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The Last Boy Scout - Danielle Harris, Bruce Willis...Wayans
The Last Boy Scout - Danielle Harris, Bruce Willis und Damon Wayans

TV-Tipp für Dienstag (19.3.): Bruce Willis will überleben

Kabel1 zeigt "The Last Boy Scout"

"The Last Boy Scout", Kabel1, 22:30 Uhr
Nachdem die Frau (Halle Berry) ermordet worden ist, die er beschützen sollte, tun sich ein Privatdetektiv (Bruce Willis) und ihr Freund (Damon Wayans) zusammen, um das Verbrechen und die Hintergründe, die in die Welt des Football-Sports führen, aufzuklären.

Bei diesem US-Kriminalfilm ist nicht nur auf der Leinwand viel Testosteron zu sehen, auch hinter den Kulissen ging es mächtig zur Sache. Produzent Joel Silver ("The Nice Guys"), der englische Regisseur Tony Scott ("Man on Fire"), Drehbuchautor Shane Black ("Predator Upgrade"), dem die aufsehenerregende Rekordsumme von 1,7 Millionen Dollar für sein Skript gezahlt worden waren, und Hauptdarsteller Bruce Willis ließen ihre Egos gegeneinander prallen, als es darum ging, welchen Inhalt und welche Form die 75 Millionen Dollar teure Produktion haben sollte.

Black musste sein Drehbuch so oft umschreiben, "wie ich kein anderes jemals habe umschreiben müssen". Am Ende war vom urspünglich erworbenen Skript nicht mehr viel übrig, und Scott drehte manches nur, weil Silver ihm drohte, ihn sonst zu feuern. Alle Beteiligten nannten diese Produktion im Nachhinein eine ihrer schlimmsten Arbeitserfahrungen. Regieasisstent James Skotchdopole verriet später, dass die "aufgeladene Stimmung durch zu viele Alpha-Männer verursacht wurde, die alle ihre eigene Meinung hatten, wie was zu laufen hatte".

Mit den Dreharbeiten, die vor Ort in Los Angeles stattgefunden hatten, waren die Probleme nicht zuende. Silver und Scott konnten sich nicht auf eine Schnittfassung einigen; zahlreiche Cutter kamen und gingen, bis der englische Cutter Stuart Baird ("Tomb Raider") schließlich das Chaos meistern und vor allem eine Schnittfassung vorlegen konnte, die nicht die zunächst von der Zensur vergebene Altersfreigabe "NC-17", die alle Jugendlichen ohne Ausnahme ausgeschlossen hätte, erhielt, sondern das "R - Restricted", bei dem Jugendliche zumindest in Erwachsenenbegleitung reinkamen. Dass einem Testpublikum eine unfertige Fassung gezeigt wurde, was sofort schlechte Mundpropaganda nach sich zog, und Warner Bros. den Streifen völlig unpassend im Weihnachtsgeschäft starteten, half nicht gerade.

Dennoch wurde der spannende "The Last Boy Scout" mit seinen überraschenden Wendungen, aber seinem auch unnötig rüden Tonfall mit 102 "Fucks" und maßloser Brutalität, mit 59 Millionen Dollar - das wären nach heutigen Eintrittspreisen 127 Millionen Dollar - ein Erfolg.

In Deutschland erhielt das Werk eine FSK 18-Freigabe und landete wegen seiner expliziten Gewaltdarstellungen 1993 auf dem Index. Für die Video-Auswertung und die Fernsehausstrahlungen musste er um fünf Minuten gekürzt werden; manche Fernsehfassungen sind noch kürzer, wobei aber auch für das Verständnis der Handlung wichtige Szenen entfernt wurden. Letzten Oktober ist die Indizierung dann aufgehoben worden.

Ein Zuschauer schwärmt: "Das erste Mal, als ich diesen Film sah, haute mich die Eröffnungsszene um, die ich nach wie vor für eine der besten überhaupt halte. Der Streifen wird nie als ein Schauspieler-Klassiker gelten, aber wer seine Filme schnell mit klasse Sprüchen, die man endlos zitieren kann, mag, für den ist das hier ein Muss. Wer sich hier nicht unterhalten fühlt, nimmt sein Leben echt zu ernst."



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