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Bad Boys for Life - Martin Lawrence und Will Smith
Bad Boys for Life - Martin Lawrence und Will Smith
© Sony Pictures

Kinocharts USA (31.1. - 2.2.): Touchdown für "Bad Boys" am SuperBowl-Wochenende

Blake Lively kommt aus dem Rhythmus

Wie zu erwarten, zog der SuperBowl gestern Abend einen Großteil des Publikums aus den Kinos ab, zumal die beiden Neustarts "The Rhythm Section" und "Gretel & Hansel" auch an jedem anderen verdammten Sonntag keinen sonderlichen Anlass gegeben hätten, eine Kinokarte zu lösen. Immerhin war Verlass auf den Spitzenreiter "Bad Boys for Life", der immer noch ein gutes Ergebnis erzielen konnte. Dieser Silberstreif sorgte eigenhändig dafür, dass die Top Twelve-Filme insgesamt ein mit 70 Millionen Dollar schwaches, aber wenigstens etwas besseres Gesamtergebnis als die kümmerlichen 56 Millionen Dollar des Vorjahreswochenendes erlösen konnten. Damals schaffte Spitzenreiter "Glass" mit Bruce Willis an seinem dritten Wochenende mit 9 Millionen Dollar nicht mal mehr die zweistellige Millionenzahl.

Gold
"Bad Boys for Life" gelingt der Hattrick-Touchdown am SuperBowl-Wochenende. Der Kriminalfilm erreicht gute 17 Millionen Dollar am dritten Wochenende und erhöht sein Gesamtergebnis auf 148 Millionen Dollar. Damit ist die 90 Millionen Dollar teure Columbia Pictures-Produktion der erfolgreichste der drei Teile, indem er die 138 Millionen Dollar von "Bad Boys 2" aus dem Jahr 2003 übertroffen hat. Zudem ist er jetzt auch die erfolgreichste Januar-Premiere aller Zeiten. Bisher lag hier "Paul Blart: Mall Cop" mit 146 Millionen Dollar aus dem Jahr 2009 vorne. 70 Kinos hatten das Will Smith-Werk aus dem Programm genommen; er läuft noch in 3705 Lichtspielhäusern, in denen sich der Zuschauerschwund mit minus 48 Prozent in Grenzen hielt. Weltweit liegt der Umsatz bei 291 Millionen Dollar.

Silber
"1917" erhielt von Universal Pictures 50 weitere Spielstätten spendiert, so dass der Golden Globe- und BAFTA-Gewinner mit 3987 Filmtheatern jetzt "Dolittle" als meistgezeigten Streifen Kanadas und der USA abgelöst hat. Der britische Abenteuerfilm konnte mit 10 Millionen Dollar seinen zweiten Platz am inzwischen schon sechsten Wochenende verteidigen und steht bei insgesamt 119 Millionen Dollar. Der Zuschauerschwund fiel mit minus 39 Prozent gemäßigt aus. Sollte sich der erwartete Oscar-Gewinn am kommenden Sonntagabend materialisieren, dann dürfte das Interesse an dem George MacKay-Film weiter hoch bleiben. Das 100 Millionen Dollar teure Meisterwerk steht bei aktuell weltweit 249 Millionen Dollar Umsatz.

Bronze
Auch der dritte Platz kann gehalten werden, obwohl "Dolittle" vor seiner dritten Woche 405 Spielorte räumen musste und jetzt nur noch in 3750 Kinos angeboten wird. Mit minus 37 Prozent hielt sich auch hier der Besucherrückgang im Rahmen. 7 Millionen Dollar war die Komödie mit Robert Downey Jr. den Zuschauern noch wert, so dass sich das Gesamtergebnis auf 55 Millionen Dollar erhöht hat. Das Problem für Universal Pictures: Der Streifen hat alleine an Produktionskosten 175 Millionen Dollar verschlungen. Weltweit liegt die Neuverfilmung bei 126 Millionen Dollar.

Die Neuen
Vierter Horrorfilm im Januar, vierter Flop. Diesmal waren die Kritiken wenigstens nicht durchweg verheerend, aber genützt hat es "Gretel & Hansel" wenig - nur 6 Millionen Dollar kamen in 3007 Kinos für den vierten Platz zusammen. Positiv für United Artists: Die Orion-Produktion mit Sophia Lillis hat lediglich 5 Millionen Dollar gekostet.

Richtig schlimm wurde "The Rhythm Section" getroffen, und das ist für Paramount Pictures ein Problem, denn der unglücklich betitelte Thriller hat 50 Millionen Dollar gekostet. Mit 2,8 Millionen Dollar legt der Blake Lively-Film den miesesten Start aller Zeiten für einen Streifen, der in über 3000 - hier sind es 3049 - Kinos angelaufen ist, hin. Die schlechten Kritiken und Zuschauerreaktionen werden zu keiner Langlebigkeit verhelfen, und als nur Zehnter ist mit den Top Ten nächstes Wochenende sowieso Schluss.

Auf den Plätzen
Fünfter ist der Matthew McConaughey-Kriminalfilm "The Gentlemen" (2. Woche / bisher ingesamt 20 Millionen Dollar); Sechster ist "Jumanji: The Next Level" (8. Woche /291 Mio.); Siebter ist "Star Wars: Episode IX - The Rise of Skywalker" (7. Woche / 507 Mio.); Achter ist der Mackenzie Davis-Horrorfilm "The Turning" (2. Woche / 11 Mio.) und schließlich Neunter "Little Women" (6. Woche / 99 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Um richtig Resonanz zu finden, hätte "Just Mercy" eine Oscar-Nominierung für Jamie Foxx benötigt. Da diese ausblieb, floppt das Drama, für das noch keine Budget-Zahl von Warner Brothers Pictures veröffentlicht worden ist, mit nur 31 Millionen Dollar in sechs Wochen.

Viel besser sieht es für "Knives Out" aus. Der Kriminalfilm mit Daniel Craig hat Lionsgate Films 40 Millionen Dollar gekostet und in zehn Wochen 156 Millionen Dollar umgesetzt. Weltweit sind es aktuell 294 Millionen Dollar.

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