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Himbeere gefällig?

"Battlefield Earth" klarer Favorit bei den "Golden Rasberries"

Während das "Oscar"-Rennen offen wie nie ist, ist die Entscheidung um die "Goldene Himbeere" so gut wie gelaufen: "Battlefield Earth" räumte acht Nominierungen ab

Das "Oscar"-Rennen mag so offen wie lange nicht mehr sein, am anderen Ende des filmischen Qualitätsspektrums herrscht seltene Einmütigkeit. 94 Prozent aller Einsendungen für die Nominierungsvorschläge zur 21. Verleihung der "Goldenen Himbeere" für den "Schlechtesten Film des Jahres" nannten das Science Fiction-Desaster "Battlefield Earth". Insgesamt räumte der John Travolta-Flop acht Nominierungen ab und ist klarer Favorit auf den am wenigsten begehrten Preis Hollywoods. Den Nominierungsrekord von "Showgirls" mit 13 Nennungen konnte "Battlefield Earth" wohl allein deshalb nicht erreichen, weil die Kategorien auf neun reduziert worden sind.

John Wilson, der Gründer und Vorsitzende der Golden Raspberry Foundation, gab gestern und damit traditionell 24 Stunden vor der Bekanntgabe der "Oscar"-Nominierungen die Nennungen für den Preis bekannt, mit dem seit 1981 spaßeshalber die miesesten Leistungen des Filmjahres gekürt werden. Als Trophäe wird eine golfballgroße Plastikhimbeere, die auf einer Filmrolle liegt, verliehen. Wert des Preises: Etwa zehn Dollar. Natürlich kommt niemand, um sich diese Auszeichnungen abzuholen. Glorreiche Ausnahme: 1996 nahm Regisseur Paul Verhoeven tapfer seine "Himbeere" für Rekordhalter "Showgirls" entgegen.

In einem an Flops reichen Filmjahr war es diesmal besonders leicht, "Opfer" für die Golden Raspberries zu finden. Dabei gelang es den 503 stimmberechtigten Mitgliedern des Vereins, die sich aus Kritikern, Kinogängern und in der Filmbranche Arbeitenden zusammensetzen, ihre "Lieblinge" Sylvester Stallone" (für "Get Carter" erhält er seine 25. Nominierung), Arnold Schwarzenegger (für "The 6th Day") und Madonna (für "Ein Freund zum Verlieben") unterzubringen. Auch an originellen Nominierungen mangelte es diesmal wieder nicht: So wurden in der Kategorie "Schlechtestes Leinwandpaar" "Travolta und jeder, der mit ihm die Leinwand teilt", "alle zwei Schauspieler aus Blair Witch 2" sowie "Arnold Schwarzenegger mit sich selbst in The 6th Day" nominiert. Als "Schlechtester Nebendarsteller" steht ebenfalls "Arnold Schwarzenegger als sein eigener Klon in The 6th Day" zur Auswahl.

Am 24. März - ebenso traditionell 24 Stunden vor der "Oscar"-Verleihung - werden die Gewinner auf einer Pressekonferenz in Los Angeles bekannt gegeben. Die sonst übliche Gala fällt in diesem Jahr aus. "Ich glaube, keiner dieser Filme ist eine Feier wert", meinte Wilson trocken.

Hier die vollständige Liste der Nominierungen:
Schlechtester Film:
"Battlefield Earth"
"Blair Witch 2"
"Die Flintstones in Viva Rock Vegas"
"Ein Freund zum Verlieben"
"Little Nicky"

Schlechteste Neuauflage oder Fortsetzung:
"Blair Witch 2"
"Der Grinch"
"Die Flintstones in Viva Rock Vegas"
"Get Carter"
"Mission Impossible 2"

Schlechteste Regie:
Joe Berlinger für "Blair Witch 2"
Steven Brill für "Little Nicky"
Roger Christian für "Battlefield Earth"
Brian De Palma für "Mission to Mars"
John Schlesinger für "Ein Freund zum Verlieben"

Schlechtestes Drehbuch:
Dick Beebe und Joe Berlinger für "Blair Witch 2"
Tim Herlihy, Adam Sandler und Steven Brill für "Little Nicky"
Corey Mandell und JD Shapiro für "Battlefield Earth"
Jeffrey Price und Peter Seaman für "Der Grinch"
Tom Ropelewski für "Ein Freund zum Verlieben"

Schlechteste Hauptdarstellerin:
Kim Basinger für "Ich träumte von Afrika" und "Die Prophezeiung"
Melanie Griffith für "Cecil B DeMented"
Madonna für "Ein Freund zum Verlieben"
Bette Midler für "Isn´t She Great"
Demi Moore für "Tiefe der Sehnsucht"

Schlechtester Hauptdarsteller:
Leonardo DiCaprio für "The Beach"
Adam Sandler für "Little Nicky"
Sylvester Stallone für "Get Carter"
Arnold Schwarzenegger für "The 6th Day"
John Travolta für "Battlefield Earth" und "Lucky Numbers"

Schlechteste Nebendarstellerin:
Patricia Arquette für "Little Nicky"
Joan Collins für "Die Flintstones in Viva Rock Vegas"
Thandie Newton für "Mission Impossible 2"
Kelly Preston für "Battlefield Earth"
Rene Russo für "The Adventures of Rocky and Bullwinkle"

Schlechtester Nebendarsteller:
Stephen Baldwin in "Die Flintstones in Viva Rock Vegas"
Barry Pepper für "Battlefield Earth"
Keanu Reeves für "The Watcher"
Arnold Schwarzenegger für "The 6th Day"
Forest Whitaker für "Battlefield Earth"

Schlechtestes Leinwandpaar:
Alle zwei Schauspieler aus "Blair Witch 2"
Richard Gere und Winona Ryder für "Es begann im September"
Madonna und entweder Rupert Everett oder Benjamin Bratt für "Ein Freund zum Verlieben"
Arnold Schwarzenegger und Arnold Schwarzenegger für "The 6th Day"
John Travolta und jeder, der mit ihm die Leinwand teilt für "Battlefield Earth"



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