsatz floppte der Streifen.

Kritiker David Anson schrieb in "Newsweek": "Manche werden diesen Film naiv nennen, aber das ist genau das, worauf Ang Lee hinaus will. Der Streifen ist eine goldige, anekdotische und humorvolle Annäherung, eine behutsame Erinnerung, dass es einst möglich war, den Zynismus der Zeit zu überwinden und zu glauben, dass 'die Bewegung' in eine liebevolle Richtung führe."



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