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Air Force One - Gary Oldman und Harrison Ford
Air Force One - Gary Oldman und Harrison Ford
© Columbia TriStar

TV-Tipps für Samstag (4.4.): Gary Oldman kapert Harrison Ford's Flugzeug

Vox zeigt "Air Force One"

Am Samstagabend ist für Spielfilmfreunde Hollywood-Action auf den Privaten angesagt. Erst kämpft Harrison Ford als US-Präsident um die Hoheit seiner Regierungsmaschine in "Air Force One" im Vox-Hauptprogramm, dann ringt Jason Statham als Meisterdieb um eine Beute in "Parker" im Pro7-Nachtprogramm.

"Air Force One", Vox, 20:15 Uhr
Anhänger eines kasachischen Diktators (Jürgen Prochnow) kapern Air Force One. Während die Vizepräsidentin (Glenn Close) von Washington D.C. aus verhandelt, kämpft der US-Präsident (Harrison Ford) gegen die Geiselnehmer an Bord.

Dieser US-Thriller ist der Beweis, dass selbst eine völlig unglaubwürdige Geschichte wie diese in den Händen von erstklassigen Künstlern zu spannender Unterhaltung geraten kann. Der deutsche Regisseur Wolfgang Petersen ("Troy") inszeniert handwerklich sorgfältig und auf den Punkt genaue Effekte und lässt die Anspannung spürbar für die Zuschauer werden.

Die Columbia Pictures-Produktion entstand für 85 Millionen Dollar in den Hollywood-Studios sowie im US-Bundesstaat Ohio, der für einige Szenen in Russland einstand. Petersen lehnte die Musik von Randy Newman ab und engagierte stattdessen Jerry Goldsmith, dem unter enormen Zeitdruck ein bemerkenswerter Soundtrack gelang, dessen Hauptmotiv zum Missfallen der Produzenten von Donald Trump während seiner Wahlkampauftritte 2016 eingesetzt wurde.

"Air Force One" erhielt 1997 gute Kritiken und wurde mit weltweit 315 Millionen Dollar Umsatz ein Riesenerfolg beim Publikum. Für Cutter Richard Francis-Bruce und die Tontechniker gab es Oscar-Nominierungen.

Eine Zuschauerin lobt: "Von Anfang bis Ende ist dieser Film eine unerbittlich packende Achterbahnfahrt mit einer spanndenden Sequenz nach der anderen. Trotz einer manchmal lachhaften Story und einigen Unwahrscheinlichkeiten, ist die Spannung mit Händen zu greifen, dank sympatischen Charakteren und verabscheuungswürdigen Schurken."



"Parker", Pro7, 00:15 Uhr
Ein Dieb (Jason Statham) mit einem einmaligen Code professionellen Ethos wird von seinem Team über's Kreuz gelegt und scheinbar tot zurück gelassen. Er nimmt eine neue Identität an und bildet eine ungewöhnliche Partnerschaft mit einer Frau (Jennifer Lopez) und will die Beute des neuen Raubzugs der Ex-Kollegen an sich bringen.

Die Figur des Parker stammt aus den Romanen von Donald Westlake, der diese unter dem Pseudonym Richard Stark schrieb. In 25 Büchern zwischen 1962 und 2008 spielte der Berufskriminelle mit Ethos mit. Westlake vergab zwar die Verfilmungsrechte für einzelne Bücher, die zu Streifen wie "Point Blank" von 1967 und "Payback" von 1999 führten. Aber Lee Marvin beziehungsweise Mel Gibson durften nicht den Namen benutzen. Dies wurde erst möglich nach dem Tod des Autoren, als seine Witwe den Produzenten dieser Independent-Produktion die Erlaubnis zur Namensnutzung.

Dieser US-Kriminalfilm basiert auf dem 19. Parker-Abenteuer "Flashfire" ("Irgendwann gibt jeder auf") aus dem Jahr 2000. Regisseur Taylor Hackford ("The Devil's Advocate") drehte das Werk für 35 Millionen Dollar für New Orleans, Louisiana und Florida. Jason Statham, der als ehemaliger Fahrer für das britische Olympia-Team gefahren war, absolvierte seine gesamten Stunts selbst.

Das große Plus ist der wie immer einsatzfreudige Hauptdarsteller, ansonsten ist der Film überraschungsarm und allzu verwickelt geraten. Die Kritiken waren nur gemischt, und der Streifen floppte mit weltweit 46 Millionen Dollar.

Kritikerin Lisa Giles-Keddie schrieb in "HeyUGuys": "Ein gut gemachter, schlussendlich unterhaltsamer und gut anzusehender Streifen, der aber nicht gerade bahnbrechend ist."



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