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Planet der Affen: Prevolution - Tom Felton
Planet der Affen: Prevolution - Tom Felton
© 20th Century Fox

TV-Tipps für Sonntag (16.6.): Draco Malfoy verschuldet den Planet der Affen

Pro7 zeigt "Planet der Affen: Prevolution"

Die Affen sind los am Sonntagabend auf Pro7! Prominent platziert im Hauptprogramm ist die FreeTV-Premiere von "Planet der Affen: Survival", der die neue exzellente Trilogie beendete, gefolgt von "Planet der Affen: Prevolution", der die neue Saga begann, im Spätprogramm, und schließlich dem Mittelteil "Planet der Affen: Revolution" im Nachtprogramm.

"Planet der Affen: Survival", Pro7, 20:15 Uhr
Caesar (Andy Serkis) und seine Affen werden in einen tödlichen Konflikt mit den von einem rücksichtslosen Oberst (Woody Harrelson) angeführten Menschen gezwungen.

Es kommt nicht allzu oft vor, dass drei Teile einer Trilogie auf einer qualitativen hohen Wellenlänge liegen, aber mit dem Dreierpack der "Planet of the Apes"-Saga ist 20th Century Fox genau dies gelungen, und das ist insbesondere Regisseur und Drehbuchautor Matt Reeves zuzuschreiben.

Sobald die Studiomanager dessen Rohschnitt von Vorgänger "Dawn of the Planet of the Apes" gesehen hatten, verpflichteten sie den Filmemacher sofort auch für den dritten Part. Reeves und sein Mitautor Mark Bomback standen diesmal unter weniger Zeitdruck als beim Vorgänger und nutzten die Zeit weise. Sie schufen eine starke und ergreifende Handlung, die dann mit erneut Atem beraubenden Spezialeffekten kombiniert wurde.

Für die CGI-Technik mit den Motion Capture-Aufnahmen der in Spezialanzügen agierenden Schauspieler zeigte sich wieder Weta Digital verantwortlich, die für ihre sagenhafte Leistung sowohl für den Oscar als auch den Britischen Filmpreis nominiert wurden. Gedreht wurde "War for the Planet of the Apes" - so der Originaltitel - für 150 Millionen Dollar im kanadischen Vancouver.

Der Abschluss der Trilogie erhielt 2017 hervorragende Kritiken und wurde mit einem weltweiten Umsatz von 490 Millionen Dollar ein großer Erfolg, blieb aber deutlich unter den 710 Millionen Dollar des zweiten Teils.

Kritiker Charles Taylor schwärmte in "Newsweek": "Ein durchgängig intelligenter, moralisch gedankenvoller und oft wunderschöner Film."



"Planet der Affen: Prevolution", Pro7, 23:05 Uhr
Eine an einem Affen (Andy Serkis) geteste Substanz, die gegen Alzheimer helfen soll, verhilft diesem zu Intelligenz, so dass er einen Aufstand der Affen gegen die Menschen anleitet.

Kommerziell war die Neuverfilmung des Klassikers "Planet of the Apes" durch Tim Burton 2001 ein Erfolg gewesen, aber künstlerisch kam das Remake damals unter schweren Beschuss, und zunächst hatte niemand Interesse an einem weiteren Affenabenteuer. Bis Drehbuchautor Rick Jaffa ("Jurassic World") 2006 einen neuen Ansatzpunkt für die Reihe fand, der sich in die in den nuller Jahren aufkommenden Reboots und Origins Stories einreihte. Jaffa nutzte eine Variation des vierten "Planet of the Apes"-Streifen "Conquest of the Planet of the Apes" von 1972, der auch die Anfänge der Affen-Revolution schilderte, nutzte aber einen anderen Ansatz und baute moderne Elemente wie Genforschung ein.

20th Century Fox engagierten Rupert Wyatt für die Regie; eine ungewöhnliche Wahl, hatte der Engländer zu jenem Zeitpunkt doch nur einen Spielfilm, den kleinen britischen Kriminalfilm "The Escapist" - von dem er dessen Hauptdarsteller Brian Cox mitbrachte - inszeniert. Nun musste der damals 38-Jährige mit einem Budget von 93 Millionen Dollar und einer Vielzahl von Spezialeffekten umgehen. Denn in der Vorproduktion war die Entscheidung gefallen, erstmals bei einem "Apes"-Streifen keine Schauspieler mit Masken in den Affenrollen zu beschäftigen, sondern mit dem Motion Capture-Verfahren zu arbeiten. Hier spielen zunächst Schauspieler die Rollen, und über diese Filmaufnahmen werden dann die vom Computer erzeugten Bilder der Affen gelegt.

