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Godzilla vs. Kong
Godzilla vs. Kong
© Warner Bros.

Kinocharts USA (2. - 4.4.): Godzilla und King Kong röhren wie in alten Zeiten

Filmgeschäft in kleinen Schritten zu alter Größe

Die Zahlen lügen nicht. Und die Zahlen besagen, dass Ostern in diesem Jahr nicht nur das Fest der Wideraufstehung für die christlichen Kirchen, sondern auch für die US-Filmindustrie gewesen sein könnte - vorausgesetzt, die Pandemie-Lage schlägt nicht böse zurück.

Der Umsatz, den der neue Spitzenreiter "Godzilla vs. Kong" erzielte, fühlt sich jedenfalls erstmals in diesem März 2020 belastenden Corona-Jahr nach guten, alten Box Office-Zeiten an. Die 200 Millionen Dollar teure Warner Brothers Pictures-Produktion, die gute Kritiken erhalten hat, konnte die bisherigen Corona-Zeiten-Rekorde nahezu pulverisieren. Der bisherige Wochenendbestwert von "Wonder Woman 1984" aus dem Dezember, der bei 16 Millionen Dollar lag, wurde mit 28 Millionen Dollar locker überboten. Auch die Zahl der Filmtheater, in denen der Fantasy-Film von Adam Wingart ("Death Note") angelaufen ist, stellt innerhalb des Pandemie-Ausnahmezustandes mit 3064 Kinos eine Höchstmarke dar. Auch der beste Premierentag - 9,6 Millionen Dollar am Mittwoch - und der beste einzelne Tag - 12,5 Millionen Dollar am Samstag - schlugen zu Buche.

Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, weil Warner Bros. in Folge ihrer neuen Verleihpolitik den Alexander Skarsgård-Streifen zugleich auch auf HBO Max veröffentlicht haben, wo er ebenfalls Rekordzahlen erbracht hat. Inzwischen steht "Godzilla vs. Kong" schon bei 49 Millionen Dollar, international bei 237 Millionen Dollar und damit weltweit bei 286 Millionen Dollar. Was immer man sich von einem 88 Jahre alten Affen und einer 67 Jahre alten Echse erhoffen durfte - sie haben geliefert.

Mit großem Abstand Zweiter wurde am Wochenende "The Unholy". Der Horrorfilm ist das Debut des griechischen Regisseurs Evan Spiliotopoulos und basiert auf dem Roman "Shrine" von James Herbert aus dem Jahr 1983. Die Screen Gems-Produktion hat schlechte Kritiken zu verkraften und konnte lediglich 3,1 Millionen Dollar umsetzen. Das Jeffrey Dean Morgan-Werk ist in 1850 Spielstätten zu sehen.

Vorwochen-Champ "Nobody" errang an seinem zweiten Wochenende Bronze. Der Thriller mit Bob Odenkirk kam in 2567 Lichtspielhäusern auf 3,0 Millionen Dollar, womit die 16 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Produktion nach zehn Tagen bei insgesamt 12 Millionen Dollar steht.

Auf zweistellige Millionenwerte bringen es aktuell der Animationsstreifen "Raya and the Last Dragon" mit der Stimme von Kelly Marie Tran und 32 Millionen Dollar in fünf Wochen; der Animationsstreifen "Tom & Jerry" mit Chloe Grace Moretz und 40 Millionen Dollar in sechs Wochen; der Science Fiction-Film "Chaos Walking" mit Daisy Ridley und 12 Millionen Dollar in fünf Wochen sowie der Animationsstreifen "The Croods: A New Age" mit der Stimme von Emma Stone und 56 Millionen Dollar in 19 Wochen.


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