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Terminator 2 - Tag der Abrechnung - Arnold Schwarzenegger
Terminator 2 - Tag der Abrechnung - Arnold Schwarzenegger
© Kinowelt

TV-Tipps für Samstag (19.10.): Arnold - wie einst alles begann

RTL2 zeigt "Terminator"-Meisterwerke im Doppelpack

Am kommenden Donnerstag startet "Terminator: Dark Fate", der inzwischen sechste Teil der seit 1984 laufenden Reihe um den von Arnold Schwarzenegger gemimten Cyborg, bei dem erstmals seit 1991 und "Terminator 2" auch wieder Erfinder James Cameron beteiligt gewesen ist. Grund genug für RTL2, im Spät- und Nachtprogramm mit dem Meisterwerke-Doppelback "The Terminator" und "Terminator 2: Judgment Day" noch einmal zurückzuschauen, wie einst alles begann...

"The Terminator", RTL2, 23:35 Uhr
Ein scheinbar unzerstörbarer Cyborg (Arnold Schwarzenegger) wird aus dem Jahr 2029 ins Jahr 1984 geschickt, um eine Kellnerin (Linda Hamilton) zu töten, deren ungeborener Sohn einst die Menschheit in den Krieg gegen die Maschinen anführen wird.

Für 1 Dollar verkaufte der damals 28 Jahre alte kanadische Regisseur James Cameron ("Avatar") sein Drehbuch zu diesem Science Fiction-Film an die Produzentin Gale Anne Hurd, die damit das wohl beste Geschäft ihres Lebens machte. Cameron's Bedingung: Er müsse selbst Regie führen.

Mit einem vergleichsweisen geringen Budget von 6 Millionen Dollar - das würde heute 14 Millionen Dollar entsprechen - drehte James die Orion Pictures-Produktion vor Ort in Los Angeles. In Prä-CGI-Zeiten arbeitete die Produktion noch mit praktischen Modellen: Effekte-Maestro Stan Winston stellte Terminator-Puppen her, die in Stop Motion-Animationen zum filmischen Leben erweckt wurden.

Für die Titelrolle hatte man Mel "Mad Max" Gibson und Sylvester "Rambo" Stallone angefragt, die kein Interesse zeigten. So ging der Part an den dank "Conan the Barbarian" aufstrebenden, damals 36 Jahre alten Arnold Schwarzenegger, der eigentlich die Rolle spielen sollte, die dann Michael Biehn übernahm. Cameron war die Idee gekommen, dass der Österreicher die Maschine viel besser verkörpern würde, zumal er mit seinem dicken österreichischen Akzent dann auch nicht viel Text hatte. Arnold spricht im gesamten Film 70 und macht sonst nicht viele Worte.

Cameron gelang mit "The Terminator" ein schnörkellos inszeniertes Meisterwerk mit eindrucksvollen Action-Szenen und unablässig hohem Tempo, beklemmend intensiv und unbarmherzig brutal. Das in Deutschland zunächst ab 18 Jahren freigegebene Werk wurde 1985 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährende Medien indiziert - es war damit wie ein Porno-Video praktisch nur auf Nachfrage unter der Ladentheke zu erhalten und durfte nicht beworben werden. 2010 wurde der Film vom Index gestrichen und erhielt von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren. Im Fernsehen dürfen nur gekürzte Fassungen ausgestrahlt werden.

Orion hatten wenig Vertrauen in den Film, als sie ihn 1984 in die Kinos brachten und organisierten eine einzige Pressevorführung. Zu ihrer und sicher auch anderer Überraschung erhielt der Streifen sehr gute Kritiken und wurde ein großer Erfolg beim US-Publikum, der zwei Wochen lang von der Charts-Spitze grüßte. Mit weltweit 78 Millionen Dollar Umsatz - das wären heute rund 190 Millionen Dollar - wurde "The Terminator" ein Erfolg, der das Action-Genre geprägt und bis heute fünf Fortsetzungen nach sich gezogen hat.

2008 nahm die Library of Congress "The Terminator" als "kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsames Werk" in das National Film Registry auf, um es der Nachwelt zu erhalten.