Seit seiner Pionierarbeit als Golum in der "Lord of the Rings"-Reihe war der englische Schauspieler Andy Serkis der gefragte Motion Capture-Akteur und übernahm hier die wichtige Rolle des Affen Cesar. Die Akzeptanz, die "Rise of the Planet of the Apes" bei Publikum und Presse finden sollte, lag zu keinem geringen Teil in seiner erstaunlichen Leistung begründet, für die Serkis als erster Motion Capture-Schauspieler auch für Preise nominiert und ausgezeichnet wurde. Für die von manchen erwartete Oscar-Nominierung reichte es indes noch nicht.

Wyatt filmte im kanadischen Vancouver, im kalifornischen San Francisco und auf Hawaii, das für den afrikanischen Dschungel einstand. Dem Filmemacher und seinem Team gelang ein kluges und stilvolles Reboot mit vorzüglichen, Oscar- und BAFTA-nominierten Spezialfeffekten, was der alten Affensaga 2011 unerwartet neues Leben einhauchte. Weltweit spielte der Science Fiction-Film 482 Millionen Dollar ein.

Kritiker Matt Looker urteilte in "The Shiznit": "Abseits einiger ziemlich offenkundigen Handlungslöcher sorgt die Kombination aus erstaunlichen Spezialeffekten und einer spannenden Geschichte für einen packenden und würdigen Neuanfang der Reihe."

2014 folgte die noch wesentlich erfolgreichere Fortsetzung "Dawn of the Planet of the Apes", und 2017 kam schließlich "War of the Planet of the Apes" auf die Leinwände.



"Planet der Affen: Revolution", Pro7, 01:00 Uhr
Die von Caesar (Andy Serkis) angeführte, wachsende Gruppe genetischer weiter entwickelter Affen wird von einer Gruppe von Menschen bedroht, die das ein Jahrzehnt zuvor entfesselte tödliche Virus überlebt haben.

Nach dem künstlerisch und kommerziell geglückten Wiederaufleben der "Planet of the Apes"-Reihe mit "Rise of the Planet of the Apes" im Jahr 2011 kündigten 20th Century Fox flink an, dass die Affen-Saga fortgesetzt werden würde und engagierten wieder Amanda Silver und Rick Jaffa für das Drehbuch. Nicht mehr dabei war der englische Regisseur Rupert Wyatt, dem der verkündete Veröffentlichungstermin im Mai 2014 zu früh erschien. Ihm folgte der US-Kollege Matt Reeves nach, der sich im kanadischen British Columbia, in New Orleans und in San Francisco für 170 Millionen Dollar daran machte, mit "Dawn of the Planet of the Apes" den insgesamt achten "Planet of the Apes"-Streifen und den zweiten der neuerlichen Trilogie in Szene zu setzen.

Wie beim Vorgänger sorgte Peter Jackson's neuseeländische Spezialeffektefirma Weta dafür, dass per Motion Capture-Verfahren aus den Schauspielern Affen wurden; auch andere Tiere wie Grizzly Bären, Pferde und Elche erzeugte man digital. Für ihre Leistungen wurden die Spezialeffekte-Künstler und -Techniker mit einer Oscar- und einer BAFTA-Nominierung belohnt. Aber nicht nur die Spezialeffekte sind beeindruckend, sondern der intelligente und bewegende Film erweitert die Errungenschaften des Vorgängers auch mit spannenden und anspruchsvollen Science Fiction-Salven.

Nach durch die Bank positiven Kritiken stürmten die Zuschauer die Kinos und machten "Dawn of the Planet of the Apes" 2014 mit einem weltweiten Einspiel von 710 Millionen Dollar zu einem Riesenerfolg.

Kritiker Nathan Bartlebaugh lobte in "The Film Stage": "Cleverer nuanciert und visuell bombastischer als alle anderen Teile, trumpft dieser Film mit einem überraschend strukturierten Drehbuch und großartigen Darstellungen der Menschen als auch der Affen auf."



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