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La mala educación - Schlechte Erziehung
La mala educación - Schlechte Erziehung
© Tobis Film

TV-Tipp für Donnerstag (16.5.): Gael García Bernal entfacht eine Erzählwirrnis

Arte zeigt "La mala educación"

"La mala educación - Schlechte Erziehung", Arte, 00:25 Uhr
Ein Erfolgsregisseur (Fele Martínez) begegnet 1980 in Madrid einem angeblichen ehemaligen Internatsfreund (Gael García Bernal), der ihn mit einer Novelle um einen Transvestiten bekannt macht. Diese wirft ihn in seine eigene Kindheit zurück und konfrontiert ihn mit Messen in Latein, Fußballspielen und Übergriffen durch einen Priester, aber auch mit der Initiation ins Kino.

Unentwirrbar vermischen sich in diesem vielschichtigen, wunderbar gespielten und leidenschaftlichen spanischen Drama die Erzählebenen. Was ist Fiktion, was ist Realität? Aus seinem verschachtelten Aufbau bezieht das Werk einen Großteil seiner Wirkung, gespeist durch Bilder von Atem beraubender Schönheit - erotisch und erbarmungslos.

Regisseur und Drehbuchautor Pedro Almodovár ("Die Haut, in der ich wohne"), der selbst in einer Klosterschule aufwuchs, brauchte für das Drehbuch, mit dem er zur Düsternis seiner Anfangsjahre Mitte der Achtziger zurückkehrte, laut eigener Aussage zehn Jahre. Die Arbeit hat sich gelohnt: Der umgerechnet 5 Millionen Dollar teure "La mala educación", der 2004 als erster spanischer Film die Filmfestspiele von Cannes eröffnete, erhielt sehr gute Kritiken und wurde mit einem weltweiten Umsatz von 40 Millionen Dollar auch ein Erfolg beim Publikum.

In der Preisverleihungssaison 2004/05 stand der Streifen allerdings als Brautjungfer da, niemals als Braut - viel nominiert, nicht ausgezeichnet: Nominierung als "Bester fremdsprachiger Film" beim Britischen Filmpreis, als "Bester Film", für die Regie, das Drehbuch, Kameramann José Luis Alcaine, den Song "Te doy mis ojos" von Alberto Iglesias, sowie für den Spanischen Filmpreis als "Bester Film", für die Regie, Ausstatter Antxón Gómez und Produktions-Managerin Esther García.

Kritiker David Ansen schrieb in "Newsweek": "Wie eine Matrijoschka-Puppe besteht der Film aus Schichten über Schichten, Fiktionen innerhalb der Fiktionen. Ein Mysterium und eine verschachtelte Liebesdreierbeziehung, zugleich eine Geschichte über das Erzählen selbst, den Gebrauch der Kunst und des Künstlichen, um das Unerträgliche erträglich zu machen."



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