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The King's Speech - Bertie (Colin Firth) und Lionel...rbeit
The King's Speech - Bertie (Colin Firth) und Lionel Logue (Geoffrey Rush) bei der Arbeit
© Senator

TV-Tipps für Samstag (28.12.): Geoffrey Rush lehrt Colin Firth zu sprechen

ARD zeigt "The King's Speech"

Am Samstagabend zeigt 3sat im Hauptprogramm die Audrey Hepburn-Komödie "Wie klaut man eine Million?", gefolgt vom Oscar-Sieger "The King's Speech" im ARD-Spätprogramm.

"Wie klaut man eine Million?", 3sat, 21:40 Uhr
Ein Mann (Peter O'Toole) holt gemeinsam mit der geliebten Tochter (Audrey Hepburn) eines Kunstfälschers (Hugh Griffith) heimlich eine gefälschte Cellini-Statue aus einer Ausstellung zurück, um den künftigen Schwiegervater vor einem Skandal zu bewahren.

Diese leichtgewichtige US-Komödie wurde von William Wyler ("Ben-Hur") für 6,5 Millionen Dollar komplett vor Ort in Paris gedreht. Vorlage war die Kurzgeschichte "Venus Rising" von George Bradshaw aus dem Jahr 1962. Trotz guter Kritiken floppte die munter gespielte, geistreiche, witzige und spannende 20th Century Fox-Produktion mit nur 4,4 Millionen Dollar im Jahr 1966.

Das Drehbuch von Harry Kurnitz wurde für den Writers Guild of America Award nominiert.

Eine Zuschauerin lobt: "Diese herrliche Komödie ist ausgelassen, extrem clever und sehr witzig. Das Sahnehäubchen ist die Musik von John Williams, die den verrückten Spaß wirkungsvoll unterstützt."



"The King's Speech", ARD, 23:50 Uhr
Die Geschichte des britischen König George VI (Colin Firth), seines plötzlichen Aufstiegs auf den Thron und seines Sprachtherapeuten (Geoffrey Rush), der dem unsicheren Monarchen half, des Thrones würdig zu werden.

Figuren des öffentlichen Lebens leben hauptsächlich von ihrer Sprache. Egal wie hoch ihr Engagement ist, unabhängig davon wie gut ihre Politik sein mag - wenn sie im Radio, im Fernsehen oder in der Öffentlichkeit keine drei geraden Sätze unfallfrei sprechen können, macht man sich schnell über sie lustig. Sie wirken unbeholfen, gar dämlich. Und ihre eigentliche Machtbasis, die Autorität, ist schnell dahin. Dieses britische Drama von 2010 nimmt diese Ausgangsüberlegung für ein Gedankenexperiment: Was wenn der britische König sein Land auf einen Krieg gegen Deutschland einschwören muss, das mit Adolf Hitler gleichzeitig von einem der besten Redner im Zeitalter der Massenmedien angeführt wird - und der König stottert? Eine interessante Prämisse, die obendrein noch den Vorteil hat, wahr zu sein.

Den von Colin Firth gespielten stotternden König George VI gab es wirklich, und auch seine Besuche beim australischen Sprachtherapeuten Lionel Logue sind belegt. Drehbuchautor David Seidler, der selbst stottert, beschäftigte sich mit dieser Geschichte bereits seit den achtziger Jahren. Neun Wochen vor Drehbeginn im Jahr 2009 entdeckte man Notizen im Nachlass von Logue, die in den Film eingearbeitet wurden und so für noch mehr Authentizität sorgten. Regisseur Tom Hooper ("Cats") versammelte einige der besten Talente, die das englischsprachige Schauspiel zu bieten hat, und setzte Seidler's Geschichte packend um. Keine kleine Sache, bedenkt man, dass Sprachtherapie und Geschichtsstunde nicht unbedingt die aufregendsten aller Kombinationen für eine Kinoleinwand ergeben.

Doch dieses für gerade mal umgerechnet 15 Millionen Dollar produzierte Werk wurde auf der Insel zu einem kulturellen Phänomen: Zuschauer aller Altersstufen kamen in die Kinos, die über Wochen ausverkauft waren. Und der Film lief. Und lief. Und lief. Menschen, die seit Jahrzehnten kein Lichtspielhaus mehr betreten hatten, wollten wissen, was es denn da mit diesem Film über den stotternden König auf sich hat. Und am Schluss der Vorstellung gab es in vielen Kinosälen Applaus.

Weltweit spielte "The King's Speech" 414 Millionen Dollar ein. Die Kritiker überschlugen sich mit Lob, insbesondere für die Leistung von Firth: "Als Schauspieler des Jahres im Film des Jahres, fallen mir nicht genügend Adjektive ein, um Colin Firth angemessen zu würdigen. Der Film hat mich sprachlos zurückgelassen", schrieb Rex Reed für den "New York Observer".

Das Werk gewann über 100 Preise und war für rund 140 weitere nominiert. 53 der Nominierungen gingen davon allein an Colin Firth. Bei der Oscar-Verleihung 2011 war "The King's Speech" für ein Dutzend Academy Awards nominiert - Helena Bonham Carter als Nebendarstellerin, Geoffrey Rush als Nebendarsteller, Kameramann Danny Cohen, Komponist Alexandre Desplat, Cutter Tariq Anwar, die Bühnenbildner, Kostümbildnerin Jenny Beavan und die Tonmischung - und gewann derer vier, alle in Hauptkategorien: "Bester Film", Regisseur Tom Hooper, Hauptdarsteller Colin Firth und Drehbuchautor David Seidler.

Bei den Golden Globes gewann Hauptdarsteller Firth; nominiert waren der Film, Regisseur Hooper, Drehbuchautor Seidler, Nebendarstellerin Bonham Carter, Nebendarsteller Rush und Komponist Desplat. Britische Filmpreise gingen an den Film, Drehbuchautor Seidler, Hauptdarsteller Firth, Nebendarstellerin Bonham Carter, Nebendarsteller Rush und Komponist Desplat; nominiert waren Regisseur Hooper, Kameramann Cohen, Cutter Anwar, Kostümbildnerin Beavan, Maskenbildnerin Frances Hannon, die Ausstatter und die Tontechniker.



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