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Training Day - Denzel Washington und Ethan Hawke
Training Day - Denzel Washington und Ethan Hawke
© Warner Bros.

TV-Tipp für Freitag (29.4.): Kann Denzel Washington für Ethan Hawke ein Vorbild sein?

RTL2 zeigt "Training Day"

"Training Day", RTL2, 22:35 Uhr
An seinem ersten Tag als Drogenfahnder in Los Angeles wird ein neuer Polizist (Ethan Hawke) einem skrupellosen Drogenermittler (Denzel Washington) zugeordnet, der nicht ist, was er zu sein scheint.

Zwei Aspekte waren Regisseur Antoine Fuqua wichtig, als er für 45 Millionen Dollar diesen US-Kriminalfilm drehte: Zum Einen sollte die skandalgeschüttelte Polizei von Los Angeles als institutionell von oben bis unten korrupt dargestellt werden und nicht nur Denzel Washington's Charakter als vereinzelter Spitzbube. Zum Anderen war Fuqua um größtmöglichen Realismus bemüht. Wo er konnte, drehte er in den berüchtigsten Nachbarschaften von Los Angeles. So erhielt er von den Straßengangs des gewaltdurchsetzten Viertels Imperial Courts als erster Filmemacher die Erlaubnis, dort zu drehen. Viele Gang-Mitglieder ließen sich dazu bewegen, auf der Leinwand quasi als sie selbst aufzutreten. Hinter der Kamera ließ sich Antoine von zwei Polizisten beraten, um auch die andere Seite des Gesetzes realistisch darzustellen.

Washington macht sich die Leinwand in diesem schnörkellosen und brutalen Werk von 2001 mit einer großartigen Leistung, die mit dem Academy Award für den "Besten Hauptdarsteller" und einer Golden Globe-Nominierung belohnt wurde, zu Eigen. Das tröstet auch über den wenig überzeugenden Schluss hinweg. Ethan Hawke wurde als Nebendarsteller ebenfalls für einen Oscar nominiert.

Bei guten Kritiken wurde die Warner Brothers-Produktion in den USA ein solider Erfolg, floppte aber im Ausland. Mit weltweit 105 Millionen Dollar kam so ein nur mäßiges Ergebnis zustande.

2017 lief eine schwache Fernsehserie gleichen Namens auf CBS, in welcher der inzwischen verstorbene Bill Paxton die Hauptrolle übernommen hatte und die 15 Jahre nach den Ereignissen des Kinofilms spielte.

Ein Zuschauer meint: "Das ist ein gewalttätiger Film, der mit nichts zurückhält. Es gibt keine Klischees, nichts ist kitschig, und zeitweise ist es eine Herausforderung für den Zuschauer, die Realität auf den Straßen von L.A. und die gezeigte Korruption zu ertragen. Angetrieben wird das Ganze von einer unglaublichen Darstellung von Denzel Washington - eine des Kalibers, wo man nicht denkt, dass hier jemand spielt, sondern wirklich die Figur ist. Viele beschweren sich wohl zu Recht über das Ende, aber ich liebe trotzedem jede Minute dieses blutigen, brutalen und fiesen Films, der so realistisch ist, wie ein Streifen nur sein kann."



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