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Geliebtes Leben - Mrs. Tafa (Harriet Manamela), Lillian (Lerato Mvelase) und Chanda (Khomotso Manyaka) beim Singen in der Kirche
© Senator Film

TV-Tipps für Samstag (2.5.): Khomotso Manyaka muss die Familie zusammen halten

3sat zeigt "Geliebtes Leben"

Am Samstagabend sind für Spielfilm-Fans Action oder Gefühl angesagt: Vox strahlt im Spätprogramm den zweiten "Transporter" mit Jason Statham aus. 3sat zeigt parallel das südafrikanische Drama "Geliebtes Leben" des Berliner Regisseurs Oliver Schmitz.

"Transporter - The Mission", Vox, 22:05 Uhr
Ein Chauffeur (Jason Statham) wird der Entführung des jungen Sohnes (Hunter Clary) eines US-Regierungsbeamten (Matthew Modine) verdächtigt und ermittelt auf eigene Faust dessen Verschwinden.

"The Transporter" lief 2002 erfolgreich. Luc Besson hatte über seine Produktionsgesellschaft EuropaCorp umgerechnet 20 Millionen Dollar investiert, und die Zuschauer erwarben weltweit Eintrittskarten im Wert von 44 Millionen Dollar. Grund genug für die Fortsetzung, bei der vor und hinter der Kamera das gleiche Team arbeitete. Besson ("Anna") schrieb zusammen mit Robert Mark Kamen ("Angel Has Fallen") wieder das Drehbuch, Louis Letterier ("Now You See Me") inszenierte erneut, und Jason Statham übernahm wieder die Titelrolle.

Gedreht wurde der aufwendig auf Englisch produzierte französische Thriller vor Ort im US-Bundesstaat Florida. Im besten Sinne bringen die Künstler mehr vom Gleichen: Rasante, stilisierte und überkanditelte Action, die Spaß macht und von keinerlei Logik angekränkelt ist.

Wie das Original erhielt auch "Transporter 2" gemischte Kritiken und wie dieser erwies er sich als Erfolg, der 2005 weltweit 89 Millionen Dollar umsetzte, so dass wiederum drei Jahre später der dritte Part folgen sollte.

Kritiker Jeffrey Lyles schrieb in "Lyles Movie Files": "Wie der Vorgänger ist das kein Action-Film, der ernst genommen werden will. Alles was man tun muss, ist, sich zurück zu lehnen, die absurde Verrücktheit anzunehmen und die Fahrt zu genießen."



"Geliebtes Leben", 3sat, 23:00 Uhr
Ein zwölfjähriges Mädchen (Khomotso Manyaka) muss die Verantwortung für seine jüngeren Geschwister übernehmen, da die erkrankte Mutter (Lerato Mvelase) die Familie nicht zusammen halten kann.

Selbst wer den Namen von Regisseur Oliver Schmitz nicht kennt, hat mit großer Wahrscheinlichkeit schon einmal etwas von dem 55-Jährigen gesehen: Er inszenierte 24 der insgesamt 52 Folgen der Fernsehserie "Türkisch für Anfänger".

Als südafrikanischer Regisseur deutscher Abstammung beschäftigt sich Schmitz auch mit Themen seines Heimatlandes, selbst wenn der Filmemacher, der fließend Deutsch spricht und Grundkenntnisse in Afrikaans und Zulu besitzt, vorwiegend in Berlin lebt.

Mit dieser auf Sotho, einer Landessprache im südlichen Südafrika, gedrehten südafrikanischen Produktion von 2010, adaptierte Schmitz den Roman "Chanda's Secrets" von Alan Stratton aus dem Jahr 2004 und schaffte es, als Anwärter auf einen Oscar für den "Besten nicht englischsprachigen Film" für Südafrika ins Rennen zu gehen. Sein lebensbejahendes und Anteil nehmendes Werk, welches das heikle Thema AIDS aufgreift, schaffte es dann trotz hervorragender Rezensionen indes nicht unter die fünf nominierten Streifen. Aber Oliver wurde auf einigen Filmfestivals, so auch mit einem Preis in Cannes, ausgezeichnet.

Kritiker Colin Covert schrieb in "Minneapolis Star Tribune": "Eine ermutigende Geschichte von Standhaftigkeit, die ohne falsche Stimmungsaufheller erzählt wird. Sie ist hoffnungsvoll, ohne rührselig zu sein, realistisch, aber nicht bedrückend."



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