Ein Zuschauer schwärmt: "Es gibt bessere Filme. Es gibt mit Sicherheit bessere Schauspieler. Es gab auch Anfang der Achtziger schon bessere Spezialeffekte. Aber kein anderer Streifen hat so viele Fragen bezüglich Krieg, Informationstechnologie und der Zukunft der Menschheit angetickt, die immer noch relevant sind, und dies in das endlos faszinierende Zeitreisenparadox eingebettet."



"Terminator 2", RTL2, 01:40 Uhr
Ein Cyborg (Arnold Schwarzenegger), identisch mit demjenigen, der es nicht geschafft hat, Sarah Connor (Linda Hamilton) zu ermorden, muss nun ihren jungen Sohn John (Edward Furlong) vor einem höher entwickelten, aus flüssigem Metal bestehenden Cyborg (Robert Patrick) beschützen.

"I'll be back!" Und wie. Schon der Trailer zu "Terminator 2", der Fortsetzung von 1991 zu James Cameron's eigenem ersten Teil von 1984, signalisierte den endgültigen Beginn einer neuen Ära: Der flüssige Bösewicht T-1000 führte erstaunten Kinobesuchern erstmals vor, wozu die von Industrial Light & Magic computergenerierten Bilder in der Lage waren - und diese trugen maßgeblich zum phänomenalen Erfolg dieses Science Fiction-Films bei.

Die Arbeiten an seinem "The Abyss" von 1989 hatten Cameron gezeigt, dass die Fortschritte bei den computergenerierten Prozessen (CGI) so weit fortgeschritten waren, dass es nun möglich war, die Fortsetzung zu "The Terminator" von 1984 so umzusetzen, wie es sich der Filmemacher, der auch das Drehbuch schrieb, vorstellte. Seit "Tron" von 1982 verließ sich keine Produktion so sehr auf diese Technik wie dieser. Komprimiert machen diese Effekte nur 5 Minuten des ganzen 137 Minuten langen Werks aus, aber sie trugen enorm zum Erfolg der Produktion bei.

Nachdem es in langwierigen Verhandlungen gelang, die Rechte an der Figur dem Studio Hemdale abzukaufen, konnte Cameron, der den Streifen auch produzierte, loslegen und sein Team in Los Angeles zusammen stellen. 171 Tage von Oktober 1990 bis März 1991 dauerten die Dreharbeiten. Nicht nur die Drehzeit war enorm, auch das Budget von 102 Millionen Dollar war außerordentlich und betrug das Dreifache einer durchschnittlich Hollywood-Produktion und gar das 15-fache dessen, was "The Terminator" sieben Jahre zuvor gekostet hatte.

Es war aber nicht die Technik alleine, mit der Cameron dieses Meisterwerk kreierte, sondern auch die spannend inszenierten Action-Szenen und die Tiefe, die er den menschlichen Charakteren und sogar Schwarzenegger's T-800 verlieh. Die Produktion gewann zahlreiche Preise, war ein weltweiter Hit mit einem Einspiel von knapp 520 Millionen Dollar und damit das weltweit erfolgreichste Werk des Jahres 1991.

"Terminator 2: Jugdment Day" gewann die Academy Awards für die Maskenbildner, die Visuellen Effekte, die Tontechniker und den Tonschnitt; er war nominiert für Kameramann Adam Greenberg und die Cutter. Bei den Britischen Filmpreisen war er nominiert für Bühnenbildner Joseph C. Nemec III, die Visuellen Effekte und für die Tontechniker.

"Dieser Film ist perfekt. Er überträgt die Vision eines der einfallsreichsten Regisseure auf die Leinwand, realisiert diese mit all den Werkzeugen, die dazu notwendig sind - Schauspieler, Stuntmen, Puppen, Modelle, Computergraphiken. Ohne diese Vision wäre dieser Film nichts. Ohne diese Werkzeuge wäre dieser Film nichts. Aber - das kann niemand bestreiten - dieser Film hat auch ein Herz", lobt ein Zuschauer.



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