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American Pie - Jason Biggs
American Pie - Jason Biggs
© Universal Pictures International

TV-Tipps für Samstag (2.4.): Jason Biggs mag heißen Apfelkuchen

RTL2 zeigt "American Pie"

Der Samstagabend kommt für Spielfilm-Fans fröhlich daher - derb mit der Teenie-Sex-Komödie "American Pie" im RTL2-Hauptprogramm und leiser mit dem Bill Murray-Drama "St. Vincent" im ARD-Nachtprogramm.

"American Pie", RTL2, 20:15 Uhr
Vier Schüler (Jason Biggs, Chris Klein, Thomas Ian Nichols und Eddie Kaye Thomas) einer amerikanischen High School schließen einen Pakt, bis zur Abschlussfeier ihre sexuelle Unschuld zu verlieren.

Um diese US-Komödie zu genießen, muss man fremdschämen können - insbesondere in der Szene mit Jason Biggs und dem titelgebenden Kuchen. Und das konnten trotz nur gemischter Kritiken offensichtlich sehr viele Zuschauer, denn die 11 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Komödie wurde 1999 ein großer Erfolg mit einem weltweiten Einspiel von 235 Millionen Dollar. In Deutschland war sie gar mit weitem Abstand und 6,1 Millionen Besuchern der erfolgreichste Film des Jahres 2000.

Die Inspiration für den unterhaltsamen Streifen stammte von Drehbuchautor Adam Herz, der hier viele seiner eigenen High School-Erlebnisse an der East Grand Rapids High School im US-Bundesstaat Michigan verwertete und die Orte seiner Jugend mit fiktiven, aber jeweils nahe an den realen Örtlichkeiten orientierten Namen versah: So heißt die ebenfalls in Michigan angesiedelte High School in der Handlung East Great Falls. Gedreht wurde allerdings in Long Beach in Los Angeles.

Das Brüderpaar Chris und Paul Weitz gab mit "American Pie" sein Regiedebut und zeigte zunächst mehr, als den Zensoren lieb war. Die gaben dem Werk mit "NC-17" eine Altersfreigabe, die eher einem echten Sexfilm entsprach und jegliche Zuschauer unter 17 Jahren und damit die eigentliche Zielgruppe komplett ausgeschlossen hätte. Erst durch Schnitte erreichte die Produktion zumindest das "R - Restricted", das Jugendliche in Erwachsenenbegleitung in die Säle ließ.

Durch den Erfolg folgte zwei Jahre später eine Fortsetzung, gefolgt von zwei weiteren Sequels 2003 und 2012 sowie fünf Ablegern, die nur auf Disc Premiere feierten.

Kritiker Jeffrey Westhoff schrieb im "Northwest Herald": "Der Ton ist stets optimistich und die Charaktere sympathisch, so dass es schwierig ist, selbst die krassesten Gags übel zu nehmen."



"St. Vincent", ARD, 00:25 Uhr
Ein Junge (Jaeden Lieberher), dessen Eltern sich gerade geschieden haben, findet einen ungewöhnlichen Freund und Mentor in seinem Menschen verachtenden, derben und vergnügungssüchtigen Nachbarn (Bill Murray).

Dieses US-Drama von Regiedebutant und Drehbuchautor Theodore Melfi ("Der Vogel") bot 2014 erstmals seit 2005 und "Broken Flowers" Kinozuschauern die Gelegenheit, sich den beträchtlichen Genuss eines Bill Murray in einer Hauptrolle und wieder in komischer Hochform nicht entgehen zu lassen. Dies lies dann auch darüber hinwegsehen, dass sich die Weinstein Company-Produktion oftmals gefährlich der Rührseligkeit annähert.

Gefilmt wurde die 13 Millionen Dollar teure Produktion vor Ort im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Jaeden Lieberher, spätestens seit seiner Hauptrolle in "It" einem breiten Publikum bekannt, gab hier als Zehnjähriger sein Leinwanddebut.

"St. Vincent" erhielt gute Kritiken und wurde mit 54 Millionen Dollar Umsatz weltweit ein solider Erfolg. Der Film und Hauptdarsteller Bill Murray erhielten Golden Globe-Nominierungen, während Nebendarstellerin Naomi Watts für den Screen Actors Guild im Rennen lag.

Kritiker Paul Byrnes schrieb in "Sydney Morning Herald": "Solche Filme entwickeln sich fast zwangsläufig zu einer kitschigen Angelegenheit, aber Bill Murray wirkt hier wie eine Handbremse, einfach, weil wir nicht wissen, was er als nächstes Furchtbares machen wird."



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