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Mach's noch einmal, Sam - Diane Keaton, Woody Allen...Lacy
Mach's noch einmal, Sam - Diane Keaton, Woody Allen und Jerry Lacy
© Paramount Pictures Germany

TV-Tipps für Samstag (21.8.): Bogart berät Woody Allen

ARD zeigt "Mach's noch einmal, Sam"

Am Samstagabend ist Heiterkeit angesagt - erst für Klein und Groß mit "The LEGO Movie 2" im Sat1-Hauptprogramm, dann für die Erwachsenen mit dem Woody Allen-Frühwerk "Mach's noch einmal, Sam" im ARD-Nachtprogramm.

"The LEGO Movie 2", Sat1, 20:15 Uhr
Fünf Jahre, nachdem alles super im LEGO-Land gewesen ist, sehen sich die Bewohner dem Angriff der DUPLO-Figuren ausgesetzt, die schneller zerstören, als sie aufbauen können.

Als Warner Brothers Picures ankündigten, einen Animationsstreifen mit LEGO-Figuren zu produzieren, gab es viel Stirnrunzeln und Naserümpfen. Doch als "The LEGO Movie" 2014 dann auf die Leinwände traf, waren alle sarkastischen Kommentare über "spielfilmlanges Marketing" schnell verstummt. Die Kritiker überschlugen sich mit Lob über den phantasievollen, witzigen und großartig animierten Film, und die Familien stürmten die Kinosäle. Mit weltweit 469 Millionen Dollar Umsatz wurde das Werk ein großer Erfolg.

Nun wollten Warner Bros. das Eisen schmieden, so lange es noch heiß war und brachten 2017 den Ableger-Doppelschlag von "The LEGO Batman Movie" und "The LEGO Ninjago Movie" heraus, was des Guten vielleicht zu viel war: Während Ersterer ebenfalls erfolgreich lief, kam Letzterer nur noch auf die Hälfte des Einspiels.

Als dann im Februar dieses Jahres der offizielle zweite Part folgte, in dem wieder Chris Pratt als Emmet und Elizabeth Banks als Lucy - in der deutschen Version hört man Patrick Schröder und Maren Rainer - ihre Stimme liehen, schien dann die Luft endgültig raus zu sein. Obwohl die 99 Millionen Dollar teure Produktion - der erste Teil hatte 60 Millionen Dollar gekostet - wieder sehr gute Kritiken erhielt, reagierte das Publikum reservierter, und mit weltweit 191 Millionen Dollar kam die Fortsetzung nicht mal in die Nähe des Umsatzes des ersten Parts.

Was schade ist, denn auch wenn das Sequel nicht mehr so spaßig wie das Original ist, so unterhält er mit seinem Herz und Humor doch spielerisch alle Altersklassen.

Seine schwierige Produktionsgeschichte merkt man dem Film dabei gar nicht an: In den drei Jahren der Realisierung ab 2014 wurde das Drehbuch mehrfach umgeschrieben, verschiedene Regisseure kamen und gingen und der Premierentermin wurde gleich dreimal verschoben - ursprünglich hatte der Streifen bereits 2017 in die Kinos kommen sollen. Das kongeniale Duo Phil Lord und Christopher Miller verfasste wieder das Drehbuch, die Regie übernahm Mike Mitchell, der zuvor "Trolls" inszeniert hatte. Animiert wurde in den Fox Studios im australischen Sydney.

Lord und Miller erzählen diesmal eine komplexere und anspruchsvollere Geschichte, bei der die beiden Phantasiewelten der realen Charaktere des von Jadon Sand gespielten Jungen und seiner von Brooklynn Prince dargestellten Schwester aufeinander treffen und sich vermischen. Für die Zuschauer besteht der Reiz darin, sich zusammen zu reimen, was in der realen Welt geschieht und wie sich dies auf die LEGO-Welt und die DUPLO-Welt, dem "Systar System", auswirkt.

Kritiker Nicolás Delgadillo schrieb in "Cultured Vultures": "Der Film kann in fast jeder Hinsicht mit seinem Vorgänger mithalten und liefert ein vergnügliches, Action-reiches und berührendes Animationserlebnis, das die Phantasie auf Jahre anregen wird."



"Mach's noch einmal, Sam", ARD, 00:50 Uhr
Ein neurotischer Filmkritiker (Woody Allen) versucht mit Hilfe eines befreundeten Paares (Diane Keaton und Tony Roberts) und seines Idols Humphrey Bogart (Jerry Lacy) eine Frau zu finden.

Zuallererst ist dies eine witzige und intelligente US-Komödie mit einer gelungenen Mischung aus scharfzüngigem Wortwitz, Slapstick, Klamauk, Melancholie und vor allem unzähligen direkten und indirekten "Casablanca"-Anspielungen - wobei "Play It Again, Sam" in dem Klassiker gar nicht vorkommt.

Grundlage des Drehbuchs von Woody Allen war sein eigenes, gleichnamiges Broadway-Stück aus dem Jahr 1969. Er, Diane Keaton, Jerry Lacy und Tony Roberts übernahmen ihre Rollen auch in dieser drei Jahre darauf folgenden Kinoversion.

Der Streifen ist aber auch filmhistorisch interessant: "Play It Again, Sam" ist der einzige Film, den Allen bei Paramount Pictures drehte und einer der wenigen, die nicht in New York City, sondern in diesem Fall in San Francisco gefilmt wurden. Bis heute ist es nur eines von dreien und das bisher letzte Werk, bei dem Woody sein eigenes Drehbuch nicht selbst in Szene gesetzt hat. Herbert Ross ("Footloose") übernahm diesen Posten erfolgreich. Und es war die erste von bislang acht Kooperationen von Allen und Diane Keaton.

"Play It Again, Sam" lief 1972 erfolgreich und erhielt gute Kritiken.

Ein Zuschauer schwärmt: "Diesen Film sollte man am besten direkt nach 'Casablanca' ansehen; ich mache das immer so, um die volle Wirkung zu entfalten. Der Streifen ist ein Muss für jeden annähernd nerdigen Single oder für alle, die 'Casablanca' lieben. Die Besetzung ist erstaunlich. Neben Woody Allen bringt Diane Keaton ein gehöriges Maß an Wirklichkeit, Feingefühl und Humor hinein, ihr Charakter ist sehr glaubhaft. Tony Roberts ist urkomisch; seine todernste Übermittlung all der Telephonnummern bewahrt den Witz davor, alt zu werden, selbst nach mehrfachem Sehen."



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