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Das Ende der Unschuld - Virginie Ledoyen und Mathieu...alric
Das Ende der Unschuld - Virginie Ledoyen und Mathieu Amalric
© Peripher

TV-Tipp für Montag (21.2.): Virginie Ledoyen sucht ihren Platz im Leben

Arte zeigt "Das Ende der Unschuld"

"Das Ende der Unschuld", Arte, 23:55 Uhr
Der Alltag einer kleinen Gruppe von Intellektuellen (Jeanne Balibar, Mia Hansen-Love, Virginie Ledoyen, Mathieu Amalric und Francois Cluzet), die vorwiegend mit sich selbst beschäftigt sind und privat wie beruflich noch immer ihren Platz im Leben suchen.

Für wen das französische Kino mit um sich selbst kreisenden Großstadtfiguren, dialoglastig und philosophisch, ein rotes Tuch ist, der sei hiermit ausdrücklich vorgewarnt - dieses Drama von Regisseur und Drehbuchautor Olivier Assayas ("Wasp Network") ist ein Prachtexemplar dieser Gattung. Doch der in Paris und Straßburg gedrehte Streifen aus dem Jahr 1998 ist natürlich noch viel mehr: Ironisch, nachdenklich und mit einem perfekt koordinierten Schauspielensemble, das wie ein Kammermusikorchester aufeinander abgestimmt ist. Die unruhige und fast ständig in Bewegung befindliche Kamera von Denis Lenoir fängt wie ein Kaleidoskop die veränderliche Dynamik einer Freundesgruppe fesselnd ein.

"Fin août, début septembre" - so der Originaltitel - war trotz guter Kritiken im Nachbarland kein großer Erfolg beschert. Nur 197 000 Karten wurden für das Werk verkauft, das hierzulande unter dem Titel "Ende August, Anfang September" in die Kinos kam.

Ein Zuschauer lobt: "Ein wunderschöner und bewegender Film voller gedämpfter, aber extrem reichhaltiger, ruhig komplexer Charakterstudien. Die Figuren fühlen sich so real an, dass sie überhaupt nicht wie fiktionale Charaktere wirken, und der Film besitzt den natürlichen Rhythmus echten Lebens. Solche Interaktionen und Beziehungen sieht man selten auf der Leinwand. Oft sehr witzig, ist dieser Streifen auch recht Herz zerreißend."

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