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Poltergeist - Oliver Robins, Craig T. Nelson, JoBeth...Dunne
Poltergeist - Oliver Robins, Craig T. Nelson, JoBeth Williams und Dominique Dunne

TV-Tipp für Dienstag (6.10.): Bei Steven Spielberg spukt's

Kabel1 zeigt "Poltergeist"

"Poltergeist", Kabel1, 00:10 Uhr
Das neue Heim einer Familie wird von Geistern gestört.

Ein geschickt gefilmter, schnörkellos geschriebener und - natürlich am wichtigsten für einen Horrorfilm - konstant Angst einjagender amerikanischer Film, hat sich diese Universal Pictures-Produktion aus dem Jahr 1982 als moderner Klassiker etabliert. Was als launige Satire auf den American Way of Life beginnt, entwickelt sich zu einem von gekonnten und aufwendigen Spezialeffekten unterfütterten Schreckensstreifen. Kritiker wie Zuschauer gefiel das 10 Millionen Dollar teure Werk, das mit weltweit 122 Millionen Dollar ein Riesenerfolg wurde und 1986 und 1988 Fortsetzungen und 2015 eine überflüssige Neuverfilmung erfahren sollte.

Schon während der Produktion und bis zum heutigen Tag ist allerdings umstritten, wem die Lorbeeren für diesen Erfolg gebühren. Im "Spielberg Summer" von 1982, als im Juni mit "E.T." und "Poltergeist" zwei mit dem Filmemacher verbundene Produktionen in die Kinos kamen, entbrannte eine Diskussion darüber, ob Produzent und Drehbuchautor Steven Spielberg selbst oder der offiziell im Vorspann genannte Regisseur Tobe Hooper ("The Texas Chainsaw Massacre") "Poltergeist" inszeniert hatten.

Vertraglich war es Steven von Universal Pictures untersagt, neben "E.T." parallel bei einem anderen Film Regie zu führen. Auch die Regiegewerkschaft untersuchte, wer denn nun das Megaphon in der Hand hatte. Während Spielberg damit kokettierte, dass er Hooper sozusagen zur Hand gegangen sei, bestand Tobe darauf, dass es seine ureigene Version sei, die es auf die Leinwände geschafft habe. In den folgenden Jahren gab es sich widersprechende Aussagen von Schauspielern und Crew-Mitgliedern, ob Spielberg die Dreharbeiten gekapert habe.

Steven schaltete in der Premierenwoche eine an Tobe Hooper gerichtete Anzeige, um den Gerüchten zu begegnen: "Bedauerlicherweise haben Teile der Presse die ziemlich einmalige kreative Beziehung missverstanden, die du und ich während der Dreharbeiten zu 'Poltergeist' geteilt haben. Ich habe deine Offenheit zu schätzen gewusst, mir einen weiten Spielraum für ein künstlerisches Engagement zu ermöglichen, genauso wie ich weiß, dass Du die Freiheit genossen hast, 'Poltergeist' so wunderbar zu inszenieren. Mit meinem Drehbuch hast du von Anfang an eine Vision dieses sehr intensiven Films akzeptiert und als Regisseur die Erwartungen erfüllt. Du hast dich die ganze Zeit verantwortungsvoll und professionell verhalten, und ich wünsche dir einen großen Erfolg für dein nächstes Projekt." Ein klares Dementi hätte anders geklungen...

Die Werbung und die öffentliche Wahrnehmung nahmen "Poltergeist" sowieso als Spielberg-Streifen wahr, was der Produktion sicher nicht zum Nachteil gereichte. Mit dem Gewicht seines Namens konnte Spielberg auch die zunächst von der Motion Picture Association of America verliehene Altersfreigabe "R" ("Restricted) per Widerspruch in ein "PG" umwandeln, was Jugendlichen den Besuch des Werks doch noch ermöglichte und die Kassen lauter klingeln ließ...

"Poltergeist" erhielt drei Oscar-Nominierungen: Für Komponist Jerry Goldsmith, die Visuellen Effekte und den Schnitt der Toneffekte. Richard Edlund gewann den Britischen Filmpreis für die Visuellen Effekte.

Eine Zuschauerin lobt: "Dieser Film ist voller Schreckmomente, besitzt Sinn für Humor und genügend Glibber für Horror-Fans. Man bekommt einige Chancen, Atem zu holen, aber wenn der Schrecken startet, gibt es kein Halten mehr. Die Schauspieler sind spitze! Die Chemie zwischen JoBeth Williams und Craig T. Nelson als Eltern ist wunderbar, Beatrice Straight erschafft eine großartige Parapsychologin, und Heather O'Rourke ist als kleine Carol-Anne ist einfach nur zum Knuddeln. P.S. Wer Angst vor Clowns hat, wird von diesem Film traumatisiert werden..."



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