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Tenet - Kenneth Branagh
Tenet - Kenneth Branagh
© Warner Bros.

Kinocharts USA (11. - 13.9.): "Tenet" profitiert von fehlender Konkurrenz

Schwächelnder Spitzenreiter

Der Vergleich hinkt etwas, denn für sein "Eröffnungswochenende" hatte "Tenet" vor zwei Wochen elf Tage Zeit und konnte für Pandemie-Zeiten und in lediglich 2810 Kinos beeindruckende 20 Millionen Dollar einfahren. Am zweiten regulären Wochenende ist jetzt die Ernüchterung gefolgt: In unverändert 2810 Lichtspielhäusern konnte der Science Fiction-Film mit John David Washington nur noch 6 Millionen Dollar umsetzen - ein schmerzhafter Abfall um zwei Drittel im Publikumsauflauf. Die 200 Millionen Dollar teure Warner Brothers Pictures-Produktion liegt jetzt bei knapp 30 Millionen Dollar Gesamtumsatz.

"Tenet" wird absehbar auf Wochen konkurrenzlos bleiben; sollte der Publikumsschwund für den Spitzenreiter dennoch so dramatisch anhalten, dann stünde das letzte Woche noch so positiv bewertete Risiko von Warner Bros., einen Blockbuster bereits jetzt zu starten, in einem düsteren Licht - was die Hoffnung nehmen dürfte, dass die anderen Studios in absehbarer Zeit ihre großen Titel starten werden. Warner Bros. selbst haben gerade ihren "Wonder Woman 1984" vom 2. Oktober auf Weihnachten verschoben.

Im Ausland läuft es für das Christopher Nolan-Werk besser: Am Wochenende kamen dort weitere 37 Millionen Dollar zusammen, so dass der weltweite Umsatz jetzt bei 207 Millionen Dollar liegt.

TriStar Pictures wagten sich am Wochendende mit einer Multikulti-Komödie vor: "The Broken Hearts Gallery" debutierte in 2209 Filmtheatern. Die 8 Millionen Dollar teure Produktion mit Geraldine Viswanathan, die gute Kritiken erhalten hat, spielte nur miserable 1,1 Millionen Dollar ein. Auch kein Hoffnungsschimmer.

Weiterhin im vierstelligem Kinobereich und vor leeren Rängen spielend sind "The New Mutants" und "Unhinged". Der Horrorfilm mit Anya Taylor-Joy läuft in seiner dritten Woche; die 80 Millionen Dollar teure 20th Century Studios-Produktion hat bis jetzt 15 Millionen Dollar umgesetzt. Der 33 Millionen Dollar teure Thriller mit Caren Pistorius hat für Ingenious Media bis jetzt 14 Millionen Dollar in fünf Wochen eingebracht.


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