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An ihrer Seite - Gordon Pinsent und Julie Christie
An ihrer Seite - Gordon Pinsent und Julie Christie
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TV-Tipp für Montag (18.10.): Julie Christie vergisst ihren Mann

Arte zeigt "An ihrer Seite"

"An ihrer Seite", Arte, 22:50 Uhr
Als seine Ehefrau (Julie Christie) an Alzheimer erkrankt, muss ein Mann (Gordon Pinsent) nach 45 Ehejahren hilflos mit ansehen, wie die geliebte Frau ins Unbewusste driftet und die Erinnerung an ihr bisheriges glückliches Leben verliert.

Auf einem Flug von Island in ihre Heimat Kanada las die Schauspielerin Sarah Polley in "The New Yorker" die Kurzgeschichte "The Bear Came Over the Mountain" von Alice Munro, die 2001 veröffentlicht worden war. "Ich fand sie so bewegend und ergreifend und sie hinterließ einen tiefen Eindruck", erklärte die Künstlerin, die bis dahin Kurzfilme inszeniert hatte und nun beschloss, den Stoff zu ihrem Regiedebut zu machen. Es gelang ihr, ihre Mitspielerin aus dem dem US-Fantasy-Film "No Such Thing", Julie Christie, die eigentlich auf dem Weg in den Ruhestand war, zu überreden, die Hauptrolle zu übernehmen.

Polley drehte ihr kanadisches Drama hauptsächlich in Kitchener in der Provinz Ontario. In einem dortigen Krankenhaus entstanden auf einer ungenutzten Etage die Szenen des Pflegeheims.

Bei "Away from Her" - so der Originaltitel - verbinden sich die zärtliche Weisheit von Sarah's Skript und die wundervolle Darstellung von Julie zu einem vollkommenen und berührenden Regiedebut, das 2006 durchweg von den Kritikern gelobt wurde. Mit 9 Millionen Dollar weltweiten Umsatzes lief die Independent-Produktion auch beim Publikum erfolgreich.

Für Julie Christie wurde dieses Kleinod zum Triumph, der mit dem "Grand Slam" der vier großen Schauspielerpreise in der Preisverleihungssaison 2006/07 vergolten wurde. Die damals 66-Jährige gewann den Golden Globe und den Screen Actors Guild Award für ihre Leistung und war für den Academy Award und den Britischen Filmpreis nominiert. Sarah Polley's Drehbuch erhielt ebenfalls eine Oscar-Nominierung.

Kritiker Matthew Lucas schrieb in "From the Front Row": "Sarah Polley beweist ein feines Gespür für die Art von Verwirrung und Verlust, die mit Alzheimer einher gehen, und sie handhabt das Thema gut, leitet den Film mit Wärme, Humor und Herz."



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