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Fast and Furious 9
Fast and Furious 9
© Universal Pictures International

US-Filmstarts: Blockbuster-Belastungsprobe mit "F9"

Über 4000 Kinos zeigen den neunten "Fast & Furious"

Eigentlich ist jede Woche ein Lackmustest für die amerikanische Kinoindustrie. Bei jeder Premiere in der Eigentlich-noch-nicht-ganz-vorbei-Pandemie-Zeit gehen die bangen Blicke der Studios und der Verleiher auf die Zuschauerzahlen des Wochenendes: Wie weit ist das Publikum?

Der heutige Tag bringt jedoch eine ganz besondere Blockbuster-Belastungsprobe. Universal Pictures schicken den eigentlich ursprünglich für Mai 2020 vorgesehenen und dann wegen der Kinoschließungen mehrfach verschobenen "F9" mit Vin Diesel in nicht weniger als 4179 Filmtheater. Das Einspiel für den 200 Millionen Dollar teuren Thriller wird zeigen, ob sich annhähernd wieder Umsätze wie vor der Pandemie erzielen lassen. Im Ausland hat das, besonders in China, Russland und Südkorea, schon vorzüglich funktioniert - bisher hat der dort schon im Mai gestartete neunte "Fast & Furious"-Part bereits 292 Millionen Dollar eingebracht.

Die massive Kinozahl - die bisher höchste in der Covid-19-Ära - signalisiert die Hoffnung der Industrie, dass auch in den USA die Zuschauer auf die bewährte und bekannte Action-Knaller-Reihe ausreichend anspringen werden. Die Hochzeiten der seit genau 20 Jahren laufenden Saga lagen schon vor der Pandemie hinter ihr. Das Premiereneinspiel des siebten Teils "Furious 7" - dem letzten mit Veteran Paul Walker - in Hohe von 147 Millionen Dollar im Jahr 2015 ist schon von den Nachfolgern, inklusive des Ablegers "Hobbs & Shaw", nicht mehr erreicht worden. Der achte Part "The Fate of the Furious" kam zum Start 2017 auf 98 Millionen Dollar.

Universal Pictures prognostizieren nun rund 60 Millionen Dollar, was bereits zum Pandemie-Startrekord reichen würde, den aktuell "A Quiet Place Part II" mit 47 Millionen Dollar hält. Manche Analysten glauben aber, dass "F9" sogar bis zu 80 Millionen Dollar erreichen kann.

Für den einzigen Neustart des Wochenendes sprechen die im Internet seit Monaten spürbare Vorfreude und die guten Kritiken sowie die Beteiligung des taiwanesischen Regisseurs und Drehbuchautors Justin Lin, der bereits die Teile drei bis sechs inszenierte. Dagegen spricht, dass diesmal Dwayne Johnson nicht dabei ist, dem ein großer Anteil am Aufschwung der Reihe ab Teil 5 zugeschrieben wird.

In jedem Fall wird "F9" den Rest des Feldes zu Statisten degradieren. Für den aktuellen Tabellenführer "The Hitman's Wife's Bodyguard" prognostizieren Branchenkenner bloß noch rund 5 Millionen Dollar Umsatz.


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